Wohnbau sorgt für Umsatzplus bei Holzverarbeitern

3. April 2016, 12:00
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Experten prognostizieren stärkere Nachfrage

In der Dalston Lane im Londoner Stadtteil Hackney entsteht gerade der größte Massivholzbau der Welt: ein Wohn- und Gewerbekomplex mit bis zu zehn Stockwerken mit 121 Wohnungen und insgesamt 16.000 m² Nutzfläche. Das österreichische Unternehmen Binderholz liefert dafür 3500 m³ an Brettsperrholz.

Auch im österreichischen Wohnbau ist der Baustoff Holz angekommen. In den vergangenen 15 Jahren konnte der Holzbauanteil von 25 auf 43 Prozent, bezogen auf die Gebäudeanzahl, und immerhin auch von 14 auf 22 Prozent, bezogen auf das umbaute Volumen, gesteigert werden, berichtete der Fachverband der Holzindustrie kürzlich. Man erwartet, dass das Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser – nach wie vor das wichtigste Segment – bis 2018 zumindest moderat zulegen, und der Mehrgeschoßbau noch stärker wachsen wird.

Stärkere Nachfrage

Auch die Bank Austria prophezeit der heimischen Holzindustrie in einer aktuellen Marktanalyse eine stärkere Nachfrage, insbesondere wegen steigender Wohnbauinvestitionen in Österreich, aber auch in wichtigen europäischen Absatzmärkten.

Allen voran Deutschland, das Zielland von mehr als 30 Prozent der heimischen Holzwarenexporte ist. BA-Analyst Günter Wolf sieht aber auch ein geringes Innovationspotenzial, das "die Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Holzverarbeitung gefährdet". (red, 3.4.2016)

  • Das österreichische Unternehmen Binderholz liefert Brettsperrholz für den größten Massivholzbau der Welt in London.
    visualisierung: waugh thistleton architects

    Das österreichische Unternehmen Binderholz liefert Brettsperrholz für den größten Massivholzbau der Welt in London.

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