In den USA beschlagnahmter Picasso an Frankreich übergeben

14. August 2015, 09:41
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Gemälde "La coiffeuse" war jahrelang verschollen

Washington – Ein in Frankreich gestohlenes und in den USA wieder aufgetauchtes Picasso-Gemälde ist an die französische Regierung zurückgegeben worden. Die französische Botschaft in Washington nahm das Kunstwerk "La coiffeuse" (deutsch: Die Friseurin) am Donnerstag in Empfang.

Das Gemälde des spanischen Malers Pablo Picasso war jahrelang verschollen und Ende vergangenen Jahres in den USA vom Zoll beschlagnahmt worden. Picasso hatte "La coiffeuse" 1911 während seiner Kubismus-Phase geschaffen. Das Bild im Wert von gut 13 Millionen Euro war im Jahr 2001 vom Pariser Kunstmuseum Centre Pompidou als gestohlen gemeldet worden. Das Bild befand sich lange im Lager des Museums und war zuletzt 1998 bei einer Ausstellung in München zu sehen. Der genaue Zeitpunkt des Diebstahls ist unklar.

In New Jersey gefunden

Im Dezember 2014 tauchte "La coiffeuse" bei einer Razzia der Zollbehörde im US-Bundesstaat New Jersey wieder auf. Das Bild war als Paket verpackt aus Belgien verschickt worden. Nun soll es nach Angaben der französischen Botschaft wieder in Paris ausgestellt werden.

Erst im Juli war ein anderes Picasso-Gemälde auf einer Jacht vor Korsika unter dem Verdacht beschlagnahmt worden, dass es illegal zum Verkauf in die Schweiz ausgeführt werden sollte. Das Bild "Kopf einer jungen Frau" wurde am Dienstag an ein Museum in Madrid übergeben. (APA, 14.8.2015)

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