Snowden statt Prism: Vielen Journalisten fehlen Wissen und Interesse

Analyse | Iwona Wisniewska
27. Juni 2013, 11:51
  • Die Zeit schreibt über Snowdens "geheimes Leben" - ein Beispiel aktueller Berichterstattung
 
    foto: derstandard.at/wisniewska

    Die Zeit schreibt über Snowdens "geheimes Leben" - ein Beispiel aktueller Berichterstattung

     

Es braucht Zeit, aber vor allem Interesse an der Aufklärung der US-Bespitzelung

"Würden Sie diesen Mann verstecken?", titelt die deutsche Wochenzeitung "Zeit" vom Donnerstag und porträtiert Edward Snowden. "Sein geheimes Leben", heißt es auf Seite 3. Das Interesse am Enthüller des NSA-Überwachungsskandals ist groß - weltweit. Verständlich, denn für viele klingt das Szenario, in das sich Snowden manövriert hat, wie ein spannender Agentenfilm.

Held und Verräter gleichzeitig

Die Verlagerung der Diskussion könnte aber gefährlich werden. Aus dem Enthüller wird ein Held und ein Verräter. Der junge Mann, der sich eigenen Angaben zufolge aus moralischen Gründen und persönlicher Einstellung heraus mit der US-Regierung angelegt hat, wird aktuell vor der gesamten Weltöffentlichkeit zerrissen - im wahrsten Sinne. Auch der "Guardian"-Journalist Glenn Greenwald hat sich mit seiner Recherche zu Prism auf glattes Eis begeben.

In der Vergangenheit wühlen

Greenwald berichtet beispielsweise, dass er von Journalisten der "New York Times" bereits zu seiner Vergangenheit befragt wurde. Man wühlt in der Vergangeheit der Betroffenen, bis man etwas findet. Der Journalist ist selbstbewusst genug, darüber zu sprechen: zwei Rechtsstreits, die mehrere Jahre zurückliegen, und ein Kredit in Studentenjahren. Nichts Ungewöhnliches für einen Juristen, aber offenbar von großem Interesse für viele Medien.

Motivationsforschung

Über Snowden werden Porträts verfasst, die seine intimsten Lebensaspekte hervorholen. Der Boulevard schreibt über seine "hübsche Frau, die er zurückließ", die anderen stürzen sich auf angebliche Reddit-Accounts und Foren, die er besucht haben soll. In all der Aufregung fragen sich alle: "Was hat den Mann bewogen, diesen Schritt zu tun?" Diese Frage beantwortet Snowden selbst und gibt an, dass er nicht in einer verlogenen Welt leben wolle. Ob er tatsächlich aus freien Stücken seine Identität preisgegeben hat oder die NSA ihm ohnehin bereits auf der Spur war, bleibt offen.

Ein Hoax und die richtige Frage

In einem Hoax, der Mittwochnachmittag an die Öffentlichkeit ging, wurde Snowden ein Aufenthalt in Wien herbeigedichtet. Der Artikel befindet sich zwar auf einer Satireseite, im Innenministerium läutete das Telefon dennoch Sturm. Das Interesse ist groß, doch geht es in eine merkwürdige Richtung. Nicht das "Warum hat er enthüllt?" sollte von Bedeutung sein, sondern das "Was hat er enthüllt?".

Dem interessierten Leser reicht das nicht

Auch derStandard.at hat bereits zahlreiche Berichte über Snowdens Aufenthaltsort und die Auslieferungsverhandlungen geschrieben. Es wäre fahrlässig, diese Details auszulassen, denn auch der Umgang mit Whistleblowern ist ein wichtiges, brandaktuelles und politisches Thema. Neben den ohnehin bekannten Details versucht man trotzdem den Datenskandal zu beleuchten - auch auf nationaler Ebene. Politiker werden gedrängt, Anfragen zu stellen, Experten interviewt, technische Details analysiert. Dem interessierten Leser reicht das oftmals aber nicht. Er möchte nicht nur wissen, was Obama und Putin über Snowden denken. Die LeserInnen möchten erfahren, was mit ihren Daten geschieht und was die österreichische Politik dagegen machen möchte.

Es fehlt an Wissen und Interesse

Wolfgang Blau vom "Guardian" schreibt in seinem Facebook-Profil, dass es vielen Journalisten an technischem Wissen fehle, um sich mit dem Datenskandal zu beschäftigen. Das mag zwar bei vielen stimmen, doch die Journalisten in den Tech-Abteilungen fast aller Medien sind technisch bewandert und haben zum Teil sogar Ausbildungen in technischen Gebieten genossen. Was hier fehlt, ist aber das Interesse. Das "Neuland" Internet ist für viele so undurchsichtig und intransparent, dass es zu Resignation und Überforderung führt. Wie soll man Herr der Dinge werden, die einem unverständlich sind?

