Windows 10: Beschwerdewelle wegen "erzwungener" Installation

16. März 2016, 08:32
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Zahlreiche Nutzer geben an, dass sich das Betriebssystem "plötzlich" installierte – Microsoft dementiert

Windows 10 mag in den Augen vieler Nutzer ein gelungenes Betriebssystem sein, das als Gratis-Upgrade für bisherige Kunden überzeugt. Doch für andere Nutzer – und Datenschützer – geht Microsoft viel zu aggressiv vor, was die Aktualisierung auf Windows 10 betrifft. So gab es bereits zahlreiche Beschwerden über erzwungene oder versteckte Updates. Momentan rollt eine neue solche Welle durch die sozialen Medien.

"Plötzlich"

Windows 10 solle sich, so die Beschwerdeführer, ohne vorherige Nachfrage automatisch installieren. Ein entsprechender Post auf Reddit hatte über 2.800 Antworten nach sich gezogen. "Ich habe gearbeitet, als sich plötzlich alle Programme geschlossen und ein Upgrade zu installieren begonnen hat", berichtet eine Nutzerin. Jemand aus der IT-Branche schreibt, dass von ihm betreute Unternehmen sich über Zwangsupdates beschweren. Arztpraxen, Hotels und Dachdecker müssten ihre Büroarbeit pausieren, weil Windows 10 für Troubles sorgt.

Microsoft: Nutzer haben Kontrolle

Microsoft dementiert gegenüber dem Guardian jedoch, dass sich das Betriebssystem automatisch und ohne Nachfrage beim Nutzer installieren würde. "Kunden haben die volle Kontrolle über ihre Geräte und können das Upgrade ablehnen", sagt ein Firmensprecher. Laut Microsoft hätten Kunden wohl ausgewählt, das neue System in der Zukunft zu installieren; woraufhin ein geeigneter Termin ausgewählt worden sei. Der könne jedoch verschoben werden. (red, 16.3.2016)

  • Windows 10 sorgt für eine Reihe an Beschwerden
    foto: reuters/stapleton

    Windows 10 sorgt für eine Reihe an Beschwerden

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