UBM gründet Hotel-Tochter, erstes Projekt in Danzig

2. Juni 2016, 12:57
posten

In der polnischen Hafenstadt entsteht bis 2018 ein 4-Sterne-Hotel mit 236 Zimmern

Nach dem überraschenden Abgang des langjährigen Führungs-Duos Karl Bier und Heribert Smolé (DER STANDARD berichtete) stellt sich die börsenotierte UBM Development AG auch gesellschaftsrechtlich neu auf: Per 18. Mai wurde eine neue Tochtergesellschaft namens UBM hotels gegründet. "Diese wird nicht nur die Kompetenzen für die Entwicklung, sondern auch den Betrieb von Hotels bündeln", sagt UBM-Vorstand Martin Löcker.

Konkret ist der Abschluss langfristiger Pacht- und Managementverträge nach dem erfolgreichen Verkauf der Immobilie geplant (lease-back), wodurch eine sogenannte "Sandwich-Position" zwischen Investor und operativem Betreiber eingenommen wird. Zusätzlich will die UBMhotels auch bestehende Häuser Dritter in dieses Modell aufnehmen.

4-Sterne-Haus für Danzig

Erstes Projekt unter dem neuen UBMhotels-Geschäftsführer Rolf Hübner wird die Errichtung eines 4-Sterne-Hotels in der polnischen Hafenstadt Danzig sein. Die Bauarbeiten beginnen im Herbst, Ende 2018 soll das Haus mit 236 Zimmern fertig sein. Die Kosten für das 13.700 m² Geschoßfläche große Hotel samt eines ergänzenden Büroteils werden sich auf rund 32 Millionen Euro belaufen.

Der 5.500 Quadratmeter große Bauplatz liegt auf der Speicherinsel (Wyspa Spichrzów) im Zentrum der ehemaligen Hansestadt. Hier soll bis 2023 nach einem Konzept des Düsseldorfer Architektenbüros RKW Rhode Kellermann Wawrowsky und im Zuge einer Public Private Partnership mit der Stadt Danzig auf einer Fläche von 1,7 Hektar ein vollkommen neues Viertel aus Wohnbauten, Handelsflächen, Cafés, Restaurants und Galerien sowie dem 4–Sterne-Hotel entstehen. Die ersten Gebäude der Quartiersentwicklung werden das neue Hotel sowie ein Wohn- und Geschäftshaus sein. Mit dem neuen Hotel strebt UBM eine Zertifizierung nach Leed in Gold an. (red, 2.6.2016)

  • Die Fassade des Hotels werde sich "am historischen Erbe der Speicherinsel orientieren", heißt es vonseiten UBM. Außerdem sollen "Reste noch vorhandener historischer Baumasse elementweise in den Neubau integriert" werden.
    visualisierung: ubm/rkw

    Die Fassade des Hotels werde sich "am historischen Erbe der Speicherinsel orientieren", heißt es vonseiten UBM. Außerdem sollen "Reste noch vorhandener historischer Baumasse elementweise in den Neubau integriert" werden.

Share if you care.