Zika-Virus: Zentralamerika einigt sich auf Aktionsplan

4. Februar 2016, 07:12
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Schwangere Frauen sollen besser vor Infektion geschützt werden – Florida erklärt Notstand in vier Counties

Guatemala-Stadt – Die Staaten Zentralamerikas wollen mit einem Aktionsplan der Verbreitung des Zika-Virus entgegentreten. Darauf hätten sich in einer Telekonferenz die Minister aus ganz Zentralamerika einschließlich Belize und Panama geeinigt, sagte der guatemaltekische Gesundheitsminister Alfonso Cabrera am Mittwoch. Ziel sei es, schwangere Frauen besser vor einer Infektion zu schützen.

Eine der vordringlichsten Maßnahmen ist laut Cabrera das Ausräuchern der Brutstätten von Moskitos. Schwangeren sollen außerdem besondere Verhaltensmaßregeln nahegelegt werden. In Guatemala gibt es 105 bestätigte Zika-Fälle.

Florida erklärt Notstand in vier Counties

Der US-Bundesstaat Florida rief unterdessen wegen des Auftretens des Zika-Virus in vier Counties den medizinischen Notstand aus. Zuvor waren neun Fälle mit Zika-Viren in Florida bekannt geworden, alle Patienten hatten sich bei Reisen in betroffene Gebiete infiziert. "Obwohl alle neun Fälle von Auslandsreisen stammen, müssen wir vorbereitet sein und eine Ausbreitung verhindern", sagte Gouverneur Rick Scott.

Die US-Gesundheitsbehörden wiesen die Bürger auf Gefahren bei Reisen nach Jamaika und Tonga hin. Schwangere Frauen sollten geplante Aufenthalte verschieben.

Gefahr für Schwangere

Das Zika-Virus wird vor allem von der Gelbfiebermücke Aedes aegypti übertragen. Die Betroffenen haben meist grippeähnliche Symptome, viele Infizierte aber gar keine. Eine Gefahr könnte die Infektion für Schwangere darstellen. Das Virus steht im Verdacht, Mikrozephalie bei Ungeborenen zu verursachen. Diese kommen mit einem zu kleinen Schädel auf die Welt, was meist zu geistiger Behinderung führt. (APA, 4.2.2016)

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