Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Alaba drohte dem ORF mit einer Klage.
Das Kabarettisten-Duo Dirk Stermann und Christoph Grissemann entschuldigt sich beim Fußball-Star David Alaba für einen "Willkommen Österreich"-Beitrag. "Es tut uns sehr leid, dass sich David Alaba von unserem satirischen Beitrag rassistisch angegriffen fühlt und in seinen Gefühlen verletzt wurde", erklärten Stermann und Grissemann am Freitag in einer Stellungnahme gegenüber der APA.
Alaba hatte nach Medienberichten angekündigt, wegen des satirischen Beitrags rechtlich gegen den ORF vorgehen zu wollen. In der "Willkommen Österreich"-Ausgabe vom 2. Oktober waren Stermann und Grissemann als Alaba und Frank Stronach zu sehen. Die von Grissemann persiflierte Kunstfigur Stronach ließ sich dabei über rassistische Klischees wie Bananen, Hautfarbe und soziale Herkunft aus.
ORF distanziert sich von "Ausgrenzung und Diskriminierung"
Der Beitrag schlug in Deutschland mediale Wellen, und der Sportler erhielt auch Unterstützung von seinem Klub Bayern München. "Im gesamten europäischen Fußball und in allen Ligen wird der Rassismus ausdrücklich geächtet und bekämpft", erklärte etwa Bayern-Sprecher Markus Hörwick. "Wir alle unterstützen diesen Kampf. Und dann passiert so etwas. Ich finde das geschmacklos. In Deutschland wäre so etwas unmöglich, das sollte es auch in Österreich sein. Der FC Bayern wird seinen Spieler schützen."
Der ORF entschuldigte sich für den Vorfall, sah in dem Beitrag aber keinen rechtlichen Verstoß und keine Verletzung der Persönlichkeitsrechte Alabas. "Wir - und auch das gesamte Team - distanzieren uns von jeglicher Ausgrenzung und Diskriminierung aufgrund von Herkunft oder Hautfarbe. Dieser Beitrag war ausschließlich auf die politischen Ambitionen von Frank Stronach gemünzt", so Stermann und Grissemann. "Wenn dieser Beitrag missverständlich aufgenommen werden konnte, dann möchten wir uns auch dafür aufrichtig entschuldigen und würden uns über eine persönliche Aussprache sehr freuen, denn wir schätzen David Alaba auf- und abseits des Rasens sehr."
Auch ORF-Kommunikationschef Martin Biedermann meldete sich zu Wort: "Nichts liegt dem ORF ferner, als irgendjemanden rassistisch zu beleidigen. Die Satire wurde offenbar missverstanden, und wir entschuldigen uns dafür, denn es zählt das, was ankommt und nicht, was intendiert war. David Alaba ist einer der erfolgreichsten österreichischen Sportler, auf den wir - wie ganz Österreich - sehr stolz sind."
ÖFB zeigt keine Toleranz gegenüber Satire
Fast zeitgleich hat am Freitag der Österreichische Fußballbund (ÖFB) eine solche öffentliche Entschuldigung von Stermann und Grissemann sowie vom ORF gefordert. Der "beleidigende Umgang" mit Alaba in der ORF-Show "Willkommen Österreich" sei - wenngleich als Satire gedacht - "nicht zu tolerieren". Laut Fußballbund-Präsident Leo Windtner seien der ÖFB und seine Mitglieder "umfassend bemüht, die Themen Integration und Migration im und mit Fußball bestmöglich zu lösen". Besonders im Fußballsport sei schon vielfach bewiesen worden, wie gut Integration funktioniert. "Solche Beiträge sind absolut entbehrlich und der Fußballsport darf nicht als Steigbügelhalter für derartige Verfehlungen verwendet werden", so Windtner.
ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig forderte deshalb eine "offizielle Entschuldigung, da wir Null Toleranz dafür haben, dass in einem öffentlichen Medium rassistische Äußerungen in Verbindung mit dem Fußball Raum erhalten". Der ÖFB wies auch darauf hin, dass man bereits unmittelbar nach der Ausstrahlung der Sendung Anfang Oktober den ORF zweimal ersucht habe, den Beitrag auf allen Plattformen zu entfernen, auf welche der ORF Zugriff hat. (APA, derStandard.at, 2.11.2012)
Zum Thema
Hohes Informationsbedürfnis bei Fernsehkunden durch komplexe und vielseitige Angebote - Konvergente Dienste mit Internetzugang müssten "einfacher werden"
Mehr Potenzial für Struktursparen
Ohne Refundierung: Weniger "Wir sind Kaiser" und "Musikantenstadl"
Kein teures Programm nach 23.00 Uhr - Besserer aber seltenerer Sendeplatz für dok.film - Dokumentarfilmer protestieren
Um Mitternacht lagen die Grünen im Mai im ORF noch vor der SPÖ. In der "ZiB 2" nur knapp hinter der ÖVP. Ihr Erfolg bei Landtagswahlen ließ die TV-Redezeit ihrer Politikerinnen im ORF deutlich steigen.
