Hochwasser in Österreich: Live-Bericht am Montag

Livebericht

Während im Westen die Pegelstände zurückgehen, steigen sie im Osten immer noch an. In Salzburg werden weiterhin zwei Personen vermisst, in den Innenstädten Melks und Schärdings steht das Wasser meterhoch

In Österreich hat sich der Schwerpunkt des Hochwassers am Montag nach Osten verlagert. Bei Kienstock in der Wachau wurde um 16.25 Uhr die Zehn-Meter-Marke gemessen. Bis Dienstag soll der Pegel sogar auf 10,95 Meter steigen. Das wären fünf Zentimeter mehr als der Höchststand beim Hochwasser am 14. August 2002. Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer hat inzwischen eingestanden, die Ausmaße der Fluten unterschätzt zu haben. "Die Prognose war falsch", sagte er am Montag in Linz.

In Vorarlberg, Tirol und Salzburg haben mittlerweile die Aufräumungsarbeiten begonnen. In St. Johann im Pongau war am Sonntag nach einem Erdrutsch ein Toter zu beklagen. Am Montag wurde auch die Leiche eines Mannes in Vorarlberg gefunden, der vermutlich in einem Hochwasser führenden Kanal ertrunken war. In Taxenbach im Salzburger Pinzgau wird nach einem Murenabgang nach zwei Vermissten gesucht. In Tirol engleiste ein Zug, viele Bahn- und Straßenabschnitte waren am Montag weiterhin gesperrt. Am Nachmittag wurde auch der gesamte Schiffsverkehr auf der Donau gestoppt. (APA/red, derStandard.at, 3.6.2013)

Neuester Eintrag oben
3.6., 05:51Martin Obermayr derStandard.at

Guten Morgen von der Redaktion

Die Hochwasser-Situation ist Montagfrüh in Teilen Österreichs weiterhin äußerst kritisch. Nach den schweren Überschwemmungen vom Sonntag steigen nun vor allem die Pegel an der Donau. Wir halten Sie mit diesem Live-Bericht ständig auf dem Laufenden.
3.6., 06:00Martin Obermayr derStandard.at

Sperren im Fernverkehr der ÖBB

An der Westbahnstrecke verkehren aufgrund von Überflutungen keine Fernverkehrszüge von Wien-Westbahnhof. Ausnahme davon seien IC-Züge, die bis maximal Amstetten fahren. Weitere Sperren sind jederzeit möglich. Mehr Infos: ÖBB hat Fernverkehr über Salzburg eingestellt
3.6., 06:09Martin Obermayr derStandard.at

Dramatische Lage in Bayern

Dem Süden Bayerns droht ein Hochwasser ungeahnten Ausmaßes. Es werden historische Höchstmarken erwartet: An der Donau in Passau sollen es Montagmittag bis zu 12,55 Meter sein. Wie sehr sich diese Entwicklung auf Österreich auswirkt, lässt sich noch nicht abschätzen. Zur Meldung: Hochwasser in Bayern spitzt sich zu
3.6., 06:18Martin Obermayr derStandard.at

Augebiet bei Klosterneuburg und Kritzendorf geräumt

Die Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung und die Polizei haben bereits am Sonntagabend die Bewohner der Siedlungen im Augebiet der Donau in Klosterneuburg und in Kritzendorf aufgefordert, ihre Objekte zu verlassen und ihre Fahrzeuge zu entfernen. Für heute wird ein weiterer Anstieg des Pegels erwartet.
3.6., 06:43Martin Obermayr derStandard.at

Bilder vom Sonntag

Wie verheerend die Überschwemmungen vor allem in Salzburg und Tirol sind, zeigt sich auf diesen Bildern vom Sonntag.
3.6., 06:59Martin Obermayr derStandard.at

Donau-Pegel steigen weiter

Die Pegel der Donau in Niederösterreich sind am Montag weiter gestiegen. Bei Kienstock in der Wachau wurden gegen 6.30 Uhr laut Messdaten des Landes bereits 9,59 Meter gemessen. Die Zehn-Meter-Marke sollte noch am Vormittag überschritten werden. Für den frühen Abend lautete die Prognose vorerst auf 10,92 Meter. Das würde dem Wert des August-Hochwassers 2002 (10,90 Meter) entsprechen.
3.6., 07:15Martin Obermayr derStandard.at

100-jährliches Hochwasser in Niederösterreich möglich

Bereits am Sonntagabend waren die Gemeinden und Bezirke an der Donau in Niederösterreich von Landesrat Stephan Pernkopf zum Katastrophengebiet erklärt worden. An der Donau müsse mit einem 100-jährlichen Hochwasser gerechnet werden, hatte Pernkopf schon zuvor erklärt. Das Bezirksfeuerwehrkommando Krems wies darauf hin, dass trotz des Vollaufbaus der Hochwasserschutzwände in der Wachau ein Wasserübertritt ab Montagmittag "nicht ausgeschlossen werden" könne.
3.6., 07:23Martin Obermayr derStandard.at

Zahlreiche Straßen in Österreich gesperrt

Auch im Straßenverkehr kommt es von Vorarlberg bis Niederösterreich zu schweren Behinderungen. Zahlreiche Verbindungen waren nicht oder nur zum Teil passierbar: Aktuelle Verkehrsinformationen des ÖAMTC
3.6., 07:31Martin Obermayr derStandard.at

Up-date: Westliches Niederösterreich

Im Bezirk Amstetten wurden bereits mehr als 40.000 Sandsäcke gefüllt und verlegt, berichtete Feuerwehrsprecher Philipp Gutlederer in einer Aussendung. Bei der FF Greinsfurth war der Keller überflutet. Mit mehreren Tauchpumpen wurde versucht, gegen die Wassermassen anzukämpfen.
In St. Valentin wurden die Feuerwehrzentrale und das ÖBB-Zentralstellwerk vor einer drohenden Überflutung gerettet. Allein in der Stadt sind 20.000 Sandsäcke verlegt worden. Für ein wenig Entspannung sorgte laut Gutlederer das Sinken der Pegel - mit Ausnahme der Donau.
3.6., 07:38Martin Obermayr derStandard.at

Tirol: Zug wegen Murenabgangs entgleist

Details folgen in Kürze
3.6., 07:43Martin Obermayr derStandard.at

Zugentgleisung auf Brennerbahn

Ein ÖBB-Zug der Rollenden-Landstrasse (RoLa) ist in der Nacht auf Montag wegen eines Murenabganges auf die Brennerbahnstrecke in Tirol entgleist. Nach Angaben der Polizei versuchte der Lokführer noch eine Notbremsung einzuleiten, konnte aber ein Auffahren der Lok auf die Erdmassen nicht mehr verhindern. Sie entgleiste mit beiden Vorderachsen. Verletzt wurde niemand. Die Brennerstrecke musste vorübergehend gesperrt werden. Die Dauer der Sperre war vorläufig nicht absehbar. Weil auch die Westbahnstrecke unterbrochen war, war Tirol auf dem Schienenwege vorerst nicht erreichbar. Zu der Entgleisung war es gegen 01.30 Uhr im Gemeindegebiet von Gries am Brenner gekommen.
3.6., 08:11Martin Obermayr derStandard.at

Wettervorschau: Regen lässt nach

Wie die Unwetterzentrale berichtet, lässt der Regen heute im Laufe des Tages zwar langsam nach, die Hochwasserlage bleibt aber angespannt. "Es muss daher noch weiterhin mit weitreichenden Überflutungen von Straßen, Bahnstrecken sowie einigen Wohn- und Gewerbegebieten gerechnet werden", heißt es weiter.
3.6., 08:21Martin Obermayr derStandard.at

Oberösterreich: In Schärding Wasser bis in den ersten Stock

In Schärding hat sich die Hochwassersituation in der Nacht auf Montag weiter zugespitzt. Der Inn überflutete kurz nach Mitternacht die Dammkrone und erreichte in der Früh einen Pegelstand von 9,90 Meter, Tendenz weiter steigend. Die Prognose liegt bei 10,70 Metern. Rund 210 Häuser wurden laut Feuerwehr überflutet, manche bis zum ersten Stock.

