ORF-Frühstücksfernsehen soll 4 bis 5 Millionen Euro kosten

2. März 2015, 16:57
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Im Stiftungsrat werden noch keine Personalvorschläge für neue Führungsstruktur des ORF erwartet

Wien - Die Tagesordnung für die ORF-Stiftungsratssitzung am Donnerstag sieht im Zusammenhang mit der neuen Organisationsstruktur des ORF keine Personalentscheidungen vor. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz wird demnach zwar über die in den nächsten Monaten und Jahren geplanten Änderungen hin zu einer Themen-Cluster-Struktur und einem verstärkten Channel-Management berichten, aber noch keine konkreten Personalvorschläge auf den Tisch legen.

Spekulationen, wonach der Salzburger Landesdirektor Roland Brunhofer als zentraler Informationschef in die ORF-Zentrale nach Wien wechseln soll - derStandard.at berichtete, dürften sich vorerst zerschlagen haben. Gegen Brunhofer, der sich selbst als "überzeugten Sozialdemokraten", aber unabhängigen Journalisten bezeichnet, gab es zuletzt heftigen Widerstand aus der Fernseh-Information des ORF. Auch Teile der ÖVP dürften dem Oberösterreicher reserviert gegenüberstehen, heißt es im ORF. Wrabetz soll deshalb gegenüber Vertrauten zuletzt auch festgehalten haben, dass Brunhofer als zentraler Infochef derzeit nicht durchzubringen sei.

Der Landesdirektor hat gerade die Projektleitung für die Frühstücks-TV-Pläne des ORF übernommen. Die Kosten für dieses Projekt werden übrigens mit 4 bis 5 Millionen Euro veranschlagt. Wenig Freude mit den Überlegungen hat man unterdessen bei den ORF-Radios. Dort gibt es die Sorge, dass ein ORF-Frühstücks-TV negative Folgen für die Prime-Time-Quoten von Ö3, Ö1 und Regionalradios haben könnte. (APA, 2.3.2015)

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