Betreibergesellschaft: Brand ging von selbst aus, kein Rauch und keine Flammen mehr zu sehen - Dach eingestürzt
In Japan brach in den Morgenstunden des Mittwochs (Ortszeit) ein neues Feuer im schwer beschädigten Reaktorblock 4 des Atomkraftwerk Fukushima 1 aus, der Brand verlosch aber offenbar von selbst. Zwei Arbeiter werden vermisst, nachdem ein Dach einstürzte. Wir unterbrechen für ein paar Stunden die Live-Berichterstattung, in der Früh geht es weiter.
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Bei einer weiteren Explosion im Atomkraftwerk Fukushima wurde erstmals eine innere Schutzhülle eines Reaktors beschädigt. Die AKW-Betreibergesellschaft Tepco sprach von einer "sehr schlimmen" Lage. Die Strahlenbelastung beim
Atomkraftwerk Fukushima sei mittlerweile für das Personal zu hoch.
Das Aufbewahrungsbecken für die
verbrauchten Brennstäbe im Reaktor 4 kann nicht mehr mit Wasser gefüllt
werden. Laut Tecpo würde es aber mehrere Tage dauern, bis das Wasser verdampft sei. Mittlerweile hat es in vier der sechs Blöcke Explosionen gegeben. Nach Angaben der Regierung sei mittlerweile in drei der vier betroffenen
Reaktorblöcke eine Kernschmelze möglich.
Im Umkreis von 20 Kilometern um die beiden Atomkraftwerke Fukushima 1 und 2 waren in den vergangenen Tagen bereits 200.000 Menschen evakuiert worden. In Tokio
wurden erhöhte Strahlenwerte gemessen: Die Belastung ist laut TV-Sender NHK um das 22-fache höher als üblich. Japanische Medien schrieben von einem "Wettlauf gegen die Zeit". Die Kritik in der Bevölkerung an der Informationspolitik des Betreibers Tepco und
der Regierung wächst. Die Behörden fürchten, dass die Zahl der Toten auf mehr als 10.000 steigt.
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00:53 Uhr: Ein Sprecher der Betreibergesellschaft Tepco gibt im japanischen Fernsehen, das CNN live auf Englisch übersetzt, bekannt, dass kein Feuer und kein Rauch in Reaktor 4 mehr zu sehen sei. Der Brand sei anscheinend von
selbst erloschen.
Die überhitzten Brennstäbe in zwei Reaktoren des
Katastrophen-Atomkraftwerks Fukushima sind nach Tepco-Angaben bereits erheblich zerstört. In Reaktor 1 seien
bereits rund 70 Prozent der Brennstäbe beschädigt, in Reaktor 2 etwa ein
Drittel.
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00:47 Uhr: Ein hoher US-Regierungsbeamter beklagt sich bei CNN, dass die Japaner keine zuverlässigen Daten zur freigesetzten Radioaktivität liefern. Man sei deshalb auf Messungen von Hubschraubern angewiesen, die vom Flugzeugträger USS Ronald Reagan vor der Küste Japans starten.
Dies erschwere die Berechnung von Computermodellen über eine mögliche Ausbreitung der Strahlung. Die USA bauen übrigens weiter Atomkraftwerke, wollen aber die Sicherheit der Meiler verbessern.
00:14 Uhr: Regierungssprecher Yukio Edano gibt laut CNN bekannt, dass die Strahlung auf dem Gelände des Kraftwerks, die kurzfristig auf das 167-fache des Normalwerts angestiegen war, nachlässt.
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00:01 Uhr: Ein unabhängiges US-Forschungsinstitut hat
die Nuklearkatastrophe in Japan auf der Störfallstufe 6 von 7
eingestuft. Die Explosionen und Brände in dem Atomkraftwerk Fukushima
hätten zur Folge, dass der Unfall auf der internationalen
Bewertungsskala INES nicht mehr als eine 4 betrachtet werden könne,
teilte das Institut für Wissenschaft und Internationale Sicherheit
(Isis) am Dienstag in Washington mit. "Das Ereignis ist jetzt näher
an der Stufe 6, es könnte leider die Stufe 7 erreichen", heißt es in
der Einschätzung.