Vielerorts musste aus Sicherheitsgründen der Strom abgeschaltet werden. Zahlreiche Bewohner wurden evakuiert, einige blieben aber auch in den Gebäuden und zogen sich in die oberen Stockwerke zurück.

Die Schärdinger sind zwar hochwassererprobt, das Ausmaß hat sie dennoch geschockt. Die Feuerwehren versuchten, das Wasser mit tausenden Sandsäcken, Pumpen und gewaltigem Personalaufgebot so weit wie möglich hintanzuhalten. Rund 200 Helfer von 20 Ortsgruppen standen Montagfrüh teils bereits seit 50 Stunden im Einsatz. Die bayerische Partnerstadt Grafenau hat zudem Verstärkung geschickt.
3.6., 08:42Michael Matzenberger

Erstes Aufatmen in Salzburg

Der Salzburger Katastrophenschutzreferent Markus Kurcz hat halbwegs gute Nachrichten: "Die Pegelstände gehen überall zurück, teilweise sogar stark. Die Zeichen stehen auf Normalisierung, auch wenn wir von einem Normalzustand noch sehr weit entfernt sind. Wir können nun zumindest wieder agieren und nicht nur reagieren, wie es gestern der Fall war", sagte er der APA.

"Hier beginnt jetzt das planmäßige Aufräumen. Im Lauf des Tages werden rund 300 Bundesheer-Kräfte und zwei Bundesheer-Hubschrauber die Hilfsmannschaften unterstützen", sagte Kurcz. Murenabgänge seien bei Starkregen noch immer möglich.
3.6., 08:51Michael Matzenberger

Zivilschutzalarm in Melk

In Melk ist um 1.45 Uhr Zivilschutzalarm ausgelöst worden, teilte in der Früh Alexander Nittner, Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos Niederösterreich, mit. Mit diesem Zeitpunkt wurden die Bewohner aufgerufen, ihre Gebäude zu verlassen oder höhere Stockwerke aufzusuchen.

Am frühen Morgen waren in der Stadt mehr als 1.000 Mitglieder von 70 Feuerwehren der Umgebung im Einsatz. Wie in vielen Orten des Landes sind sie vor allem mit dem Auspumpen von Kellern und dem Auflegen von Sandsäcken beschäftigt.
3.6., 09:19Michael Matzenberger

Hochwassergeplagtes Steyr

Die Facebook-Seite "Steyr in historischen Aufnahmen", die sich namensgemäß sonst eher auf ältere Bilder konzentriert, hat als aktuelle Zeitdokumente einige Videos aus der notorisch vom Hochwasser betroffenen Sadt am Zusammenfluss von Enns und Steyr hochgeladen.



Der Höchstpegel in der Eisenstadt erreichte gestern nachmittag 7,74 Meter. Es war damit das größte Hochwasser seit über 300 Jahren und das dritthöchste in der gesamten Stadtgeschichte - nur 1572 mit 8,4 Metern und 1736 mit 7,8 Metern wurde Steyr schlimmer getroffen - bei Zwischenbrücken wird wohl bald eine neue Markierung angebracht werden.

Wieder einmal unter Wasser stand eine städtische Institution: Das Café Treffpunkt am Ennskai war nur mehr per Boot zu erreichen. Wenn Sie das nächste mal in Steyr sind, gehen Sie doch aus Solidarität auf ein Treff-Weckerl.

Foto: REUTERS/Leonhard Foeger
3.6., 09:31Michael Matzenberger

Eine Entspannung der Situation wird auch aus Tirol vermeldet

Der Regen ließ nach, auch die Pegelstände der Flüsse gingen zurück. Die Aufräumarbeiten konnten sukzessive anlaufen. Die Einsatzkräfte mussten gebietsweise aber auf den Rückgang des Wassers warten. Nach wie vor gingen bei der Landeswarnzentrale aber vereinzelt Meldungen über Erdrutsche und Muren ein.

Der massiv vom Hochwasser betroffene Ort Kössen im Bezirk Kitzbühel war auch Montagvormittag ohne Strom. Die Verantwortlichen der Tiwag rechneten damit, das Gebiet bis Mittag zumindest zum Teil wieder mit Strom versorgen zu können. Betroffen waren rund 1.500 Haushalte.

Schwer eingeschränkt ist nach wie vor der Verkehr in Tirol. Auf Schienen ist das Bundesland nur von Vorarlberg zu erreichen, auch zahlreiche Straßen sind gesperrt.
3.6., 09:52David Rennert derStandard.at

160 Zugreisende in Salzburg verbrachten Nacht in Kasernen

Nachdem hunderte Reisende am Sonntag am Salzburger Hauptbahnhof stundenlang ausharren mussten, stellte das Bundesheer Notquartiere zur Verfügung. Rund 80 gestrandete Fahrgäste wurden in der Schwarzenbergkaserne untergebracht, weitere rund 80 Personen in der Turnhalle der Riedenburgkaserne, informierte am Montag Militärsprecher Gerald Gundl.
3.6., 09:56David Rennert derStandard.at

Assistenzeinsatz in Niederösterreich läuft an

Das Bundesheer sei für einen Assistenzeinsatz in Niederösterreich gerüstet und stelle 1.500 Soldaten bereit, teilte das Militärkommando am Montagvormittag mit. Ab den Mittagsstunden sollte ein Hubschrauber für Erkundungsflüge entlang der Donau eingesetzt werden. Ein Black Hawk mit Seilwinde stehe für etwaige Evakuierungen zur Verfügung. Etwa 100 Soldaten der Kaserne Amstetten werden laut Militärkommando in Ardagger und Neustadtl, 50 weitere aus Mautern in der Gemeinde Rossatz an der Verstärkung des Hochwasserschutzes mitarbeiten. Bereits am Sonntag waren 50 Soldaten beim Aufbau des Hochwasserschutzes in Weißenkirchen beteiligt.
3.6., 10:01David Rennert derStandard.at

In Oberösterreich wird es knapp

In Grein (Bezirk Perg) wurde ein Donau-Pegelstand von 14,8 Metern prognostiziert, das sind 20 Zentimeter unter der Dammkrone. Der Höchststand soll erst in der Nacht auf Dienstag erreicht werden, bis dahin müssen die Bewohner zittern. In Linz und Mauthausen hat man etwas mehr Spielraum.

Das Machland war 2002 schwer vom Hochwasser betroffen. Seither wurde aber der erst kürzlich fertiggestellte Machlanddamm errichtet, die mobilen Elemente wurden am Wochenende bis zur höchsten Stufe aufgebaut. Die Anlage steht vor ihrer ersten großen Bewährungsprobe. Sie schützt allerdings vorrangig Gebäude und weniger landwirtschaftliche Kulturen.

Die Donaupegel stiegen - ebenso wie jene des Inn - stärker als erwartet, die Prognosen wurden zuletzt wieder nach oben korrigiert und überschreiten jedenfalls die Marken von 2002. In Linz stand die Donau Montagfrüh bei 8,30 Metern und sollte noch auf 9,20 Meter steigen (2001: 8,19 Meter). Die Dammkrone liegt hier zwar bei 10,10 Metern, Evakuierungen werden aber nötig sein, hieß es seitens der Stadt.
3.6., 10:06David Rennert derStandard.at

Regenlage in Oberösterreich derzeit beruhigt

Die Regenmengen, die in Oberösterreich von Mitternacht bis in die Morgenstunden gefallen sind, waren laut Michael Butschek von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik unerheblich. Aber auch kleine Mengen könnten problematisch sein, weil die Böden bereits gesättigt sind.

