Fünf Dinge, die mehr wert sind als ein Elitediplom

14. Juli 2015, 08:57
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Für rund eine Million US-Absolventen hat CNN zusammengefasst, was US-Unternehmen wirklich interessiert. Angeblich nicht der Abschluss

Christine Romans, Ressortleiterin von CNN Money, hat sich wieder mit dem Thema Kompetenzen beschäftigt. Bereits vor wenigen Monaten schrieb sie darüber, dass die sogenannten Soft Skills eigentlich viel wichtiger als die Ausbildung sind. Nun legt sie nach und präsentiert fünf Dinge, die auf der Jobsuche mehr zählen als ein Ivy-League-Abschluss, also das Graduieren auf einer der namhaftesten und teuersten US-Universitäten:

1. Engagement

Dass der Personalchef von Google, Laszlo Bock, kein Fan von schwarz-weißen Lebensläufen ist, wurde bereits mehrfach berichtet. Auch gegenüber Romans betonte er wieder: "Die Leute von staatlichen Unis sind genauso gut – wenn nicht besser als die Leute von der Ivy League." Schließlich hätten sie auch mehr gekämpft.

Die Analysen bei Google haben außerdem ergeben, dass gute Noten nur in den ersten Jahren einen Vorteil gegenüber anderen Mitarbeitern bedeuten. "Ob man Einser-, Zweier- oder Dreierschüler war, hat aber gar nichts damit zu tun, ob man langfristig einen guten Job macht", sagt Bock zu CNN.

2. Gute Noten? Nicht unbedingt ...

Anknüpfend an die Aussagen von Bock zitiert Romans hier den Co-Gründer von Home Depot, einer US-amerikanischen Baumarktkette, Ken Langone: "Die Welt wird von Mittelklasse-Schülern (C students) regiert."

3. Mut und Entschlossenheit

US-Notenbankchefin Janet Yellen sagte letztes Jahr in einer Rede vor Absolventinnen und Absolventen: "Es ist ein Mythos, dass Erfolg vor allem von der eigenen Begabung abhängt." Stattdessen würde Leidenschaft viel mehr zählen – Unternehmen würden nach solchen Leuten suchen.

4. Persönlichkeit

Davon ist auch einer überzeugt, der aus einer Branche kommt, die man nicht sofort damit verbinden würde: Stephen Schwarzman, CEO des Investmentunternehmens Blackstone, sucht nach netten Mitarbeitern. "Das ist wichtiger als ein MBA", sagte er zu Romans.

5. Zusammenarbeit

In einer Studie der Personalvermittlungsagentur Express Employment Professionals, in der Arbeitgeber nach den acht wichtigsten Qualifikationen von Bewerbern gefragt wurden, stand Ausbildung nur an achter Stelle. Was von vielen als wichtiger erachtet wurde, war Zusammenarbeit, Probleme lösen zu können und Werte wie Haltung. Auch die beste Ausbildung könne das nicht ersetzen, sagte der CEO von Express Employment Bob Funk. (lhag, 14.7.2015)

  • Nach Abschluss heißt es, sich auf die Jobsuche zu machen. Besonders in den USA ist der Druck, eine Anstellung zu finden, hoch. Trotz finanzieller Hilfsprogramme und Stipendien stehen zwei  Drittel aller US-Studenten nach ihrem Abschluss mit durchschnittlich  33.000 Dollar in der Kreide.
    foto: istock

    Nach Abschluss heißt es, sich auf die Jobsuche zu machen. Besonders in den USA ist der Druck, eine Anstellung zu finden, hoch. Trotz finanzieller Hilfsprogramme und Stipendien stehen zwei Drittel aller US-Studenten nach ihrem Abschluss mit durchschnittlich 33.000 Dollar in der Kreide.

  • Die guten Nachrichten: Top-Unternehmen wie etwa Google würden nicht auf den Abschluss achten – andere Fähigkeiten wie etwa Mut oder Entschlossenheit seien wichtiger. Das sagt zumindest CNN-Money-Journalistin Christine Romans, die führende Personalchefs und CEOs dazu interviewt hat.
    foto: istock

    Die guten Nachrichten: Top-Unternehmen wie etwa Google würden nicht auf den Abschluss achten – andere Fähigkeiten wie etwa Mut oder Entschlossenheit seien wichtiger. Das sagt zumindest CNN-Money-Journalistin Christine Romans, die führende Personalchefs und CEOs dazu interviewt hat.

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