Mikl-Leitners Plan B für Asylquartiere steht

26. November 2012, 10:02

Entscheidung über Notunterkünfte am Freitag - Burgenland und Vorarlberg werden Quote erfüllen

Wien/Traiskirchen - Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) wird am Freitag entscheiden, ob sie Not-Unterkünfte für Flüchtlinge zur Entlastung der Asyl-Erstaufnahmestelle Traiskirchen errichten lässt. Dann läuft nämlich die den Ländern gesetzte Frist zur Bereitstellung zusätzlicher Plätze aus. Sollten bis dahin nicht genug Quartiere vorhanden sein, werden in den säumigen Ländern Flüchtlinge wohl in Containern und Kasernen untergebracht: "Unser Plan B ist fertig", so Mikl-Leitner Montagvormittag in einer Stellungnahme.

Die Frist Ende November war bei einem Asylgipfel im Oktober festgelegt worden. Die Länder verpflichteten sich bei dieser Aussprache im Kanzleramt, bis dahin ihre Quoten zumindest zu 88 Prozent zu erfüllen, was derzeit nur Wien, Niederösterreich und der Steiermark gelingt.

Zumindest zwei Länder dürften nun dazu kommen. Ihre Experten hätten bestätigt, dass auch Vorarlberg und Burgenland die Vereinbarungen bis 30. November erfüllen werden, erklärte Mikl-Leitner. Dies zeige: "Es geht."

Teilweiser Optimismus

Bei den anderen vier Ländern ist die Ministerin "teils mehr oder weniger optimistisch - auch, was den Willen betrifft, die Menschen vor Obdachlosigkeit zu schützen". Erfüllten sie die Vereinbarung aber bis Ende November nicht, trete unmittelbar Plan B in Kraft. Denn sie höre seit 1,5 Jahren zwar schöne Worte, Ankündigungen seien aber noch keine Lösungen.

Dass sich manche Länder nun überrascht geben, dass nun so rasch Unterkünfte gefunden werden müssten, erbost Mikl-Leitner ein wenig. Durch die internationalen Krisen sei der Anstieg der Asylwerberzahlen absehbar gewesen und man habe die Länder auch Woche für Woche darauf hingewiesen. Darüber hinaus verfehlten die Länder die Quote ja nicht erst seit gestern: "Und jetzt sind sie überrascht?"

Pröll drohte mit Schließung

In der Erstaufnahmestelle Traiskirchen waren bis zuletzt rund 1.400 Asylwerber untergebracht und damit gut 900 mehr als zwischen Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) und der damaligen Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) vereinbart. Angesichts dessen drohte Pröll sogar mit einer Schließung des Lagers.

Zuletzt gab sich der Landeshauptmann insofern kompromissbereit, als er sich vorstellen konnte, in schwierigen Zeiten bis zu 200 Asylwerber mehr in Traiskirchen zu tolerieren als mit Fekter paktiert. Freilich würden für das Land Niederösterreich ohnehin Probleme entstehen, würde der Belag in der Erstaufnahmestelle auf 480 sinken. Dann müssten nämlich mehrere hundert neue Plätze im eigenen Land gefunden werden, um selbst noch die Quote erfüllen zu können. (APA, 26.11.2012)

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10 Postings
Zeltlager

Na ja eine Unterkunft haben sie ja schon gefunden ,ein Zeltlager mitten in Wien sind dort auch noch zu Fuss hingegegangen ! Zu dem sind sie dann im urbanen Umfeld ,sie fordern eh das sie lieber in der Stadt sind!Wien ist der ideale Platz für ALLE Asylanten !

Die Schule ist der richtige Ort für alle

mit ausgewiesener Rechtschreibschwäche.

Wo man Menschen wie Ihnen den Rest, der Ihnen offensichtlich fehlt, beibringt, weiß ich leider auch nicht... :-(

In unserem Ort wurde ein ehemaliges Gasthaus an die Volkshilfe vermietet. Der Bürgermeister und die Bevölkerung wurden nicht mit einbezogen. Letztere haben von dem neuen Asylantenheim (direkt am Marktplatz) aus der Zeitung erfahren. Der Vermieter ist übrigens aus dem Nachbarort. Ein Schelm wer Böses denkt...

Man darf sich nicht wundern, wenn der Unmut auf allen Seiten wächst, wenn man so mit der Bevökerung und den Asylsuchenden umspringt.

Unterbringung sollte kein problem sein....

In autobussen, per bahn und dann einfach dorthin zurueck wo die her gekommen sind. Busse und bahn sind ja gut geiheizt und bieten einen schoenen panoramablick wenn es wieder nach hause ghet.
Gute fahrt und tschuess.....

Jetzt ist es wichtig, dass die Bevölkerung überall solidarisch Widerstand gegen die Anlieferung von weiteren Asylwerbern aus Traiskirchen leistet!
Sonst ist in ein paar Monaten ganz Österreich ein einziges Container-Dorf.

es ist völlig in ordnung die asylwerber auf ganz österreich aufzuteilen

und ja, wir müssen sie beherbergen.

Dass sich manche Länder nun überrascht geben, dass nun so rasch Unterkünfte gefunden werden müssten, erbost Mikl-Leitner ein wenigDass sich manche Länder nun überrascht geben, dass nun so rasch Unterkünfte gefunden werden müssten, erbost Mikl-Leitner

Dass ist jetzt aber ein Witz oder? Die Länder wissen es nun wirklich schon einige Monate. Und nun wären die Länder tatsächlich noch überrascht? Da darf man sich die Frage erlauben, was in den letzten Wochen, in der die Schließung selbst auch mehrfach Angedroht wurde, eigentlich passiert ist.

vielleicht stellt sie ihre Container gleich in den Votivpark...

man mag von dem "Protestcamp" ja halten was man will, aber Fakt ist: es gibt zu wenig Unterkünfte - dabei hat Österreich momentan mit ca 15.000 Asylwerbern im Jahr zu tun, es gab Zeiten, da haben wir doppelt so viele auch untergebracht... komisch eigentlich: wo sind die anderen 15.000 Plätze hin verschwunden? Diese Quartiere werden doch nicht ALLE feuerpolizeilich gesperrt worden sein?

wir haben immer noch leerstehende kasernen

nur so als beispiel. und in so manchem dorf, würde sich der eine oder andere sicher freuen, gegen bares ein paar flüchtlinge einzuquartieren. no problem

Wenn ich mich richtig erinnere hat Wien ein Plus von 48%.

Wo bleiben die anderen Bundesländern mit ihren Verprechungen?

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