Am Vormittag sollte der Regen Pause machen, am Nachmittag aber das nächste Tief aus Tschechien das Mühlviertel erreichen und sich im Lauf des Tages auf das gesamte Bundesland ausbreiten. Die Front, die lokal noch einmal bis zu 20 Liter pro Quadratmeter bringen kann, dürfte aber rasch durchziehen. Durch die feuchte Luft soll es weiter instabil bleiben.
3.6., 10:17David Rennert derStandard.at

Suche nach Vermisstem in Vorarlberg wieder aufgenommen

Die am Sonntagabend abgebrochene Suche nach einem vermissten 58-jährigen Vorarlberger ist Montag früh wieder angelaufen. Zahlreiche Einsatzkräfte durchkämmten weiter das Gebiet rund um den Koblacher Kanal in Mäder (Bezirk Feldkirch). Es wird befürchtet, dass der 58-Jährige in der Nacht auf Sonntag in den Kanal gestürzt ist.

Bei den Einsatzkräften ließ man nichts unversucht, den Mann aus Götzis (Bezirk Feldkirch) zu finden. Neben der Polizei - mit Hundestaffel und Helikopter - waren an der Suchaktion auch die Wasser- und die Bergrettung sowie viele freiwillige Helfer beteiligt.
3.6., 10:25Bianca Blei

Pegelstände an Salzburgs Flüssen stark im Sinken

So schnell wie die Pegelstände an den Salzburger Flüssen ab Samstagabend zu steigen begonnen haben, so rasch gehen sie nun wieder zurück. "Die Pegel im Bereich von Salzach und Saalach haben den Scheitelwert erreicht und fallen ständig", so Barbara Staudinger vom Hydrografischen Dienst des Landes Salzburg. Auch an den Nebenflüssen seien Durchflussmengen und Wasserstand stark rückläufig. Daran dürfte auch die nächste, von Norden kommende Schlechtwetterfront nichts mehr ändern.

In der Salzach in der Stadt Salzburg, wo gestern gegen Mittag noch ein Höchstwert von knapp über 8,50 Metern erreicht worden war, lag der Pegel am Montagmorgen schon wieder bei sechs Metern. "Wir liegen an den Flüssen überall bereits unterhalb der Warngrenze", so Staudinger. Im Laufe des Nachmittags soll dann die Meldegrenze erreicht werden, ab der - bei steigender Wassermenge - im Regelfall die Hochwasserzentrale ständig besetzt werden muss.
3.6., 10:27Bianca Blei

Schlechtwetter-Front drückt nach Salzburg und Oberösterreich

Der Regen hat in Salzburg zum Teil aufgehört und macht Pause. Das sagt Michael Butschek von der Wetterdienststelle Salzburg. Die Beruhigung ist allerdings nur von kurzer Dauer: "Von Norden kommt das nächste System. Es befindet sich derzeit über Tschechien, wird aber am späten Vormittag das Mühlviertel erreichen und sich am Nachmittag dann auf ganz Oberösterreich und die nördlichen Teile Salzburgs ausbreiten." Die Mengen seien zwar im Vergleich zum Niederschlag der vergangenen Tage gering. "Gerade dort wo Hänge und Böden vorbefeuchtet sind, ist die Situation aber heikel."

Die Front ziehe aber rasch durch, für das Bundesland Salzburg sei das Schlimmste ohnehin vorbei: "Der flächendeckende Regen mit großen Wassermengen bis zum Alpenhauptkamm in den Gebirgsgauen ist vorbei", so Butschek. Einen Übergang zu stabilem, trockenem Hochdruckwetter wird es die nächsten Tagen dennoch nicht geben. "Die Sonne kann die feuchte Luft zu einzelnen Schauern und Gewittern aufkochen, großräumig fallen diese aber nicht ins Gewicht." Kleinräumig seien aber weiterhin Überschwemmungen und Hangrutschungen möglich.
3.6., 10:30Bianca Blei

Bilder aus den betroffenen Gebieten

Wie dramatisch die Lage in Teilen Österreichs noch immer ist, zeigt eine Ansichtssache von Montag.
3.6., 10:46Martin Obermayr derStandard.at

Weiter Suche nach zwei Vermissten im Salzburger Taxenbach

Die Suche nach zwei vermissten Personen in Taxenbach im Salzburger Pinzgau, die in der Nacht auf Sonntag in ihren Fahrzeugen von Muren mitgerissen worden waren, "ist bisher erfolglos gewesen", sagte Bürgermeister Franz Wenger am Montagvormittag der APA. Die Suche nach dem 48-jährigen Landwirt und der 19-jährigen Frau - beide stammen aus Taxenbach - wurde am Montag fortgesetzt.

"Bergretter und Wasserretter durchforsten das unwegsame Gelände", so der Bürgermeister. Die Suche gestaltete sich für die Einsatzkräfte nicht ohne Risiko, denn die Situation in den steilen Gräben ist wegen der Gefahr von weiteren Murenabgängen weiterhin angespannt, sagte Wenger. "Es wird intensiv nach den Vermissten gesucht. Die Sicherheit der Einsatzkräfte ist dabei aber zu beachten."

Sowohl der Traktor des Landwirtes als auch das Auto, in dem die junge Frau gesessen war, sind bereits gefunden worden. Die Fahrzeuge wurden von den Schlammmassen in Gräben gedrückt. Die ältere Schwester der vermissten Taxenbacherin hat sich aus dem Wagen noch selbst befreien können.

Nach Murenabgängen sind in Taxenbach am Sonntag laut dem Bürgermeister rund 80 Personen evakuiert worden, 20 bis 25 Gebäude waren betroffen. Einige Bewohner fanden Unterschlupf bei Verwandten und Bekannten, andere erhielten Notquartiere in Gasthäusern und in der Turnhalle der örtlichen Volksschule. Sowohl Westbahnstrecke als auch die Pinzgauer Straße (B311) waren in Taxenbach am Montagfrüh noch gesperrt.
3.6., 10:54Bianca Blei

Keine Gefahr für die Stadt Wien

Laut einer Aussendung der zuständigen Umweltstadträtin Ulli Sima und der Wiener Gewässerabteilung MA45 am Montagvormittag liegt der für Wien relevante Donau-Pegel Korneuburg derzeit bei 6,97 Meter bzw. bei einer Durchflussmenge von 8.180 Kubikmeter pro Sekunde. Die Gefahr von Überschwemmungen bestehe nicht, der Hochwasserschutz reiche für diese Mengen aus, wurde versichert.

Die Werte der Flut von 2002 wurden vorerst nicht erreicht. Damals wurden 10.300 Kubikmeter pro Sekunde gemessen. Der Hochwasserschutz könnte in Wien bis zu 14.000 Kubikmeter pro Sekunde bewältigen. Der aktuelle Höchststand wird für Dienstag oder spätestens Mittwoch erwartet - wobei die MA45 laut eigenen Angaben mit einem Wert von rund 10.000 Kubikmeter rechnet.

Für den Hochwasserschutz wurde in Wien das sogenannte Entlastungsgerinne - die Neue Donau - errichtet. Der Aushub wurde aufgeschüttet und zur "Donauinsel" umfunktioniert. Die Arbeiten dauerten von 1972 bis 1987. Weitere Vorsorge-Arbeiten wie etwa die Sanierung des Marchfeldschutzdammes oder die Erhöhung des Hafenumschließungsdamms Lobau folgten in den vergangenen Jahren.
3.6., 11:05Michael Matzenberger

Straße und Schiene

Der Abschnitt der Westbahnstrecke zwischen Amstetten und St. Valentin ist seit 9.45 Uhr für den Fernverkehr wieder freigegeben. Regionalzüge werden weiterhin durch Schienenersatzverkehr vertreten.

Viele Bundes- und Landesstraßen sind nach wie vor gesperrt. Aktuelle Verkehrsberichte finden Sie hier.
3.6., 11:16Michael Matzenberger

Das Land Niederösterreich hat ein Spendenkonto …

… für die Opfer des aktuellen Hochwassers eingerichtet. Es lautet auf "Hochwasser 2013", die Kontonummer ist 04455014455, die Bankleitzahl 53000 bei der Hypo NÖ Landesbank.