Verschmelzung von Technik und Politik

Die Verschmelzung des Technischen mit dem Politischen ist auch im Journalismus eine relativ neue Ära. Netzpolitik ist zwar Politik, doch sobald es um Konsequenzen diplomatischer Beziehungen aufgrund des Datenskandals geht oder die bloße Aufklärung gefordert wird, fühlen sich Tech-Journalisten nicht mehr zuständig. Den Politik-Redakteuren fehlt das technische Wissen und vor allem das Interesse. Darum konzentrieren sich viele eher auf den "Agententhriller" um Snowden. Dies ist nicht neu und kann zudem einfacher bewerkstelligt werden.

Es wird noch lange Thema bleiben

Es ist schwierig, all die Flut an Informationen und Falschinformationen zu filtern. Es ist schwierig, Antworten von Politikern zu bekommen - wie der WebStandard aus eigener Erfahrung weiß -, und es ist noch schwieriger zu begreifen, welche Konsequenzen das für den Einzelnen hat. Für die Technologie, die Innovation, die digitale Kultur. Das Internet, wie wir es kennen, wurde mit einem Schlag all seiner scheinbaren Freiheit beraubt.

Die Medien - und das sind auch wir - müssen sich stärker um die Konsequenzen kümmern und dürfen das Thema nicht ruhen lassen. Die Aufdeckung des Skandals ist erst wenige Wochen her. Für tiefgreifende Analysen braucht es Zeit und Interesse. Das Thema muss (netz-)politisch, technisch und juristisch aufgearbeitet werden. Die Mühe und die Zeit, die Medien in diese Recherchen stecken, und die politischen Hintergründe, die sich erst ergeben werden, sollen und müssen auch uns noch lange Zeit beschäftigen. (Iwona Wisniewska, derStandard.at, 27.6.2013)

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medien ..

das grundübel ... bezahlt von .. privaten investoren .. und die staatlichen medien wie orf und co.? ein witz .. im wahrsten sinne des wortes .. zu mehr als ein paar lahmen witzen und einen snowden im kika ausrufen lassen hat es im ö3 zum beispiel nicht gereicht ..

die tragweite einer langjährigen überwachung und analyse von benutzerInnendaten dürfte der absoluten mehrheit der politikerInnen, journalistInnen und bevölkerung nicht bewusst sein .. aber wie auch, wenn es nicht einmal fürs durchschauen des eigentlichen zwecks von kundenkarten usw. reicht?

die gesellschaft scheitert an der technologie .. der mensch hat die technologie erfunden und kann sich nicht an die selbst geschaffene umgebung anpassen .. diagnose - zu wenig bildung ..

nice

vom Standard so einen Artikel zu Veröffentlichen! Gut geschrieben.

Das liegt aber auch ein bisschen daran, dass man sich mit der Überwachung und dem Thema dahinter umfassend auseinandersetzen muss, um was darüber zu schreiben, während man die Texte der Hobbypsychologen fix fertig vorgesetzt bekommt.

guten morgen ..

aber jeweils aktuelle texte und berichte zu überwachung, wunschlisten und praxis von geheimdiensten und regierungen usw. usw. gibt es schon seit jahrzehnten ..

nur will die kein mensch wahrhaben .. sowas verkauft sich auch recht schlecht ..

meine diagnose - es fehlt an allgemeinbildung und verständnis für unsere gesellschaft. wie alles um uns herum funktioniert .. für durchschnittsbürgerInnen ändert sich ja nichts und sie glauben alles unter kontrolle bzw. im griff zu haben, dabei merken sie gar nicht, wie sehr sie bereits manipuliert werden und wie hilflos sie sind. aber wer will sich so etwas schon eingestehen, da lebt sich die lebenslüge leichter ..

wer wenig weiß, hat wenig sorgen ..

