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Im April tritt in Österreich die umstrittene Vorratsdatenspeicherung in Kraft. Sämtliche Kommunikationsvorgänge via Telefon und Handy, E-Mail und Internet müssen dann für sechs Monate gespeichert werden.
vergrößern 590x488Im April tritt in Österreich die umstrittene Vorratsdatenspeicherung in Kraft. Ab dann müssen sämtliche Kommunikationsvorgänge via Telefon und Handy, E-Mail und Internet für sechs Monate gespeichert werden. Die zugrunde liegende EU-Richtlinie wurde bereits 2006 verabschiedet, die Initiatoren versprechen sich eine verbesserte Terrorismus-Bekämpfung. Eine Studie des Max-Planck-Instituts hat nun jedoch ergeben, dass die Vorratsdatenspeicherung bislang nicht zu einer höheren Aufklärungsquote bei Straftaten geführt hat, berichtet die "Zeit".
Ende der Unschuldsvermutung
Durch die Speicherung aller Kommunikationsdaten gelte laut den Kritikern jeder Bürger als potenziell verdächtig. Gegner befürchten, dass dadurch de facto die Unschuldsvermutung abgeschafft wird und sich umfangreiche Profile über das Verhalten Bürger erstellen lassen. Die Studie des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht untermauert nun die Argumente der Kritiker.
Aufklärungsquoten analysiert
Die Forscher haben für die Studie unter anderem die Aufklärungsquoten von Straftaten zwischen 1987 und 2010 in jenen Ländern analysiert, in denen die Vorratsdatenspeicherung vorübergehend in Kraft getreten war, sowie zum Vergleich in Ländern ohne Speicherung der Daten. In Deutschland war die Richtlinie 2008 in Kraft getreten, 2010 vom Bundesverfassungsgericht jedoch für grundgesetzwidrig erklärt worden.
Momentaufnahme
Dabei habe man nicht nachweisen können, dass die anlasslose Speicherung der Daten "sichtbare Unterschiede in der Sicherheitslage" gebracht habe. Allerdings handle es sich nur um eine Momentaufnahme, gekennzeichnet durch "eine noch sehr unsichere statistische Datengrundlage (und) das Fehlen systematischer empirischer Untersuchungen", heißt es in der Studie.
"Essenzielle Bedeutung für die Strafverfolgung"
Die Befürworter der anlasslosen Speicherung aller Kommunikationsdaten behaupten, dass diese "von essenzieller Bedeutung für die Strafverfolgung" sei und andernfalls die Sicherheit der Bürger gefährdet würde. Das werde von der Studie, die der Chaos Computer Club veröffentlicht hat, widerlegt.
Bürgerinitiativen und Protestaktionen
Kritik an der Richtlinie kommt von mehreren Seiten. So war die Umsetzung in mehreren Ländern von den Höchstgerichten gekippt worden. In Österreich hat der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) die Bürgerinitiative "Stoppt die Vorratsdatenspeicherung!" gestartet und dazu in einer Online-Petition bislang mehr als 41.000 Unterschriften gesammelt. Auch die Online-Aktivisten Anonymous haben Protestaktionen angekündigt.
Die Ergebnisse der 2010 vom deutschen Justizministerium in Auftrag gegeben Untersuchung des Max-Planck-Instituts sollen am Freitag der EU-Kommission übergeben werden.
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Nur abwarten, wenn es politisch hier so richtig abgeht!
Da werden sie Vorgeladen und zur Demo befragt, an der sie waren.... Da wird ihnen vorgerechnet, wieviel sie an Bargeld so ausgegeben haben... Wohin sie hingereist sind, dass man sie dabei 267 mal gefilmt und per Gesichtserkennung definitiv erkannt hat.
Es kommt immer auf die Perspektive an.
Unsere von einer Handvoll Manipulierern bezahlten Politikdarstellern haben sehr wohl einen Vorteil davon. Wenn es hart auf hart geht - und das steht uns wohl noch bevor, dann bietet die Möglichkeit jeden einzelnen Bürger zu überwachen einen entscheidenden Vorteil. So können die "Systemgegner" rasch und nachhaltig entfernt werden.
Man stelle sich bitte vor, wie unsere Welt aussehen würde, hätte ein gewisser Herr aus Braunau vor ein paar Jahrzehnten derartige Möglichkeiten gehabt....
Liebe Postergemeinde: dieses Thema ist sehr ernst, denn wir wissen tatsächlich nicht, von wem wir Heute, Morgen oder in ein paar Jahren "regiert" werden!
Nicht Aufklärung, Bespitzelung ist das erklärte Ziel.
Hier wird ein Prozess in Gang gesetzt der
a.) unumkehrbar ist
b.) Eine Radikalisierung der Gesellschaft z.Folge hat.