Als Erstspender hat die Hypo einen Betrag von 100.000 Euro einbezahlt, teilte der Landespressedienst am Montagvormittag mit.
3.6., 11:20Martin Obermayr derStandard.at

In Melk kommt der neue Hochwasserschutz zu spät

Print-Kollegin Andrea Heigl berichtet aus Melk, dass der gerade in Bau befindliche Hochwasserschutz schwer in Mitleidenschaft gezogen wird. Das 10-Millionen-Euro-Projekt war erst im März begonnen worden und hätte bis Jahresende fertig sein sollen. Durch die momentanen Überflutungen werden schwere Schäden an dem Bau befürchtet.
3.6., 11:30Michael Matzenberger

Strom- und Gasversorgung in Salzburg intakt

Am Montag hat sich auch die Versorgung mit Strom und Gas in Salzburg weitgehend normalisiert. Dutzende Mitarbeiter der Salzburg AG standen in allen Landesteilen im Einsatz, entstandene Schäden an Leitungen oder Masten zu reparieren und mögliche Schäden im Vorfeld zu verhindern. Das Stromnetz des Landesenergieversorgers war am Vormittag bis auf einen Abschnitt der 380-kV-Leitung im Felbertal bei Mittersill und einen Abschnitt in Rauris wieder störungsfrei in Betrieb.

Auch bei der Versorgung von Erdgas, Telekommunikation und Wasser gab es keinerlei Beeinträchtigungen mehr. (APA)
3.6., 11:35Michael Matzenberger

Infoseite auf Facebook

Fast 100.000 Menschen informieren sich laufend auf der Facebook-Seite Infoseite - Hochwasser 2013 Österreich über die aktuelle Situation. Die Organisatoren haben auch eine Plattform für Helfer in den Bundesländern eingerichtet. Weil die Seite von einer Getränkefirma zur Verfügung gestellt wurde, gab es auch Kritik an dem Vorhaben.

Bitte beachten Sie generell: Auch wenn Sie Betroffenen private Hilfe vor Ort anbieten, befolgen Sie zuerst immer die Anordnungen von Behörden oder Einsatzkräften wie Feuerwehr oder Rettung.
3.6., 11:43Michael Matzenberger

Steirische Landwirte unter Leidtragenden

Glimpflich davongekommen sind in der Steiermark Industrie und Gewerbebetriebe. Am ärgsten in Mitleidenschaft gezogen worden sein dürfte durch das Hochwasser die Landwirtschaft: "Es sind mehrere tausend Hektar zwischen Schladming und Admont überflutet worden", sagte Kammersprecherin Rosemarie Wilhelm. Dabei handle es sich vor allem um Grünland, zum Teil auch um Silomais-Kulturen.

Schlimm sei es für jene Landwirte, die wegen der zuletzt anhaltenden Regenfälle die erste Mahd noch nicht einbringen konnten: "Deren Wiesen sind verschlammt, das Gras ist nicht mehr verwendbar. Aber auch diejenigen, die schon gemäht haben, müssen erst Tonnen von Schlamm von ihren Flächen räumen", so Wilhelm.
3.6., 11:52Martin Obermayr derStandard.at

Up-Date aus Salzburg: Weiter Murengefahr im Pongau

Bundesländer-Korrespondentin Stefanie Ruep berichtet: Experten starten in Salzburg jetzt mit dem Hubschrauber, um die Gefahrenstellen für Muren zu überprüfen. Im Pongau gibt es derzeit 12 Bereiche, die von Muren gefährdet sind, erklärt der Salzburger Geologe Gerald Valentin. Die Häuser in diesen Bereichen wurden bereits evakuiert.

Mit nachlassendem Regen nimmt zwar die Wahrscheinlichkeit für weitere Muren-Abgänge rasant ab, doch: "Regen aus bedeutet nicht Gefahr aus", betont Valentin. Das Erdreich sei zu hundert Prozent mit Wasser gesättigt, wodurch das Gewicht größer ist und auch die Festigkeit abnimmt. Aufgrund der fehlenden Hangstabilität seien weitere Muren im gesamten Bundesland Salzburg außer im Lungau nicht auszuschließen, so Valentin.
3.6., 12:00Michael Matzenberger

Kritik vom WWF

Dass Flüsse in ein Zwangskorsett gezwängt werden, sei der Hauptgrund für die verheerenden Folgen der Hochwasser, so der WWF in einer Aussendung. "Doch statt unseren Flüssen durch Uferaufweitungen wieder mehr Platz für freie Überschwemmungsflächen zurückzugeben, werden sie oft mit noch mehr Kraftwerken zugebaut", kritisierte Christoph Walder von der Naturschutzorganisation.

Ein "Jahrhunderthochwasser" wie das aktuelle - das zweite innerhalb von zehn Jahren - sei nicht zu vermeiden, aber gesunde Ökosysteme würden die Auswirkungen abfedern.

Die Auswirkungen der künstlichen Gerinne in einem Schaubild:

Grafik: APA
3.6., 12:01Bianca Blei

Rotes Kreuz installiert in Niederösterreich Landesführungsstab

Damit werde die Arbeit der bereits alarmierten Bezirksstäbe landesweit einheitlich koordiniert, hieß es in einer Aussendung. Einsatzleiterin Martina Schreiber sprach im Zusammenhang mit dem Hochwasser von einer dramatischen Situation. Zusätzlich zur normalen Regeldienstmannschaft waren 200 Mitarbeiter des Roten Kreuzes aufgeboten.

"Wir konzentrieren uns derzeit auf die Einsatzräume Ybbs und Melk. Es ist aber zu erwarten, dass mit Fortschreiten der Entwicklung des Hochwassers auch der Bereich Krems stärker betroffen sein wird", betonte der Chef des Landesführungsstabes des Roten Kreuzes, Peter Kaiser.

Der Aussendung zufolge mussten in Melk 20 Menschen aus dem Haus Sozial evakuiert werden. Sie wurden in ein besser geschütztes Lokal gebracht und versorgt. In Krems war in Zusammenarbeit mit dem Bundesheer ein Pinzgauer eingesetzt, um schwierig zugängliche Einsatzräume zu erreichen. In Ybbs war die Dienststelle des Roten Kreuzes ohne Strom, ein Notaggregat wurde installiert. Die Verpflegungseinheit Horn (Feldküche) war in Alarmbereitschaft, um zu erwartende Hochwasser-Betroffene mit Tee und Essen zu versorgen.

Ebenso wurde das Lager Mödling in Alarmbereitschaft versetzt. Die gesamte Palette an Zusatzmaterialien, insbesondere Hunderte Feldbetten und Tausende Decken, ist somit sofort abrufbar
3.6., 12:07Michael Matzenberger

Lokalaugenschein aus Schärding

"Niemand hat gedacht, dass das Wasser so hoch wird", sagte am Montagvormittag Schärdings Bürgermeister Franz Angerer. "Ich habe heute um fünf Uhr früh Dinge gesehen, die mir das Herz zerbrochen haben. 70-jährige Männer hatten Tränen in den Augen, weil sie ihr ganzes Hab und Gut verloren haben", so ein merklich bewegter Stadtchef.

500 Menschen seien evakuiert worden und in Notunterkünfte oder zu Verwandten und Bekannten gezogen. Die Stadt stelle Wohnungen zur Verfügung, um die kommenden Tage zu überbrücken. Jene, die in den oberen Stockwerken ihrer Häuser bleiben konnten, werden von Zillen aus versorgt. Schule und Kindergarten bleiben am Montag und am Dienstag geschlossen.

Viele Menschen hätten ihre Häuser nicht verlassen wollen. Sie räumten ihre Besitztümer in die oberen Stockwerke und harrten dort aus, berichtete Angerer. In der Nacht stieg aber das Wasser noch weiter als erwartet und die Bewohner mussten die Gebäude dennoch verlassen - "nur mit dem Nötigsten". Für Schärdinger gehören Überschwemmungen dazu. "Ein- oder zweimal im Jahr, das sind wir gewöhnt", sagte der Bürgermeister. "Aber das ist ein Jahrhunderthochwasser". Der Pegel sei höher als 2002.

