Deutsche Behörden nutzen Vielzahl von Passwort-Knackern

14. November 2014, 10:38
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Zoll, Polizei und Bundeskriminalamt greifen auf unterschiedliche Software-Lösungen zurück

Deutsche Behörden rüsten offenbar in Punkto Passwort- und Entschlüsselungstools kräftig auf. Machten vor Kurzem noch Berichte die Runde, denen zufolge Beamte oft verzweifelt sind, weil schon PIN oder Passwort zur Ermittlungshürde reichen, zeigen neue Dokument nun eine Vielzahl an Software-Lösungen, die zum Einsatz kommen.

Besonders beliebt ist das "Passware KitForensic" eines US-amerikanischen Anbieters, der auf seiner Website sogar mit einem deutschen Beamten als Testimonial wirbt. "Heute gelang mir der Zugriff auf eine Truecrypt-Partition in einem sehr wichtigen Fall. (…) Danke, Passware", zitiert Heise die Onlinepräsenz des Herstellers.

Nichts scheint sicher

Bundeskriminalamt und deutscher Zoll greifen hingegen vor allem auf das "Universal Forensic Extraction Device" (UFED) von Cellebrite, das Weltmarktführer sein soll. Die Software wird genutzt, um Geräte zu einem Cluster zu koppeln und Big Data aus diversen Quellen zu generieren. Weiters sollen laut Heise das russische "Distributed Password Recovery" Verwendung finden, mit "PC-3000" werden Festplatten und SSD-Platten passwortfrei gemacht. Mac-Rechner und die iCloud nimmt dagegen der "Extraction Wizard" und "Lantern" ins Visier. (fsc, derStandard.at, 14.11.2014)

  • Deutsche Behörden nutzen eine Vielzahl an Anwendungen
    foto: apa/dpa

    Deutsche Behörden nutzen eine Vielzahl an Anwendungen

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