Isis zieht seine Schlüsse unter anderem aus der Analyse aktueller
Satellitenbilder und Fotos von dem japanischen Kraftwerk. Das
Institut hatte sich bisher vor allem mit seiner Beobachtung der
iranischen und nordkoreanischen Atomprogramme einen Namen gemacht.
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23:57 Uhr:
Durch die bisher ausgetretene Strahlung sei die Gesundheit der Arbeiter
im Atomkraftwerk gefährdet, für die Bevölkerung Tokios bestehe aber
bisher keine Gefahr, sagt Jerrold Bushberg von der University of
California zu Reuters. Es seien in der Hautstadt 40-fach erhöhte
Strahlendosen gemessen worden, die aber mitttlerweile auf das Zehnfache
des Normalwerts gesunken seien. Dies entspreche des Strahlung, die der
menschliche Körper bei einer Computertomographie des Oberkörpers
aufnimmt.
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23:30 Uhr: Im Reaktor 4 des Atomkraftwerks Fukushima
eins ist am Mittwochmorgen (Ortszeit) erneut ein Feuer ausgebrochen.
Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den
Fernsehsender NHK. Ein
erster Brand in Reaktor 4 war am Dienstag nach kurzer Zeit gelöscht
worden. In der Außenwand des Reaktorgebäudes klaffen große Löcher.
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22:56 Uhr: Reuters meldet, dass in mehreren Staaten an der Westküste der USA und Kanadas die Nachfrage nach Jodtabletten stark gestiegen ist.
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22:27 Uhr: Die Windbedingungen in Japan würden den Großraum Tokio am Mittwoch vor einer
möglichen radioaktiven Wolke schützen. Der Wind über dem schwer beschädigten
Reaktorkomplex Fukushima werde am Mittwoch zunächst von Norden kommend an der
Pazifikküste entlangziehen, teilte das japanische Wetteramt am Dienstag mit. Im
weiteren Tagesverlauf komme der dann aus Nordwest und würde mögliche Schadstoffe
auf das Meer hinaustragen.
Der Großraum Tokio mit seinen 35 Millionen Einwohnern liegt etwa 240
Kilometer südwestlich der Atomanlage.
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22:24 Uhr: Nach weiteren Explosionen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat sich die
Lage nochmals verschärft. Ein Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde
sagte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, das Dach von Reaktor Nummer Vier
sei zerbrochen. Zudem würden zwei Mitarbeiter vermisst. Sie hätten sich zuletzt
in der Nähe des Turbinenhauses von Reaktor Nummer Vier befunden. Auch sei es
möglich, dass Wasser in dem Reaktor koche.
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22:11 Uhr: In Schwechat ist eine AUS-Maschine aus Tokio gelandet. "Es wird in den Medien hier übertrieben und dort untertrieben." erklärte die 19-jährige
Hanna Prohaska. "Ich bin froh, dass
ich hier bin, ich hab' mich aber auch in Japan in Sicherheit gefühlt." Leere
Straßen und leere Einkaufszentren prägten allerdings derzeit das Bild in der
japanischen Hauptstadt. Die Maschine nach Österreich hat die junge Frau, die in
den vergangenen drei Monaten eine Sprachschule in Tokio besuchte, auf heftiges
Drängen ihrer Mutter genommen.
Die Passagiere des über Seoul gekommenen Fluges wurden in Wien einer
langwierigen Strahlenuntersuchung unterzogen. Es heißt, dass bei dieser erstmals
von der Bezirkshauptmannschaft angeordneten Untersuchung ein einziges Mal die
Messgeräte angeschlagen hätten: Bei einem älteren Japaner wäre radioaktive
Belastung festgestellt worden. Blinder Alarm, wie sich bei der folgenden
Befragung herausstellte. Der Herr hatte kurz vor dem Abflug eine medizinische
Untersuchung, bei der er ein radioaktives Kontrastmittel zu sich nehmen musste.
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20:27 Uhr: Als Reaktion auf die Atomkatastrophe in Japan haben die USA ein weiteres Team mit Nuklearexperten ins Land geschickt. Die neun Spezialisten sollen am Mittwoch in Tokio ankommen, teilte die US-Atomregulierungsbehörde in Rockville (Maryland) mit. Bereits in den Vortagen waren zwei Experten nach Japan entsandt worden.