Rund 500 Helfer von 20 benachbarten Feuerwehren standen am Montag im Einsatz. "Die meisten haben sich Urlaub genommen", erzählte Angerer. Aber einige Betriebe hätten ihre Mitarbeiter auch freigestellt und sogar mit Fahrzeugen ausgeholfen. "Die Hilfsbereitschaft ist enorm." Besonders gefreut hat man sich in Schärding über die Unterstützung aus der bayerischen Partnerstadt Grafenau: "Die sind einfach in der Früh da gestanden und haben gesagt: 'Wir wollen helfen.' Das gibt wirklich Mut." Bedarf für die 14 Personen und zwei Fahrzeuge bestand allemal.
3.6., 12:12Michael Matzenberger

Schäden noch nicht zu beziffern

Laut Vizekanzler Michael Spindelegger sind die Kosten sowie die budgetären Auswirkungen des Hochwassers in Österreich noch nicht abschätzbar. "Es wäre zu früh, über ein Schadensausmaß zu reden, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Umweltminister Nikolaus Berlakovich am Montag.

Bereits am Sonntagabend sicherte die Politik den Betroffenen Mittel aus Katastrophenfonds und Rücklagen zu.
3.6., 12:17Michael Matzenberger

"Österreich braucht euch"

So lautet der Titel einer Aussendung der Muslimischen Jugend Österreich. Sie ruft darin "alle Jugendlichen auf, sich umgehend in den Gemeinden zu melden und ihre Hilfeleistung in ihrem umliegenden Gebiet zuzusichern".

Wer mitmachen möchte, könne sich unter hochwasser@mjoe.at anmelden und damit für die österreichische Zivilgesellschaft einen Beitrag leisten.

"Wir fühlen mit den Betroffenen und ihren Angehörigen und werden wie die Jahre zuvor mit anpacken, wo es geht! In den kommenden Tagen werden wir Jugendgruppen in jene Orte schicken, wo sie besonders gebraucht werden. Ich sehe das als unsere Verantwortung", so die Bundesvorsitzende Amira Al Khatib.
3.6., 12:27Martin Obermayr derStandard.at

Bundesheer mit 700 Mann im Einsatz

"Derzeit unterstützt das Bundesheer mit rund 700 Soldaten die zivilen Einsatzkräfte in den Katastrophengebieten. Weitere 2.000 Soldaten halten sich für Einsätze bereit", so Verteidigungsminister Gerald Klug am Montag. Zusätzlich wurden 24 Hubschrauber des Bundesheeres für Erkundungs- und Evakuierungsflüge eingesetzt. Sie wurden teilweise mit Flugrettern und Seilwinden ausgestattet, um so Menschen aus Katastrophengebieten retten zu können.

"Das Bundesheer kann und wird seine Unterstützung bei Bedarf noch weiter erhöhen", so der Minister. So seien rund 8.000 zusätzliche Soldaten möglich. Am Wochenende leistete das Bundesheer vor allem Soforthilfe für die Einsatzkräfte und man unterstützte die Hilfeleistungen sowohl mit geländegängigen Fahrzeugen wie auch bei Absicherungsmaßnahmen. Neben Soldaten für Aufräumarbeiten standen Pioniere mit schwerem Gerät für Brückenbau, Hangabsicherungen oder Wiederherstellung von Verkehrsverbindungen bereit.
3.6., 12:32Michael Matzenberger

Keine größeren Schäden in Vorarlberg

Vorarlberg ist nach Angaben von Landeshauptmann Markus Wallner "mit einem blauen Auge davongekommen". Man habe sehr großes Glück gehabt. Hätten die Niederschläge zwei oder drei Stunden länger angehalten, "so hätte das zu einer Katastrophe geführt", sagte Wallner am Montag.

In den vergangenen drei Tagen sind laut Wallner bei der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) 1.500 Alarmierungen eingelangt, die Hilfskräfte hatten 1.300 Einsätze zu absolvieren. Dabei leisteten 7.200 freiwillige Feuerwehrleute 19.000 Arbeitsstunden. Man wolle weiterhin in Feuerwehren investieren, vor allem in Form großer Schlammpumpen, so Wallner

Laut Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler greife die Hochwasserschutz-Strategie des Landes, man habe die Prioritäten richtig gesetzt. "Die jährlich 30 Millionen Euro, die in Verbauungsprojekte investiert werden, sind gut angelegt", sagte Schwärzler.
3.6., 12:43Michael Matzenberger

Gelder aus EU-Solidaritätsfonds

Die EU-Kommission hat am Montag Hilfe aus dem Solidaritätsfonds wegen der Überschwemmungen in Österreich, Deutschland und Schweden angekündigt. Die Sprecherin von EU-Regionalkommissar Johannes Hahn erklärte in Brüssel, von den drei Ländern selbst seien keine Hilfsanfragen gekommen.

Für ein Hochwasser im April hat Österreich kürzlich 240.000 Euro aus dem Topf erhalten.
3.6., 12:50Michael Matzenberger

Rotes Ebensee, schwarzes Wien

Die Regierungsfraktionen treten sauber getrennt auf. Während eine ÖVP-Delegation aus Vizekanzler Spindelegger, Innenministerin Mikl-Leitner und Umweltminister Berlakovich bei einer Pressekonferenz in Wien sprachen, wurde eine SPÖ-Abordnung aus Kanzler Faymann und Verteidigungsminister Klug im überschwemmten Ebensee vorstellig.

Laut Aussendung des Bundeskanzleramts bekräftigte Faymann in diesem Rahmen, dass die Regierung den Hochwasseropfern "schnell und unbürokratisch" helfen werde. Klug betonte, dass das Bundesheer Seite an Seite mit den Feuerwehren im Einsatz sei.

In Wien erklärte Spindelegger, dass das derzeit geplante Budget "um Einiges" erhöht werden müsse, um die durch das Hochwasser verursachten Schäden abdecken zu können. In welchen Bereichen man im Gegenzug sparen wird müsse, konnte der Vizekanzler allerdings noch nicht sagen.
3.6., 13:02Michael Matzenberger

Linzer Brücken gesperrt

Wie die "Oberösterreichischen Nachrichten" berichten, wurde die Linzer Eisenbahnbrücke für den Verkehr gesperrt. Auch die Steyregger Brücke in der oberösterreichischen Landeshauptstadt könne nicht mehr überquert werden.
3.6., 13:04Michael Matzenberger

In Niederösterreich tagte der Landesführungsstab erneut

Die Lage insbesondere an der Donau "ist und bleibt angespannt", es gebe aber zumindest keine Verschärfung, lautete die Conclusio gemäß dem für den Katastrophenschutz zuständigen Landesrat Stephan Pernkopf.
3.6., 13:15Michael Matzenberger

Traurige Nachricht aus Vorarlberg

Die Leiche eines Mannes, nach dem seit der Nacht auf Sonntag in Vorarlberg gesucht worden war, wurde Montagvormittag gefunden.

Der 58-Jährige hatte am Samstagabend eine Feier besucht, von der er nicht zurückkehrte. Weil sein Heimweg am Koblacher Kanal in Mäder (Bezirk Feldkirch) entlangführte, wurde befürchtet, dass er in das Hochwasser führende Gewässer gestürzt ist. Gegen 10.40 Uhr am Montag wurde die Leiche des Mannes im Bereich des Ortsendes von Altach (Bezirk Feldkirch) entdeckt, informierte die Vorarlberger Polizei.

Der Mann dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach ertrunken sein. Für eine Bestätigung der Todesursache müsse die sanitätspolizeiliche Untersuchung abgewartet werden, hieß es seitens der Polizei.

In Salzburg werden weiterhin zwei Menschen vermisst.
3.6., 13:21Michael Matzenberger

Stromproduktion eingeschränkt

Die Kraftwerke Ybbs und Melk wurden abgedreht. Dadurch erbringt der Verbund aus neun Donaukraftwerken derzeit nur zwei Drittel der üblicherweise 2.000 Megawatt (MW) Leistung.

