Österreichische Mobilfunker, die fast niemand kennt

Ansichtssache10. März 2014, 09:52
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Abseits der großen drei Anbieter A1 (inklusive bob/yesss!), T-Mobile (Telering) und "3"  kämpfen zahlreiche kleinere Mobilfunker um spezielle Zielgruppen - und entpuppen sich bei genauem Hinsehen oftmals erst recht wieder als Tochterfirma oder Marke der Großen.

Besonders stark ist die Konkurrenz im Bereich der Auslandstelefonie. Falls wir einen Anbieter vergessen haben: Bitte posten!

Neue Anbieter

Der Markt der Anbieter wird weiter wachsen. So wollen  Ex-"Orange"-Chef Krammer, der Kabelprovider UPC und das mittelständische Wiener Technologieunternehmen Mass Response den Mobilfunkmarkt beleben - der WebStandard berichtete. Sie werden als virtueller Anbieter ohne eigene Netzinfrastruktur antreten.

foto: screenshot/s-budget

Die S-Budget Wertkarten der Handelskette Spar nutzen das Netz von Telering, das wiederum T-Mobile gehört. Als Tarif bietet man beispielsweise je 1000 Freiminuten, SMS und MB um 8,80 Euro an.

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foto: screenshot/georg

Auch Georg nutzt mittlerweile das Netz von A1. Angeboten wird Georg von den Elektrohändlern Saturn und Mediamarkt. Dort erhält man beim Kauf eines vertraglosen Handys ein Georg-Starterset dazu.

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foto: screenshot/kwikki

Bei Kwikki handelt es sich um einen Markennamen von yessss!, also einer weiteren A1-Tochter. Kwikki-Wertkarten sind in mehr als 3.500 Trafiken österreichweit erhältlich.

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foto: screenshot/red_bull_mobile

Red Bull Mobile nutzt ebenfalls das Netz von A1, ist aber nicht mehr im Segment der Discounter zu verorten. Der billigste Tarif ist hier für 19,90 Euro pro Monat zu haben. Dafür bekommt der Kunde je 1500 Minuten, SMS und MB.

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foto: screenshot/volmobil

VOLMobil brüstet sich damit, Tarife "speziell für Vorarlberger Kunden" anzubieten. Was damit - bis auf den Service vor Ort - genau gemeint ist, bleibt auf der Website eher unklar. Man nutzt jedenfalls das bestehende Netz von T-Mobile.

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foto: screenshot/sissi-mobile

Bei SissiMobile handelt es sich um die Mobilfunkmarke des Salzburger Unternehmens Myphone, das laut RTR mittlerweile von der Mitacs GmbH betrieben wird. Update: Mitacs hat letzte Woche Konkurs eröffnet.

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foto: screenshot/youtalk

YouTalk trat 2008 gegen Bob und Yesss! in den Ring. Die Discountermarke der Mitacs GmbH nutzt das Netz von T-Mobile und versucht, mit günstigen Auslandstarifen zu punkten. Update: Mitacs hat letzte Woche Konkurs eröffnet.

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foto: screenshot/yooopi

Yooopi! nutzt das Netz von yesss!. Als besonderen Service bietet man Kunden an, in den ersten 24 Stunden nach Aufladen des Guthabens weltweit gratis zu telefonieren.

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foto: screenshot/eety.at

Eety richtet sich vor allem an Menschen, die viel ins Ausland telefonieren. Ursprünglich gehörten etwas mehr als 25 Prozent der Firma zu One, mittlerweile ist man bei Hutchinson Drei. 

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foto: screenshot/lycamobil

Während Gespräche innerhalb Österreichs bei Lycamobil 9 Cent pro Minute kosten, zahlt man nach China oder Hongkong nur 1 Cent. Man visiert also ganz klar Kunden mit starker Auslandstelefonie an.

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foto: screenshot/vectone

Auch Vectone ist ein Auslandstelefonie-Spezialist. Man bietet zusätzlich die Vectone-App an, über die klassische Mobilfunknummern innerhalb Österreichs für einen Cent pro Minute angerufen werden können. Betrieben wird der Service, der das yesss!-Netz nutzt, von der britischen Mundio Group und sei laut Website "auf visionären Ideen gebaut, welche durch ein engagiertes multikulturelles Team, die Freude an ihrer Arbeit hat, realisiert und umgesetzt werden."

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foto: screenshot/delightmobil

Bei DelightMobile handelt es sich um die Discounterschiene von Vectone.

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foto: screenshot/billitel

BilliTel nutzt das Netz von yesss! und richtet sich wiederum an Personen, die oft ins Ausland telefonieren. So gibt es den "internationalen Ladebon" um 19 Euro, in dem eine unterschiedliche hohe Anzahl an Freiminuten in unterschiedliche Länder angeboten wird.

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foto: screenshot/wowww

Wowww! ist eine Schwestermarke von BilliTel und wird ebenfalls vom Mondseer Unternehmen ICC Calling Cards betrieben. Hier konzentriert man sich scheinbar primär auf Österreich, die Türkei, Deutschland, China, Tschechien, Frankreich, Ungarn, Italien, Polen, Rumänien, Slowakei und Slowenien. (fsc, derStandard.at, 10.3.2014)

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