Erwin Soravia: "Keine geförderten Wohnungen"

26. Jänner 2013, 10:11
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Soravia-Boss Erwin Soravia über das Projekt "Triiiple", und warum es seiner Meinung nach lebhafter als "TownTown" werden wird

Anders als in der von Soravia entwickelten TownTown soll "Triiiple" ein lebendiger, heterogener Stadtteil werden. Wie genau, erklärte Vorstand Erwin Soravia im Gespräch mit Wojciech Czaja.

STANDARD: Triiiple ist ein Gemeinschaftsprojekt von ARE und Soravia. Warum arbeiten Sie hier im Doppelpack?

Soravia: Die ARE war Eigentümerin des Zollamt-Gebäudes und hat uns mit an Bord geholt, weil wir ja bereits TownTown entwickelt haben und mit der Gegend daher bestens vertraut sind.

STANDARD: Sie sprechen von Nutzungsmix. Wird es auch geförderte Wohnungen geben?

Soravia: Wir benötigen für diesen Standort keine Förderungen. Wir schaffen hier ein Produkt, bei dem wir diverse Wohnungspakete an institutionelle und private Anleger verkaufen werden, die die Wohnungen dann auf den Markt bringen. Angedacht sind unter anderem Boardinghaus, Studentenheim und Singlewohnen, doch zumindest die Hälfte der Wohnungen soll an Eigennutzer gehen.

STANDARD: Hochpreisiges Wohnen also?

Soravia: Nein. Das ist kein Luxusstandort. Aber natürlich sind wir als Projektentwickler an einer optimalen Verwertung interessiert. Die Büroverwertung wird aber bei uns bleiben. Die Mietpreise werden sich wie auch bei TownTown bei 13,50 bis 17 Euro pro Quadratmeter bewegen.

STANDARD: Ein großes Problem bei TownTown ist das fehlende öffentliche Leben. Wird das bei Triiiple anders sein?

Soravia: Ja. Bei Triiiple haben wir mehr als 50 Prozent Wohnen. Daher wird es auch eine gemischte Sockelgeschoßverwertung geben.

STANDARD: Wie wird das Projekt finanziert?

Soravia: 30 Prozent Eigenfinanzierung, Rest Bankfinanzierung.

STANDARD: Welche Rendite-Vorstellungen haben Sie?

Soravia: Kein Kommentar.

(Wojciech Czaja, DER STANDARD, 26./27.1.2013)

Erwin Soravia (45) studierte Wirtschaft und gründete gemeinsam mit seinem Bruder Hanno 1989 die Soravia Bauträger GmbH. Heute ist er Vorstand der Soravia Group AG.

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  • "Zumindest die Hälfte der Wohnungen soll an Eigennutzer gehen", sagt Erwin Soravia.
    foto: soravia group ag

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