Für die Erzeugung von Wasserkraftstrom wichtig ist das Gefälle, das sich bei Hochwasser verringert. Wenn es zu viel Wasser gibt, werden die Maschinen stufenweise abgestellt.
3.6., 13:32Michael Matzenberger

Falsche Prognosen für Oberösterreich

Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer hat eingestanden, die Ausmaße der Fluten unterschätzt zu haben. "Die Prognose war falsch", sagte er nach der ersten Sitzung des Landeskrisenkoordinationsgremiums in einer Pressekonferenz am Montag in Linz. Den Voraussagen seien von den Bundesländern und Bayern zu geringe Parameter zugrunde gelegt worden.

Umweltlandesrat Rudi Anschober kündigte bei dem Termin für die kommenden Stunden ein Zittern angesichts der Brennpunkte - Grein (Bezirk Perg), das Innere Salzkammergut und Schärding - an. In der Stadt am Inn sei man bei der Dammhöhe an Grenzen gestoßen, bis 2016 müssten aber mit Unterstützung des Bundes weitere Teile geschützt werden.

Knapp 90.000 Sandsäcke wurden in Oberösterreich bisher ausgegeben und mehr als 2.100 Fluteinsätze mit über 19.000 Helfern geleistet. Beim Roten Kreuz waren seit Samstag fast 1.800 Mitarbeiter beschäftigt, rund 6.000 standen rund um die Uhr in Bereitschaft. Das große Thema war dabei Krisenintervention, eine Person musste auch reanimiert werden. Die Polizei führte mit etwa 1.000 Beamten verkehrssichernde Maßnahmen durch.
3.6., 13:51Michael Matzenberger

Evakuierungen in Korneuburg

In Korneuburg ist es am Montag zu hochwasserbedingten Evakuierungen gekommen. Bewohner mussten auf Veranlassung der Polizei eine Siedlung verlassen, berichtete die Feuerwehr. Zuvor war eine ältere Frau per Zille geborgen worden.

Aufgrund des Hochwasseralarms veranlasste die Exekutive um 13.09 Uhr die Evakuierung der "Werftkolonie", so die FF Korneuburg in einer Aussendung. Kräfte der Feuerwehr und Beamte der Polizeiinspektion waren am frühen Nachmittag damit beschäftigt, die Bewohner in Sicherheit zu bringen.

Bereits gegen Mittag gab es eine Menschenrettung im Bereich Tuttendörfl. Eine Bewohnerin eines Hauses nahe des Agrarspeichers hatte bis dahin trotz Hochwasserwohnung den Gefahrenbereich nicht freiwillig verlassen wollen, so die FF Korneuburg. Sie wurde letztlich gemeinsam mit Beamten der Polizei "überredet". Neben dem notwendigsten Hab und Gut musste auch eine Hauskatze mittels Feuerwehrzille vor den Fluten in Sicherheit gebracht werden.
3.6., 14:20Michael Matzenberger

Lokalaugenschein aus Oberndorf

Braun-grauer Schlamm in den Häusern, den Garagen, den Kellern, den Gärten: Am Tag nach der großen Flut zeigt sich in der Stille-Nacht-Gemeinde Oberndorf im Salzburger Flachgau das Ausmaß der Verwüstung. "Es ist alles kaputt. Das Wasser ist gut einen Meter hoch im Haus gestanden", erzählt Doris Anderle. Ihr Elternhaus steht in der Alten Landstraße, am Montag räumt sie durchweichte Möbel auf den Vorplatz. Die Nacht hat die Familie bei der Schwester verbracht.

Schlimmer war es nur im Jahr 1959, weiß die Frau aus Erzählungen ihrer betagten Eltern, die beim Aufräumen mithelfen. Überall war die Feuerwehr im Einsatz, Keller wurden ausgepumpt, Garagen mit sauberem Wasser ausgespritzt. Tische, Stühle, Sofas, Teppiche, die gestern früh noch benützt wurden, wanderten in die aufgestellten Großcontainer. Ein junger Soldat fährt mit einem Scheibtruhe kiloweise gebundene Ausgaben des "National Geographic" aus einer Wohnung. Sie sind vollkommen durchweicht.

"Die Betroffenen können die Sachen entsorgen, der Schaden muss aber dokumentiert werden", sagte Josef Schwaiger vom Amt der Salzburger Landesregierung. Der Beamte und mögliche künftige Agrarlandesrat war Montagvormittag in der Alten Landstraße unterwegs, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen. Seine Bilanz: "50 Objekte sind betroffen, wir gehen von einem Gesamtschaden von 1,5 Mio. Euro in Oberndorf aus." Er versprach Geld aus dem Katastrophenfonds.
3.6., 14:22Michael Matzenberger

Situation in Melk "unter Kontrolle"

"Die Einsatzkräfte und die Stadt haben die Situation unter Kontrolle und sind für einen Hochwasserfall wie im Jahr 2002 gerüstet", teilte der Melker Bürgermeister Thomas Widrich am Montag mit. Zu Mittag stand der Hauptplatz zur Hälfte unter Wasser, die B1 war komplett überflutet. Die örtlichen Einsatzkräfte wurden von neun anderen Feuerwehren und einem Katastrophenhilfszug unterstützt.

Die Seniorenwohnhausanlage "Senior Sozial" musste in den Vormittagsstunden evakuiert werden. 20 Personen wurden von der Feuerwehr und vom Roten Kreuz in Sicherheit gebracht.
3.6., 14:33Michael Matzenberger

Gewerkschaft hilft mit Geld, Arbeiterkammer hat Steuertipps

Hochwassergeschädigte müssen meistens mit handfesten finanziellen Schäden umgehen. Die Politik versprach bereits Gelder aus Katastrophenfonds, daneben informieren auch die Sozialpartner.

Die Gewerkschaft (ÖGB) erinnert ihre Mitglieder, dass sie Mittel aus dem ÖGB-Katastrophenfonds beantragen können. Dabei werden nur Schäden am und im Wohnhaus beziehungsweise an der Wohnung abgegolten. Es muss sich um den Hauptwohnsitz handeln, und die Schadenshöhe muss mindestens 700 Euro betragen. Beim Schadenseintritt muss eine mindestens zweijährige ununterbrochene ÖGB-Mitgliedschaft vorliegen, Heidi Hirschbichler, von der Salzburger Landesgeschäftsstelle am Montag in einer Aussendung

Die Salzburger Arbeiterkammer (AK) verweist auf die steuerlichen Möglichkeiten für Arbeitnehmer: Sie können im Rahmen der jährlichen - für heuer also erst 2014 - Arbeitnehmerveranlagung die Kosten durch Hochwasserschäden als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzen - ohne Selbstbehalt.
3.6., 14:47Michael Matzenberger

Es steht Geld zur Verfügung

Wie kommt man nach einem Unwetterschaden zu Mitteln aus Katastrophenfonds & Co? Hier finden Sie Hintergrundinfos für Hochwasseropfer
3.6., 14:50Michael Matzenberger

Passau stellt Trinkwasser-Versorgung ein

Wegen des Hochwassers müssen die Stadtwerke Passau die Trinkwasserversorgung einstellen. Es drohe eine Verunreinigung der Trinkwasserbrunnen, teilte der Krisenstab in der bayerischen Stadt an der Grenze zu Österreich am Montag mit.