APA&Reuters

sei dank!
Zentrale Medien Steuerung... woooooohoooo

die frage nach dem warum einer mutigen tat dominiert, weil dem informellen

krebs kontrolle über inhalte wesentlich wichtiger ist, als d inhalte selber.
informell, weil weitab d demokratie, in form von "bestellungen" von geheimdienstchefs u regierungsberatern, u vergaben an besondere konzerne, ein vorgang der mehr durch machtdynastien beeinflusst scheint, als durch d offiziellen staat oder wirtsch. vernunft.

es gibt ein sehr offensichtliches engineering d öffentlichen denkschemas, man will unbedingt in die köpfe aller menschen hinein kriechen. und nebenei - die etablierte religion spielt hier eine infame rolle.

man muss nur unerbittlich u unstoppbar nach d handelnden subjekt fragen. mit wem haben wir es zu tun, wer zeigt denn überhaupt sein gesicht, u ist nicht ganz stark von anderen abhängig die man nicht kennt?

das technische war doch schon immer mit dem politischen verschmolzen.

nur durchschauen sollte das niemand. ein paar oberpriester des pharao konnten eine sonnenfinsternis berechnen. sie machten einen planmässigen schock-event daraus. extremer machtgewinn..
dieses kastenwesen der arbeitsteilung hat schon auch sehr die bedeutung "das geht dich nichts an, und pass nur auf!"

man ahnt ein spitze eines eisbergs bei den sakrosankten "rettungsschirm-gouvernören".

"das netz"
http://www.t-h-e-n-e-t.com/start_flash.htm
auf youtube unter dammbeck
das kunstwerk des filmers besteht darin, sichtbar zu machen, was vermieden wird.
es gibt antworten, die alle interviewten verweigern. das thema wird zu 100% einem terroristen umgehängt, obwohl es für uns alle enorm wichtig ist.
doch hier ist die frage nach dem warum komplexer.

naja - religion und "zaubertricks"/physik/chemie ..

prinzipiell stimmt es, obwohl ich auch vermute, dass diese priester auch nicht genau wussten wie oder warum etwas so war .. sie konnten es reproduzieren und berechnen .. und noch immer das "göttliche" darin sehen ..

da gab es mal eine nette dokumentation über das alte testament, bei dem ein altar mit steinen und holz mit wasser übergossen wurde und dann trotzdem durch gottes will zu brennen begonnen hat. war alles machbar mit gelöschtem kalk und nafta .. alles substanzen die damals schon bekannt und verfügbar waren .. nur die kombination machte es aus, sozusagen ein "zaubertrick" für jemanden, der damit umzugehen wusste. natürlich kann sich der prophet, der das gemacht hat, noch immer als "werkzeug gottes" gesehen haben ..

(bitte auf keinen fall abschrecken lassen von dem nerd-getue im dammbeck film, das als künstlerisches element getarnt wird. es geht genau um das. kontrolle und technologie sind eins, in den augen derer, die WIR kontrollieren sollten.)

prism

ich lese derstandard/web gerne aber seit dem "das prism skandal" "bekant" ist nicht mehr.

Der Witz an der Sache ist, das die ganze Story eigentlich alt ist... Kann sich denn niemand mehr an "Echelon" erinnern?
Der einzige Unterschied zu damals... dieses Mal haben wir ein Gesicht ; )

DARPA?

Und all die anderen sind schon wida vergessen...

oder das hier http://www.youtube.com/watch?v=MhpmDyXvjG4

naja, qualitiativ ist das schon ein riesenunterschied. damals gab es weder die internet-angebote von heute, noch die technischen möglichkeiten zur überwachung. das problem fängt erst jetzt an, für den normalbürger potenziell brisant zu werden.

Danke, Snowden!

Du bist jetzt schon die Persönlichkeit des Jahres.

An alle, die mit der neuen Social Media-Mode nichts anfangen können und das mit Überwachung gleichsetzen: Facebook ist nicht staatliche Überwachung.

Politische Meinung öffentlich äußern, dass sie jeder erfahren kann, wenn er will: Recht eines jeden Bürgers in einer Demokratie.
Öffentlich zugängliche politische Äußerungen der Bürger staatlich protokollieren und ins STASI-Archiv aufnehmen: DDR.

Dinge, die Traditionell zur Privatsphäre gehören freiwillig über Facebook in die Welt posaunen: Darf auch jeder.
Öffentlich zugängliche Äußerungen der Bürger auf Facebook staatlich protokollieren und ins STASI-Archiv aufnehmen: DDR.

Wer jetzt im Zusammenhang mit PRISM beklagt, dass die Jugend zuviel auf Facebook postet, klingt für mich wie jemand, der in einer Diktatur beklagt, dass die Menschen am Stammtisch sich politisch äußern (und sich dann nicht wundern brauchen, wenn die STASI das hört).

sie produzieren hochgradigen nonsens ..

sie vergleichen die karteiarchive der stasi mit prism?

sie haben wirklich 0 schimmer ..

abgesehen davon, ihr vergleich hinkt! sozial-media sind für das soziale netzwerk da, in dem sich mensch bewegt und nicht für eine kontrollbehörde! und nur weil etwas öffentlich ist, bedeutet es nicht, dass es von jedem nach belieben verwendet werden kann!
nicht umsonst gibt es datenschutzgesetze und vorgaben für datensammlungen und datenbanken!

und selbst wenn sie das private nach außen gekehrte in ddr-vergleiche zwängen, die analyse- und auswertungsmöglichkeiten sind ganz andere .. hier liegen welten dazwischen .. in geschwindigkeit, präzision und umfang der persönlichkeitsprofile und umgebungsanalysen .. und beeinflussungsmöglichkeiten ..