Ihre Aufgabe sei es, der japanischen Regierung technische Hilfe anzubieten, wo immer sie gefragt sei. Zudem solle das Team die Bemühungen zur sicheren Reaktorabschaltung unterstützen. Auch die Analyse möglicher Folgen von freigesetzter Radioaktivität für die Bevölkerung gehöre zu dem Auftrag.
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19:04 Uhr: Der Wiederaufbau in Japan nach Erdbeben und Tsunami wird nach Einschätzung von Experten mindestens fünf Jahre dauern. Die Behörden dürften sich als Folge der Katastrophe noch sorgfältiger mit Städteplanung und Schutzmaßnahmen beschäftigen wollen. Die japanische Regierung stellt in einem ersten Schritt rund 265 Millionen Euro
als landesweite Notfallhilfe bereit.
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18:40 Uhr: Ein STANDARD-Interview mit Japanologen Sepp Linhart, Vorstand des Instituts für Japanologie der Uni Wien, ist online: "Sie wissen einfach nicht, was sie tun sollen"
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18:20 Uhr: Eine neue Reportage von STANDARD-Korrespondent Martin Kölling aus Tokio ist online: Zwischen Fluchtinstinkt und Pflichtgefühl
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17:37 Uhr: Die japanische Regierung bittet die Bevölkerung über Facebook, nicht alle Läden im Großraum Tokio leerzukaufen. Es wird gewarnt, dass Hamsterkäufe in Tokio zu Engpässen in den Erdbebengebieten führen könnten. Gleichzeitig versichert die Regierung, es seien genug Lebensmittel vorhanden. Facebook informiert auch über die nächsten geplanten Stromabschaltungen und über Einschränkungen im regionalen Zugverkehr.
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16:36 Uhr: Die Austrian Airlines haben sich dazu entschieden, den für heute geplanten Flug von Wien nach Tokio durchzuführen, den Flug allerdings zu verschieben. Der Flug OS 051 von Wien nach Tokio wird von 15.25 Uhr auf 23.30 Uhr verlegt. Die Ankunft in Tokio ist für den 16. März um 18.40 Uhr Lokalzeit Tokio geplant, der Rückflug OS 052 von Tokio über Seoul nach Wien für 20.10 Uhr Lokalzeit Tokio. Die Ankunft in Wien ist für 3.05 Uhr Lokalzeit Wien am 17. März vorgesehen.
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16:35 Uhr: Japanische Experten wollen den außer Kontrolle geratenen Block 4 im Atomkomplex Fukushima Eins kühlen. Es sei geplant, mit Hilfe von Hubschraubern Wasser durch Löcher im teilweise zerstörten Dach zu schütten, wie der staatliche Fernsehsender NHK am Dienstag berichtete. Damit sollen im Inneren Kernbrennstäbe gekühlt werden.
In den japanischen Medien wurde vermutet, dass die Radioaktivität im AKW zu hoch für einen Einsatz von Menschen ist. Deshalb werde eine Lösung aus der Luft geprüft. Alternativ könnten Feuerwehrwagen an das Reaktorgebäude herangefahren werden, um durch die Löcher Wasser in den Reaktor zu spritzen. Derzeit befinden sich noch 50 Arbeiter in Fukushima Eins.
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16:34 Uhr: Alle großen heimischen Mobilfunk-Unternehmen bieten kostenlos Gespräche nach Japan an, um Kontakt mit Freunden und
Familienmitgliedern aufzunehmen.
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16:26 Uhr: Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) hat ihr Außenwirtschafts-Büro von Tokio in den Süden Japans nach Fukuoka verlegt.
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15:42 Uhr: Mindestens 100.000 Kinder haben nach Schätzung der Hilfsorganisation Save the Children ihr Zuhause verloren. Die Kinderrechtsorganisation hat nun zusätzliche Helfer in das Katastrophengebiet entsandt, um dort mit lokalen Kräften Schutzräume aufzubauen.
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15:09 Uhr: Im Kernkraftwerk Fukushima 1 kann das Aufbewahrungsbecken für die verbrauchten Brennstäbe im Reaktor 4 nicht mehr mit Wasser gefüllt werden. Das habe die Betreiberfirmer Tepco mitgeteilt, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstagabend. Eine weitere Eskalation der Situation drohe.