Das noch vorhandene Wasser in den Hochbehältern sei begrenzt und in einzelnen Bereichen bereits erschöpft. Erwartet wird, dass die Restmengen noch im Laufe des Montags verbraucht werden. Der Krisenstab arbeite mit Hochdruck an Lösungen, um der Bevölkerung Trinkwasser anbieten zu können, hieß es. Das Klinikum Passau erhalte nach wie vor frisches Trinkwasser.
3.6., 15:05Michael Matzenberger

Die Österreichische Hagelversicherung informiert:

Das Hochwasser dürfte bundesweit mehrere tausend Hektar Agrarfläche geschädigt haben. So lautet die erste Schätzung der Österreichischen Hagelversicherung, bei der 80 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche gegen Überschwemmungen versichert sind. Bis Montag gingen 165 Schadensmeldungen ein. Betroffen sind die Bundesländer Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich und das steirische Ennstal. In diesen Regionen haben die Regenfälle großflächige Schäden vor allem im Grünland, aber auch an Ackerkulturen, Gemüse und im Gartenbau verursacht.
3.6., 15:06Michael Matzenberger

Ausnahmezustand in Steyr

Bewegtbilder aus der oberösterreichischen Stadt von Sonntag:

3.6., 15:15Michael Matzenberger

Lokalaugenschein aus Schärding, Oberösterreich

"In fast 30 Häusern reicht das Wasser bis an den ersten Stock heran. Fast überall sind Strom und Wasserversorgung weg, auch der Kanal funktioniert nicht mehr." Das sagte Sigi Adlsmannseder von der Feuerwehr Schärding am Montag bei einem Lokalaugenschein. Der Bereichsleiter Unterer Stadtplatz und Burggasse ist seit Sonntag im Dauereinsatz. Heute transportiert er Bewohner dieses flussnahen Stadtteils mit Booten aus ihren Wohnungen. "Ungefähr 15 Leute haben wir aus den Fenstern gehoben, weil die Stiegen ins Erdgeschoß unpassierbar sind."

Gefahr habe für diese Bewohner keine bestanden, viele Leute haben ihre Häuser gestern, Sonntag, verlassen", erklärte Adlsmannseder und fügte hinzu: "Für uns Feuerwehrleute war dieser Einsatz aber sehr riskant. Wir waren gestern mit Pumpen in den Gassen und wollten die Häuser so lange wie möglich wasserfrei halten. Lange Zeit hat das auch gut funktioniert. Aber plötzlich sind Sturzbäche aus den Haustüren und Kellern geströmt und haben die leergepumpten Gassen derart schnell überflutet, dass wir es kaum geschafft haben, uns mit unserem Gerät zurückzuziehen. Einige Schläuche, die wir nicht schnell genug eingerollt haben, hat das Wasser des Inns einfach weggespült. Natürlich haben wir gewusst, dass das passieren kann. Aber dass es derart schnell geht und die Gassen binnen Minuten überflutet sein könnten, hat uns alle dann doch überrascht."

Die 67-jährige Rosa Schiffmann und ihr 66-jähriger Ehemann Reinhard gehören zu jenen, die von den Feuerwehrleuten durch die Fenster gehievt werden mussten. "Drei Stufen unter unserer Wohnungstür am Unteren Stadtplatz 11 steht das Wasser. Mein Mann und ich haben beide kaputte Knie, da hätten wir es ohne die Feuerwehrleute sicher nicht durch die Fenster geschafft", sagte die Frau. Und Herr Schiffmann ergänzte: "2002 hatten wir gerade einmal 60 Zentimeter Wasser im Erdgeschoß. Wir sind an Hochwasser in diesem Teil von Schärding ja gewöhnt. Aber so etwas wie jetzt habe ich in den 40 Jahren in dieser Wohnung noch nicht erlebt."
3.6., 15:35Michael Matzenberger

Als weiterhin angespannt galt am Montagnachmittag …

… die Lage im Kremser Stadtteil Stein. Eine Evakuierung der Bewohner sei noch nicht vorgesehen, es seien jedoch entsprechende Vorbereitungsmaßnahmen getroffen worden, so der Magistrat. Nach der vorliegenden Hochwasserprognose könne "nicht ganz ausgeschlossen werden, dass im Laufe des heutigen Abends die Donau über die mobile Schutzwand tritt und der Stadtteil Stein überflutet wird", hieß es auf der Homepage der Stadt.
3.6., 15:49Michael Matzenberger

Neuigkeiten von den Hydrografen

Die Situation in Oberösterreich wird sich erst Dienstagnachmittag entspannen. Seit Montagvormittag bis kurz nach 15.00 Uhr war der Pegelstand in Schärding von 10,20 auf 10,56 Meter gestiegen, in Linz von 8,55 auf 8,77 Meter, in Mauthausen von 8,40 auf 8,44 und in Grein von 13,19 auf 13,72. Das berichtete der Hydrografische Dienst des Landes

In Schärding sei der Höhepunkt erreicht, man erwarte in den kommenden Stunden einen leichten Rückgang, berichtete ein Mitarbeiter des Hydrografischen Dienstes. In Linz wurde die Spitze mit einem maximalen Stand von 9,20 Metern für die frühen Abendstunden prognostiziert. Der mobile Hochwasserschutz im Stadtteil Urfahr halte auf jeden Fall, hieß es. In Mauthausen wurde ebenfalls für den Abend der Höchststand mit knapp 8,80 Metern erwartet. In Grein dürfte das Maximum mit 14,80 Metern Dienstagvormittag erreicht werden.
3.6., 15:52Michael Matzenberger

Zwei Leichen in Bayern angespült

Zwei noch unbekannte Tote sind mit dem Treibgut des Hochwassers in der Stadt Günzburg in Bayern angeschwemmt worden. Mehr darüber und über die aktuelle Lage in den Nachbarländern lesen Sie in diesem Artikel.
3.6., 15:57Michael Matzenberger

Katastrophenpflichtversicherung?

Noch sind Schätzungen über die Schadenssummen Spekulation. Rufe nach einer Pflichtversicherung für Katastrophen wie Überschwemmungen, Lawinen, Hagel, Sturm oder Erdbeben wurden dennoch schon laut.

Das Jahrhunderthochwasser von 2002 verursachte laut VAV-Versicherung einen volkswirtschaftlichen Schaden von rund 3 Milliarden Euro, von Versicherungen gedeckt waren lediglich 420 Millionen Euro.

Durch eine bereits in der Vergangenheit diskutierte Pflichtversicherung in einem gemeinsamen Konzept mit dem Staat wären höhere Deckungen möglich, sagte der Vorstand der Wiener Städtischen, Erich Leiß, am Montag.
3.6., 16:00Michael Matzenberger

HeiFi dankt

Bundespräsident Heinz Fischer hat das Hochwasser am Montag als "eine ganz besondere Herausforderung an die Behörden unseres Landes, aber auch an die Hilfsbereitschaft und Solidarität der Bevölkerung" bezeichnet. Fischer dankte in einer Aussendung den Hilfskräften und begrüßte zugleich, dass die Bundesregierung rasche Hilfe für die Opfer angekündigt hatte.

Der Präsident verwies insbesondere auf die Tausenden freiwilligen Helfer, die seit Tagen "unermüdlich und unentgeltlich" Hilfe leisteten. "Ohne den selbstlosen Einsatz von Feuerwehr, Bundesheer, Rettung, des Roten Kreuzes und von zahlreichen anderen Institutionen wären die Auswirkungen der Hochwasserkatastrophe noch viel gravierender gewesen."
3.6., 16:09Michael Matzenberger

Tiroler Rotkreuzretter kehren heim

Das Tiroler Rote Kreuz hat am Montag ankündigt, seinen Großeinsatz in Süddeutschland in den Abendstunden zu beenden. Die Landessektion hatte seit Sonntag mit mehr als 300 freiwilligen Helfern und 60 Fahrzeugen ihre Kollegen in und um die bayerische Stadt Rosenheim unterstützt.
3.6., 16:19Martin Obermayr derStandard.at

Aufräumen in Salzburg in vollem Gange

Im Bundesland Salzburg hat sich die Situation mittlerweile etwas beruhigt, die Aufräumarbeiten in den betroffenen Gebieten sind voll im Gange. "Die Lage entspannt sich langsam, von einem Normalzustand sind wir aber noch weit entfernt", so Norbert Altenhofer vom Referat Katastrophenschutz des Landes.