Kriminalität wird immer professioneller, Dem mit einer Vorratsdatenspeicherung entgegentreten zu wollen ist potemkinsches Dorf. Aber ich denke das dieser Umstand der befasste Behörde unisono bewusst ist.
Die ganze Vorratsdatenspeicherung erinnert sehr stark an die Stasi. Nur ist es jetzt um einiges einfacher und perfekter. Jetzt braucht man nur noch die Daten mitspeichern, eine entsprechende Berechnung drüberlaufen lassen und man bekommt sofort jegliche (!) Information, die man haben will.
Das was soziale Netzwerke mitspeichern ist dagegen ein beinahe schon verschwindend geringer Teil.
-> http://flic.kr/p/bmL5mM
wie Bewegungsprofile, Nutzerdaten und so weiter von Otto-Normalbürgern Verbrechen aufklären sollen, solange man sich in jedem Hofer völlig anonym, nicht rückverfolgbare Wertkartenhandys kaufen kann (proxies etc. wurden von anderen usern auch schon erwähnt).
Sprich man kommt damit eh nur den ganz ganz Dummen auf die Schliche, und die, so viel traue ich unserer Polizei schon zu, erwischt man auch ohne VDS.
Das Einzige wofür diese Daten wirklich was taugen ist Datenmissbrauch, oder übersehe ich da etwas?
der besuch unseres blogs zum thema online media marketing ist sicher nicht nutzlos ;)
http://imb.donau-uni.ac.at/online-ma... uni-krems/
ps: es handelt sich hierbei um ein projekt von studenten des omm online media marketing lehrgangs der donau-uni krems. thx 4 support =)
Pro:
-) Die Vorratsdatenspeicherung könnte bei Ermittlungsverfahren tatsächlich von Nutzen sein.
Contra:
-) Dadurch wird es aber notwendig einem jedem Bürger in die Privatsphäre einzudringen
-) Das könnte als Präzedenzfall für zukünftig weiterreichende Überwachungen aller Bürger dienen, da die Unschuldsvermutung außer Kraft gesetzt wird
-) Das Risiko des Missbrauchs solcher Daten ist hoch, bspw. durch einen eifersüchtiger Beamten der die Kommunikationsmuster seiner Frau überwacht
-) Es kostet Geld
Ich kann mir kein realistisches Szenario vorstellen, in dem das Pro-Argument die Contra-Argumente aufwägen würde. Also kommt von mir ein ganz unvoreingenommenes, klares "Nein" zur Vorratsdatenspeicherung.
Ihr Knusperkönig
wenn man bedenkt welche Möglichkeiten Kriminelle haben der VDS zu "entkommen".
Es ist nicht unrealistisch, dass Kriminelle ein Botnet betreiben, Proxies im (nicht-VDS) Ausland mieten, zusätzlich zu ihren illegalen Aktivitäten auf gleicher Adresse noch legitime Dienste betreiben. Alles Dinge die eine VDS unterwandert. Ich vermute, das ganze ist unter kriminellen heute schon Usus und war es zu Zeiten in denen die Richtlinie entstanden ist. Die Politiker in Brüssel verschwenden ihre Zeit und unser Geld einfach nur mal so zum Spass.
klares Nein zu VDS :)
Treffpunkte am 28. Jänner 2012
WIEN
ca. 13:30 Uhr vorm Stephansdom
GRAZ
ca. 11 Uhr Ecke Hamerlinggasse/Opernring bzw. Rosariumbrunnen
SALZBURG
ca. 11 Uhr vorm Festspielhaus
LINZ
ca. 13 Uhr am Hauptbahnhof
KLAGENFURT
ca. 13 Uhr am Hauptplatz beim Lindwurm
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http://anonymous-austria.com/paperstor... ?page=news
wir brauchen UNBEDINGT mehr gesetze zur schaffung von sicherheit ! wie in den USA ! das ist wichtig !! sehen sie denn nicht, dass es überall nur so von terroristen wimmelt ??? ;) nur ein starker staat kann uns vor DEM BÖSEN schützen !!
http://kopp-online.com/hintergru... sa-ve.html
Unter dem nachfolgenden Link kann man die Online-Petition von AVAAZ gegen die endgültige Umsetzung von ACTA unterzeichnen:
https://secure.avaaz.org/en/eu_sav... ?slideshow
Zur Zeit gibt es bereits über 730.000 Unterzeichner ...
VDS und ACTA gemeinsam ergeben nämlich ein geradezu unheimliches Instrumentarium zu totalen Überwachung der Aktivitäten des Einzelnen - die zur Beschwichtigung gerne vorgebrachte Ansicht, dass die durch die VDS generierte Datenmenge gar nicht ausgewertet werden kann muss m.M. nach erst belegt werden ...
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