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14:40 Uhr: Die offizielle vorläufige Zahl der ums Leben gekommenen Menschen ist auf 3.373 gestiegen. 6.746 Menschen würden vermisst, erklärte die Polizei. Weitere 1.897 Menschen wurden verletzt. Nach Polizeiangaben wurden mehr als 55.380 Häuser zerstört oder beschädigt, mehr als 3.000 weitere Häuser wurden überschwemmt, und rund 130 Häuser brannten durch die Katastrophe ab. Durch die Überschwemmungen ereigneten sich 68 Erdrutsche.
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14:30 Uhr: Ein Nachbeben der Stärke 6 erschüttert den Südwesten von Tokio. Das Epizentrum liegt in Shitsuoka.
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14:28 Uhr: Experten geben in den japanischen Medien Tipps für den Fall einer radioaktiven Verstrahlung. Der Fernsehsender NHK riet seinen Zuschauern in gefährdeten Gebieten, möglichst in geschlossenen Räumen zu bleiben. Wer hinaus müsse, solle seine Haut bedecken und durch einen feuchten Lappen atmen. Fachleute warnten davor, Wasser aus der Leitung zu trinken, da ein hohes Strahlungsrisiko bestehe. Gegen verstrahlte Partikel könne Schutzkleidung helfen, wie etwa wasserdichte Regensachen. Damit ließen sich die Strahlen zwar nicht abwehren, aber so werde zumindest verhindert, dass sich verseuchte Partikel auf der Haut absetzen. Auch häufiges Händewaschen helfe.
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13:54 Uhr: Als Reaktion auf die massiven Reaktorausfälle weiten Japans Energieversorger die Stromsperren auf den Nordosten des Landes aus. Ab Mittwoch werde in der Region die Versorgung mit Elektrizität eingeschränkt, teilte das Unternehmen Tepco am Dienstag nach Angaben der Agentur Kyodo mit. Zuvor waren bereits Einschränkungen für den Großraum Tokio angeordnet worden. Die Rationierungen sollen im Osten Japans mindestens bis Ende April andauern. Für den Nordosten des Landes müsse mit noch längeren Einschränkungen gerechnet werden
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13:18 Uhr: Die Strahlung im japanischen Kernkraftwerk in Fukushima ist weiter gestiegen. Die gemessenen Werte seien so hoch, dass das Personal nicht weiter in den Kontrollräumen des Reaktors bleiben könne, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.
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13.15 Uhr: Aufgrund der nicht einschätzbaren Lage nach den Zwischenfällen im Atomkraftwerk Fukushima wird die österreichische Botschaft in Japan von Tokio nach Osaka verlegt. "Die logistische Unterstützung bleibt aber in gleicher Form aufrecht", sagte Außenamtssprecher Peter Launsky-Tieffenthal am Dienstag. Bereits vor einigen Tagen sei in dem dort befindlichen Konsulat ein "zweites Standbein" aufgebaut worden.
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12:50 Uhr: Französische Atombehörde bewertet Explosion in Fukushima als schweren Unfall der Stufe 6: Der Unfall in dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat nach Einschätzung aus Frankreich die zweithöchste Stufe in der Internationalen Bewertungsskala (INES). Das Geschehen sei mit Stufe 6 von 7 zu bewerten, teilte der Präsident der Französischen Atomsicherheitsbehörde (ASN), Andre-Claude Lacoste, am Dienstag in Paris mit. Die Katastrophe von Tschernobyl hatte die Stufe 7 auf der INES-Skala.
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12:45 Uhr: Die Nacht auf Mittwoch ist in Japan bereits angebrochen. Im Nordosten sanken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt. Viele Notunterkünfte haben noch keinen Strom.
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12:42 Uhr: Nach Schätzung der Hilfsorganisation Save the Children haben mindestens 100.000 Kinder in Japan ihr Zuhause verloren.
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12:04 Uhr: Die UN-Wetterbehörde meldet nun, dass der Wind die Radioaktivität aufs Meer bläst. Die radioaktiven Partikel im Umkreis des japanischen Atomkraftwerkes Fukushima werden im Moment vom Wind auf das Meer hinausgeblasen. Die Wetterbehörde der Vereinten Nationen teilte am Dienstag in Genf mit, die Radioaktivität werde von Japan weggeweht und es gebe weder für Japan noch benachbarte Länder "Auswirkungen".
