Fruchtig und harzig: India Pale Ale von Brau Schneider

Kolumne1. Juni 2017, 08:42
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Brau Schneider war bisher ein Gypsy-Brewer. Jetzt gibt es das Bier aus eigener Brauerei

Brau-Schneider-Biere sind in der österreichischen Szene seit einigen Jahren präsent – Vater Michael und Sohn Felix Schneider brauten sie als Gypsy-Brewers beim Erzbräu in Gaming.

Seit zwei Wochen gibt es die Biere aus eigener Brauerei – erkennbar auch am neuen Design: Der Kronkorken ist einem Knopf nachempfunden, das Muster auf dem Etikett einer Stoffstruktur – schließlich heißt man ja Schneider. Auffallend ist aber der neue Geschmack der Biere, schließlich wurde in Schiltern ein völlig neues Brauereikonzept umgesetzt, bei dem Fotovoltaik in Kombination mit einer Wärmepumpe nur das äußere Zeichen für eine neue Sudhaus-Technologie ist.

Diese ermöglicht ein besonders effizientes und schonendes Sudverfahren, was sehr milde und leicht schmeckende Biere ergibt. Das trifft insbesondere auch auf das fast blanke, dunkelgoldgelbe India Pale Ale zu, das mit einer sehr intensiven und dennoch nicht zu scharfen Bittere von 69 Bittereinheiten überzeugt: Das Aroma ist fruchtig (Mango, Grapefruit vom Cascade-Hopfen) und gleichzeitig harzig, der Trunk gerade genügend vollmundig und der Nachtrunk extrem trocken. (Conrad Seidl, RONDO, 1.6..2017)

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