Fadenförmige Struktur im Roten Fleck des Jupiter entdeckt

Ansichtssache18. Oktober 2015, 21:42
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foto: nasa, esa, a. simon (gsfc), m. wong (uc berkeley), and g. orton (jpl-caltech)

Fadenförmige Struktur im Großen Roten Fleck des Jupiter

Jupiter ist der König unseres Sonnensystems: Kein Planet ist größer – er ist zweieinhalb Mal so massereich wie alle anderen Planeten zusammen genommen – und seine bunte, stürmische Atmosphäre macht den Gasriesen wohl auch zum schönsten Planeten zwischen Merkur und Neptun. US-Astronomen haben mit dem Weltraumteleskop Hubble nun eine Art Bestandsaufnahme der Jupiteroberfläche gemacht und dabei umfassende Veränderungen in den Wolkenstrukturen beobachtet: Der ovale Große Rote Fleck, größter und stabilster Wirbelsturm des Sonnensystems, schrumpft weiter und nähert sich der Kreisform. Seit dem Vorjahr ist er um 240 Kilometer kleiner geworden. Immerhin scheint der Trend sich zu verlangsamen, denn im Jahr davor war der Fleck um beinahe 1.000 Kilometer geschrumpft.

Fasziniert sind die Astronomen auch von einem markanten Wolkenband, das zuletzt mithilfe der Voyager 2-Sonde beobachtet werden konnten und dann plötzlich verschwunden war. Nun scheint es nach mehreren Jahrzehnten wieder aufgetaucht zu sein. Die meisten Fragen allerdings wirft ein mysteriöser Wolkenfaden im Zentrum des Großen Roten Flecks auf. Das Filament zieht sich beinahe durch die gesamte Länge des Sturmwirbels und scheint in ständiger Bewegung. Warum das Phänomen diese charakteristische Fadenform angenommen hat, bleibt vorerst unklar.

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