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11:55 Uhr: Hintergrundwissen: Die Strahlung ist immer und überall
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11:52 Uhr: Merkel: Sieben deutsche AKW werden vom Netz genommen
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11:50 Uhr: Bereits mehr als 530.000 Menschen in Japan sind entweder obdachlos geworden oder mussten ihre Häuser vorübergehend verlassen. Sie sind in rund 2.500 Notunterkünften im Katastrophengebiet untergebracht. Die Priorität des Japanischen Roten Kreuzes liegt jetzt bei der Versorgung dieser Menschen. "Besonders wichtig ist einerseits die medizinische Versorgung, andererseits die psychosoziale Betreuung", sagt Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes.
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11:43 Uhr: Lufthansa fliegt Tokio vorerst nicht mehr an: Die zwei Flüge, die am Dienstag planmäßig aus München und Frankfurt starten, würden stattdessen die japanischen Städte Osaka und Nagoya südwestlich von Tokio ansteuern, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Zudem gebe es zwei weitere planmäßig Flüge nach Osaka und Nagoya.
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11:35 Uhr: Österreichische Botschaft in Tokio: Die Botschaft in Tokio hat damit begonnen, an Österreicher, die das wünschen, Jod-Tabletten auszugeben. Diese seien allerdings nur zur "Grundversorgung" gedacht. Der österreichischen Botschafterin in Tokio, Jutta Stefan-Bastl, ist es freigestellt, mit ihren Mitarbeitern den Großraum Tokio zu verlassen, wenn sie es für nötig hält.
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11:33 Uhr: Weitere Informationen aus dem österreichischen Außenministerium: "Die Situation nach den Zwischenfällen in dem Atomkraftwerk Fukushima ist nicht abschätzbar", sagte Außenamts-Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal am Dienstag. Die Betroffenen sollten aber bedenken, dass im Fall einer Verschlimmerung der Strahlungslage etwaige Ausreisemöglichkeiten nicht länger zur Verfügung stehen könnten.
Zwischen 300 und 500 Österreicher waren zum Zeitpunkt des Erdbebens in Japan. "Es gibt weiterhin keinen Hinweis darauf, dass von ihnen jemand physisch zu Schaden gekommen ist", sagte Launsky-Tieffenthal. 150 Ausreisewillige dürften das Land inzwischen wieder verlassen.
Die verbleibenden Österreicher - darunter vor allem Personen, die ihren beruflichen und familiären Schwerpunkt in dem Land haben - sollten zumindest den Großraum um die Hauptstadt meiden. Am Dienstag flog die AUA um 11.45 Uhr (Ortszeit) in Tokio noch einmal nach Wien, wo sie um 18.40 Uhr erwartet wurde.
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11:17 Uhr: Wetterprognose für Tokio: Radioaktive Partikel in der Luft bewegen sich derzeit
auf Tokio und das südliche Japan zu. Laut der aktuellen Prognose der
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) treibt Nordwind
eine mögliche Strahlungswolke vom AKW Fukushima derzeit aufs Land und
nicht mehr aufs Meer hinaus. In den nächsten Stunden soll im
Krisengebiet zudem Regen einsetzen, wodurch radioaktive Stoffe in
Bodennähe gelangen und dort festgesetzt werden können. "In
Niederschlagsgebieten könnte es zu erhöhter Strahlung am Boden
kommen", erklärte ZAMG-Meteorologe Gerhard Wotawa.
Der erwartete Regen soll laut Vorhersage nicht stark sein, aber
schon dauerhaft anhalten. Genaue Prognosen seien in dem betroffenen
Gebiet schwierig. In den Nachtstunden - gegen 21.00 Uhr MEZ, in Japan
ist es dann 5.00 Uhr - besteht die Chance, dass der Wind wieder
zurückdreht, der Einfluss auf Tokio geringer wird und Radioaktivität
wieder Richtung Pazifik transportiert wird.
Ein Eintreffen unverdünnter Luftmassen aus Japan in Europa und
Österreich schließt die ZAMG weiterhin aus. Für ihre Berechnungen
gingen die Meteorologen von einer kontinuierlichen Freisetzung
radioaktiver Stoffe in Bodennähe (null bis 30 Meter) aus. Das
entspricht emissionstechnisch einer teilweisen Kernschmelze mit
intakter Reaktorhülle.
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11:10 Uhr: Hintergrund: Kollegin Sterkl erklärt den Unterschied zwischen GAU und Super-GAU.