Ich kann Ihnen nicht ganz folgen.

Natürlich vergleiche ich PRISM mit den den Karteiarchiven der Stasi. Wieso soll ich deswegen "0 schimmer" haben?

Social Media sind nicht für die Kontrollbehörde da "und nur weil etwas öffentlich ist, bedeutet es nicht, dass es von jedem nach belieben verwendet werden kann"? Genau das habe ich doch auch gesagt??

"und selbst wenn sie das private nach außen gekehrte in ddr-vergleiche zwängen" - hab ich doch nicht getan! Ich hab das PRISM-mäßige Auswerten davon mit DDR-Zuständen verglichen, und das "Privates nach aussen kehren" eher mit politischer Meinungsäußerung verglichen.

"geschwindigkeit, präzision und umfang " des PRISM-Systems hab ich nie bezweifelt.

Weiss also nicht, was Ihr Problem ist, wieso ich angeblich "0 schimmer" habe.

...bzgl. vieler Posts hier

Da zerstört sich ein 30-Jähriger, der auf Hawai lebt, 200.000 $/Jahr verdient, eine sehr hübsche Freundin hat sein ganzes Leben, aus moralischen und gesellschaftspolitischen Gründen...

...und einigen fällt dazu nur ein, dass eh jeder ihre E-mails usw. lesen darf.

"Die größte Angst die ich habe ist, dass sich selbst nach diesen Veröffentlichungen in den USA nichts ändern wird." Ed Snowden, Juni 2013

http://www.youtube.com/watch?v=ndqQ3LWZ084

Und er dürfte traurigerweise damit Recht behalten.
Was ist nur los mit unserer Gesellschaft? Ich nehm mich da nicht aus.

ein schritt in die richtige richtung wäre .. sich von den usa zu lösen - kulturell, gesellschaftlich und wirtschaftlich ..

wenn sich europa wieder als eigenständige gesellschaft sehen würde, die sich keinen gesellschaftlichen normen einer zerbröckelnden supermacht unterwerfen muss ..

europa muss wieder einen eigenen gemeinsamen weg suchen, finden und gehen .. den "richtigen" weg .. in dem wieder menschen und die gesellschaft mehr zählen als egoismus ..

das konzept der vereinigten staaten basiert auf dem prinzip eines raubtierkäfiges, in dem alle um ihre positionen kämpfen müssen, in dem es hierarchien der macht gibt .. in dem dauernd etwas passiert aber eigentlich doch nichts ..
aber wir müssen weg von wettbewerb und ausbeutung hin zu kooperation und nachhaltigkeit .. zum wohle unserer gesellschaft und dem überleben der menschheit ..

was mit uns los ist?

... es geht uns zu gut.

Eigensinn und Gier, die beiden kapitalistischen Größen, haben uns im Griff.

Noch viel fester als ohnehin angenommen.

Du kannst für DICH

daraus entkommen. Andere dazu zu bewegen ist Sinnlos. Einfach selber den ersten Schritt machen!
Stiftungen wie TRIAS haben es vor gemacht.
ALLMENDE sind Stichwörter die uns helfen!
Der Weltagrarbericht hilft uns mit Fakten!

Wir sind "noch" nicht verloren. Viel fehlt aber nicht mehr....

der Hut brennt würde man sagen.

Ich stimme mit der Conclusio des ansonsten sehr guten Kommentars nicht

100% überein. Ich denke, dass politische Kommentatoren z.B. auch bei Berichterstattung über Kriege nicht wirklich die Militärtaktikspezialisten sein müssen - und z.B. in Diskussionsrunden im TV werden dann die unterschiedlichen Leute eingeladen, damit man das Bild sowohl von der (militär)technischen Seite ,aber auch politischen Seite betrachten kann. Daher wäre meine Frage, wie weit solchen Themen z.B. beim Standard über die Ressorts hinweg diskutiert werden? Weil zu sagen, den anderen Journalisten fehlt das Wissen ist fein - nur kann ein Kollege aus der Politik halt nicht Spezialist f. eigentlich eh alles sein, oder?

die spartentrennung

ist auch eine machttechnologie.

denn wer fächerübergreifend sieht und denkt, der macht der herrschaft die stärkste konkurrenz, denn sie hat natürlich konsulenten aus allen fächern.

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