Namensstreit: Oculus VR darf in Deutschland nicht verkauft werden

30. April 2015, 08:38
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Ein deutscher Hersteller für Optikgeräte besitzt Namensrechte, erwirkt einstweilige Verfügung

Die Brillen des Virtual Reality-Pioniers Oculus werden in Deutschland wohl nie erscheinen – zumindest nicht unter ihrem bekannten Namen. Denn der ist bereits besetzt: Eine Firma aus Wetzler firmiert seit 1932 als "Oculus", sie stellt Geräte für Optiker her. Die "Oculus Optikgeräte GmbH" hat laut Heise eine einstweilige Verfügung gegen Oculus VR erwirkt und ihre Namensrechte in Deutschland durchgesetzt.

Verwechslungsgefahr

Da beide Unternehmen eine Art von Brillen vertreiben, kann es zu Verwechslungsgefahr kommen. Die deutsche Firma hatte bereits im September 2013 Widerspruch gegen die Markenanmeldung von Oculus VR eingelegt, die Verfügung ist laut Heise bereits seit August 2014 in Kraft, aber noch nicht rechtskräftig. Wenn Oculus VR, das mittlerweile zu Facebook gehört, unter seinem Namen in Deutschland auftritt, könnten Strafen von bis zu 250.000 Euro drohen.

Verzögerungen

Oculus VR arbeitet momentan an einer Consumer Version seines Oculus Rift-Headsets. Bis zur Marktreife könnte es allerdings noch dauern: Entgegen Versprechungen wird das Gerät wohl doch nicht mehr 2015 erscheinen. (fsc, 30.4.2015)

  • Der Name "Oculus" ist in Deutschland bereits belegt
    foto: apa/epa/spata

    Der Name "Oculus" ist in Deutschland bereits belegt

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