Nacktfotos der Lehrerin geteilt: 16-Jähriger wird angezeigt

7. März 2016, 14:39
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Nachdem er Nacktfotos auf dem Smartphone seiner Lehrerin abfotografiert und verbreitet hatte, musste sie ihren Job aufgeben.

Jenem 16-Jährigen, der Nacktfotos von dem Smartphone seiner Lehrerin gestohlen und verbreitet hatte, könnten nun ernsthafte Konsequenzen drohen. Laut TV-Sender WSPA wurde der Schüler festgenommen. Er soll nun auf Grundlage des "Computer Crime Acts" und wegen schwerem Voyeurismus angeklagt werden.

Unbeaufsichtigtes Smartphone durchsucht

Der 16-Jährige hatte in Abwesenheit seiner Lehrerin deren zurückgelassenes Smartphone durchsucht. Die im Speicher vorgefundenen Fotos fotografierte er mit seinem eigenen Smartphone und verschickte sie an andere Schüler.

Durch diesen Fall wurden zahlreiche Fragen zur Eigenverantwortung beim Schutz persönlicher Daten aufgeworfen.

Lehrerin musste Job aufgeben

Denn in erster Linie wurde Lehrerin Leigh Anne Arthur selbst kritisiert. Weil sie ihr Smartphone nicht mit einem Passwort geschützt und selbiges unbeaufsichtigt liegen gelassen hatte, wurde ihr eine Mitschuld zugesprochen. Zur Vermeidung eines Disziplinarverfahrens hatte Arthur ihren Job dann freiwillig aufgegeben.

Arthur hatte der Schule vorgeworfen, sie als das eigentliche Opfer verantwortlich zu machen. Aufgrund von Anweisungen des Schulleiters hätte sie sich im Gang aufgehalten, während sie ihr Smartphone in der Klasse liegen gelassen hatte.

Obwohl es sich bei der Tat vermutlich um einen absichtlichen Racheakt handelte, hatte sie dem Schüler verziehen, da mit 16 "alle Fehler machen" würden. Auch noch nach dem Vorfall wurde sie mit den ausgedruckten Bildern und angehängten Drohungen in ihrem Postfach konfrontiert.

Unterstützung für Lehrerin und Schüler

Mittlerweile versuchen Eltern und Schüler, Leigh Anne Arthur durch eine Petition wieder zurück an die Schule zu bringen. Aber auch für den Schüler selbst werden Stimmen für einen milderen Umgang laut. Dem 16-Jährigen dürfte in letzter Zeit viel Hass entgegen gebracht worden sein, den dieser laut Unterstützern nicht verdient hätte, da er sich seines Fehlverhaltens bewusst sei und Reue zeige. (red, 7.3.2016)

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