Was fehlt der Produktionswirtschaft, wenn die Republik dem ORF nicht Gebührenbefreiungen abgilt? 120 bis 130 Millionen, ließen sich Branchenverbände errechnen. Beileibe nicht alleine für klassischen Film: Shows, Serien, Dokus und Magazine sind inkludiert.
Armin Wolfs Rede bei der Jahreskonferenz des Netzwerk Recherche "versöhnt Jung und Alt"
Publikumsräte des ORF hätte interessiert, welche Zukunftsstrategie dem Gebührenfunk vorschwebt. Dessen General musste "erst Griechenlands Rundfunk retten". Freitag warnen die Filmer vor 2000 Jobs in Österreich
Management droht laut Räten mit betriebsbedingten Kündigungen, großflächigen Auslagerungen und neuem Kollektivvertrag
Günstigere Kaufprogramme statt Eigenproduktionen - "Undercover Boss" und "Die härtesten Jobs Österreichs" sollen im Herbst zurückkehren
Landesdirektor soll Bibliothek entsorgt haben
Sparklausur – Behörde stimmt Gebührenabgeltung zu
BZÖ denkt Neugründung nach griechischem Vorbild an - SPÖ-Klubobmann Cap will "öffentlich-rechtlichen Rundfunk verteidigen"
Budget-Klausur: Fernsehen soll 40 Millionen, Radio sieben Millionen einsparen - Boston Consulting schätzt Einsparvolumen in Verwaltung auf 20 Millionen
Neuer Koch-Kids-Club immer Samstags bei "okidoki" - Brezina: "Es muss schmecken"
Sparziele: Wetterredaktionen, Archiv, Kundendienst, Callcenter, PR, Marketing, Radiosymphonieorchester und Radiokulturhaus
Für Betriebsrat ist Einigung "einigermaßen akzeptabel" - Wrabetz freut sich - Für Mitarbeiter viele Fragen offen
An Strauss & Partner sowie Immovate Projektentwicklung - Wohnungen, Nahversorger und internationale Filmmusikproduktion am Rosenhügel geplant
TV-Sender setzen im Wahljahr auf politische Showformate - 35.000 Zuschauer bei erstem Puls-4-Politikerkochen
Gibt keine "aufgeblähten Apparate" in den Landesstudios
60 Jahre Funkhaus Klagenfurt, 25 Jahre "Kärnten heute" und 15 Jahre Onlineredaktion - Bis zu 50.000 Besucher erwartet
Salzburg-Wechsel Thema
Thurnher, Settele und Leitner präsentieren 15 TV-Duelle, Diskussionsrunden und Magazine zur Wahl
"Es tut uns sehr leid, dass sich David Alaba von unserem satirischen Beitrag rassistisch angegriffen fühlt und in seinen Gefühlen verletzt wurde", erinnert sehr stark an Haider.
Die zwei Staatskünstler sagen ja damit, dass sie natürlich frei von jeder Schuld sind und wenn der zur Lächerlichkeit Preisgegebene damit ein Problem hat, tut es ihnen leid. Das haben sie nicht gewollt. Nehme mal an, sie hätten sich erwartet, dass der Fußballer sich bei ihnen um ein Autogramm anstellt.
LOL
Mit solchen Aktion stirbt gute Satire ... aber wirklich gut waren Stermann & Grissemann ohnehin nie.
Lustig dass weder der ÖFB noch Alaba selbst erkennen dass man in dem besagten Sketch um die "Eigenart" von Stronach und nicht um den Fußballer der Bayern.
sind die einzigen, die oft (natürlich nicht immer) ins schwarze treffen, hart aber pointiert. kein kasperl/Kindergarten-Humor wie der eines Dühringer, vitasek etc
oder wollt ihr diesen tritratrallala humor
phh Österreich, ein memmen-volk seid ihr
Stermann & Grissemann habe mehr gegen rassismus gemacht als alaa denke kann! gute sportler sind die jenigen die wenig gehirn habe sorry !!
http://www.youtube.com/watch?v=k... sults_main
der Alaba kann zwar Fussball spielen, aber das hellste Köpfchen scheint er nicht zu sein, oder? Mal abgesehen davon, dass die Satire ja auf Kosten von Herrn Stronach ging (das hat er wahrscheinlich in seiner eingeimpften Opferrolle überhört), weiß genau jeder, wo Stermann und Grissemann politisch angesiedelt sind.
So ein peinlicher kleiner Sportler
Also ich hab den Sketch eigentlich nicht rassistisch gefunden, ganz im Gegenteil. Ich fand' ihn ganz okay!
Das Problem ist nur, dass im skandalgebeutelten Österreich jede Satire, die auf Klischees aufbaut missverstanden wird bzw. werden will.
Kein Geist ist Ordnung, dem der Sinn für Humor fehlt.
Wenn man reif genug ist, lacht man über die Pointe an sich und steht da drüber!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.