Microsoft versteckt Windows-10-Werbung in Sicherheitsupdate

11. März 2016, 09:21
146 Postings

Erneut scharfe Kritik an dem Softwarehersteller – Werbung lässt sich nicht getrennt deinstallieren

Als kostenloses Upgrade steht Windows 10 den meisten Nutzern von Windows 7 und 8 zu Verfügung. Mit diesem Schritt will Microsoft möglichst viele User auf die aktuellste Version seines Betriebssystem bringen. Das Problem dabei: Die Nutzer spielen bei all dem nicht so recht mit, bisher hat nur eine Minderheit das Angebot des Softwareherstellers angenommen. Also versucht Microsoft etwas nachzuhelfen – und greift dabei zu immer fragwürdigeren Methoden.

Sicherheit + Werbung

Nun scheint ein neuer Tiefpunkt erreicht zu sein: Mit einem aktuellen Sicherheitsupdate für den Internet Explorer 11 schmuggelt Microsoft nämlich auch zusätzliche Werbung auf Windows 7 / 8-Systeme. Laut dem zugehörigen Hilfseintrag soll Windows 10 damit nicht nur angepriesen werden, es werde auch gleich die Initiierung eines Upgrades dargeboten.

Banner

Laut einem Bericht von Infoworld soll die Werbung auch tatsächlich bereits bei einzelnen Nutzer sichtbar sein. Mit einem blauen Banner werde dabei in jedem neu geöffneten Tab des Browsers zum Upgrade auf Windows 10 geraten.

Unerfreuliche Verschränkung

Die Auslieferung dieser Werbefunktion im Rahmen einer Sicherheitsaktualisierung hat durchaus gute Gründe, und diese sind besonders problematisch. Ist es so doch dadurch nicht möglich, die Werbefunktion einzeln los zu werden. Wer diese deinstallieren will, müsste auch das Sicherheits-Update entfernen – und davon ist dringend abzuraten. Immerhin schließt das Update unter anderem eine Lücke, über die von außen Schadcode auf ein ungeschütztes System eingeschmuggelt werden könnte.

Vorgeschichte

Es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft für seine offensive Art, Windows 10 zu verbreiten, in die Kritik kommt. So sorgte etwa erst vor einigen Wochen für Aufregung, dass von den Nutzern reservierte Updates nun automatisch installiert werden. (red, 11.3.2016)

  • Windows 10: Darf es ein bissal mehr sein?
    foto: thomas mukoya / reuters

    Windows 10: Darf es ein bissal mehr sein?

Share if you care.