Mehr Infos zur Situation in Salzburg
3.6., 16:39Michael Matzenberger

Betagte Frau in Schärding wiederbelebt

Eine 90-jährige Frau ist am Montag gegen 11.00 Uhr in Schärding erfolgreich wiederbelebt und ins Spital eingeliefert worden. Das Haus der betagten Frau war per Auto nicht mehr erreichbar, die Feuerwehr brachte die Retter mit einer Zille hin, berichtete Bezirksrettungskommandant Stefan Penzinger. Die Pensionistin war von ihrem Neffen gefunden worden, der Erste Hilfe leistete.
3.6., 16:50Michael Matzenberger

Unsere Gewässer fließen in künstlichen Gerinnen …

… und sie können bei Starkregen gar nicht anders, als über die Dämme zu treten. NGOs fordern deshalb eine Renaturierung mit mehr Augebieten in unbebauten Gegenden, wo sich das Wasser außerhalb der Städte großflächig ausbreiten und versickern kann.

Mehr dazu im Artikel Im Zwangskorsett: Flüsse holen sich ihren Raum zurück
3.6., 16:52Michael Matzenberger

Die Donau hat eine Höhe von zehn Metern erreicht

Die Marke wurde bei Kienstock in der Wachau um 16.25 Uhr gemessen. Bis Dienstag soll der Strom laut Prognose sogar auf 10,95 Meter steigen. Das wären fünf Zentimeter mehr als der Pegelhöchststand beim Hochwasser am 14. August 2002.
3.6., 17:00Martin Obermayr derStandard.at

Spenden für Hochwasser-Opfer

Von der Caritas über die Diakonie bis zum Roten Kreuz - die großen Hilforganisationen haben Spendenkonten für Hochwasser-Opfer eingerichtet.
3.6., 17:08Michael Matzenberger

Unsere Kolleginnen und Kollegen von …

… derStandard.at/Wirtschaft haben alle Informationen über Kurzarbeit, Notfallfonds und Versicherungsfragen zusammengestellt.

Und die Damen und Herren von derStandard.at/Inland berichten, wie die österreichische Innenpolitik auf das Hochwasser reagierte.
3.6., 17:16Michael Matzenberger

Maßnahmen für eine mögliche Evakuierung in Stein

Falls der Kremser Stadtteil evakuiert werden muss, stünde in der Tourismusschule HLF am Langenloiser Berg ein Lager für 200 Personen zur Verfügung, teilte die Stadt mit. Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes stehe in Bereitschaft.
3.6., 17:44Martin Obermayr derStandard.at

Evakuierung in Korneuburg abgeschlossen

Die Evakuierung von Bewohnern der "Werftkolonie" in Korneuburg ist am Montagnachmittag abgeschlossen worden. 15 Personen wurden nach Angaben der Feuerwehr gerettet. Sie seien teilweise über Notstege mit ihren Habseligkeiten in Sicherheit gebracht worden, hieß es auf der Homepage der FF Korneuburg.
3.6., 18:15Martin Obermayr derStandard.at

Reportage von betroffenen Donau-Gebieten

Für diese Reportage des morgigen Print-STANDARD wurde in Linz, Melk und Klosterneuburg vor Ort recherchiert: Kreativ, bockig, routiniert: Wie die Anrainer mit dem steigenden Donau-Pegel umgehen
3.6., 19:06Martin Obermayr derStandard.at

Eine weitere Hintergrundgeschichte zum Hochwasserschutz

Immer wieder haben Landeshauptleute in den vergangenen Jahren mehr Geld für Schutz gegen Hochwasser gefordert. Doch möglicherweise wurde auch die seit 2007 gewährte Euro-Milliarde falsch verbaut. Lesen Sie mehr: Milliarden-Schutz konnte Flut nicht eindämmen.
3.6., 19:39Martin Obermayr derStandard.at

Zivilschutzalarm in Weißenkirchen in der Wachau

In Weißenkirchen in der Wachau ist Montagabend der hochwasserbedingte Zivilschutzalarm ausgelöst worden. 450 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, berichtete der ORF Niederösterreich. Die Donau habe einen Pegel erreicht, der entsprechend dem Alarmplan dazu zwinge, Evakuierungen vorzunehmen, sagte Bürgermeister Anton Bodenstein (ÖVP). Alternativquartiere stünden zur Verfügung. Bodenstein zeigte sich auch optimistisch, dass der Hochwasserschutz den Wassermassen standhalten werde.
3.6., 20:31Martin Obermayr derStandard.at

Verabschiedung und Foto-Hinweis

Wir beenden hiermit den Live-Bericht für heute. Wenn sich in den nächsten Stunden nichts Dramatisches ereignet, steigen wir morgen früh gegen 6 Uhr wieder ein.

Mit dieser Fotostrecke von den Aufräumarbeiten in Tirol und Salzburg wünschen wir allen Betroffenen eine zumindest halbwegs erträglich Nacht.
3.6., 05:52
Die Innenstadt von Melk an der Donau war bereits am Sonntag meterhoch überflutet. (Foto: APA/HERBERT P. OCZERET)
3.6., 06:24
Auf dieser Grafik sind die aktuellen Pegelstände der Gewässer in Österreich zu sehen. Weitere Infos und Up-dates:Stündlich aktualisierte Pegelstände (Screenshot: http://ehyd.gv.at)
3.6., 06:53
In Hüttau im Bundesland Salzburg ist am Sonntag eine Mure mitten in einer Wohnsiedlung abgegangen - weitere Bilder vom Sonntag. (Foto: APA/FEUERWEHR HÜTTAU)
3.6., 07:36
Von Voralberg bis Niederösterreich sind zahlreiche Straßen gesperrt. Mehr dazu: Aktuelle Verkehrsinformationen des ÖAMTC (Foto: APA/HERBERT P. OCZERET)
3.6., 10:10
Die Situation der Hochwasser führenden Salzach auf Höhe Lehen (Foto: APA/BARBARA GINDL)
3.6., 11:08
Hier eine Liste von Orten mit besonders hohen Regenmengen: Von Donnerstagmorgen bis Montagmorgen gab es in Bad Ischl mit 265 Litern pro Quadratmeter die höchsten Werte. (Grafik: Ubimet)
3.6., 11:20
Halbmast durch höhere Gewalt in Engelhartszell (APA-FOTO: THOMAS LEITNER)
3.6., 12:06
An der Donau, wie hier in der Wachau, werden weiter Schutzdämme errichtet. (Foto: Matthias Fischer/NÖ lfkdo)
3.6., 12:54
Hohe Kosten seien durch die Unwetter zu erwarten, sagte Vizekanzler Spindelegger (Mitte) bei einer Pressekonferenz in Wien. Ihm zur Seite: Umweltminister Berlakovich und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (Foto: APA/Dragan Tatic)
3.6., 13:34
Blick auf das Donaukraftwerk Greifenstein vom Strombauamt in Greifenstein (Foto: Ronald Denk)
3.6., 13:49
In Melk steht die Innenstadt meterhoch unter Wasser. Hier gibt es mehr Bilder vom Montag. (Foto: APA/Roland Schlager)
3.6., 15:38
Eine Luftaufnahme von Schärding zeigt das Ausmaß der Katastrophe, mehr als 200 Häuser wurden überflutet. (Foto: APA/DASCH)
3.6., 16:11
Blick auf das Kraftwerk in Schärding am Montag. (Foto: APA/Dasch)
3.6., 17:11
Hier ein Bild von der Pram-Mündung in den Inn bei Schärding. (Foto: APA/MANFRED FESL)
3.6., 19:36
Übersichtskarte von einigen Messorten: Die Pegelstände zeigen Mittelwasser sowie die Höchstwerte 2002 und die prognostizierten 2013. (Grafik: APA)
3.6., 20:34
In einem Hotel in Schüttdorf im Salzburger Pinzgau wurde der Weinkeller in Mitleidenschaft gezogen. Mehr Bilder von den Aufräumarbeiten in Tirol und Salzburg
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