Obama: USA haben billige Apple-Fertigung an China verloren

Der US-Präsident und Herausforderer Mitt Romney im TV-Duell über Foxconn

Foxconn, chinesischer Zulieferer für zahlreiche bekannte Elektronikhersteller, ist mit dem Eingeständnis Minderjährige beschäftigt zu haben, einmal mehr in die Schlagzeilen geraten. Nun gerät auch zunehmend die US-Politik unter Druck. Bei einer TV-Debatte umrissen US-Präsident Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney ihre Strategien, wie Unternehmen wie Apple dazu angeregt werden sollen, wieder in den USA fertigen zu lassen.

Niedrige Löhne in China

Geräte wie iPad, Macs und iPhone werden unter anderem aufgrund der niedrigen Löhne in China gefertigt. Die Frage sei nun, wie man diese Jobs wieder in die USA zurückholen könne, stellte Moderatorin Candy Crowley in den Raum.

"China spielt nicht fair"

Romney, Präsidentschaftskandidat der Republikaner, ist davon überzeugt, dass die USA mit jedem mithalten könne, solange sich alle an die Spielregeln halten. China wirft er Manipulation der Währung, Diebstahl geistigen Eigentums und Hackerangriffe auf die USA vor. Die USA müssten sich für Unternehmensgründer attraktiver machen.

"Niedriglohn-Jobs nicht mehr in USA"

Obama sieht indes keine Chance mehr Niedriglohn-Jobs zurück in die USA zu holen. Seiner Meinung nach müsse die USA den Industriesektor mit gut ausgebildeten Fachkräfte fördern. Man müsse in die Industrie investieren und sicherstellen, dass die USA die besten Forschungseinrichtungen der Welt habe.

Durch Steuersenkungen für Personen, die sie nicht brauchen, und Kürzungen von Geldern für Wissenschaft und Forschung, würde man das Rennen verlieren. (red, derStandard.at, 17.10.2012)

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bei der marge könnte man locker

in den usa fertigen, jedoch die gier siegt über alles

strafzölle auf waren die in ländern gerfertigt wurden in denen die menschenrechte nicht gelten und gut isses - die apple-aktionäre werden das halt nicht so cool finden.

bahnhof

mr. romney: what in hell were you thinking, to say that problems with minors working in apple assembling mills in china could be solved with support for founding companies in the states?

total BS!!!!

it only shows, that you havent got any solutions, only talking bubbles

romney´s business skills- not showing

what kind of company did you lead as a manager, before hitting the political scene?

a chain gang or a bunch of mexican cleaning ladies?

IBM macht ja den gleichen schritt.....

...... wird auch alles immer weiter in den osten verlagert.

dann kommens eh irgendwann wieder in den staaten an ;-)

Naja - IBM Computer ist aber seit längerem Chinesisch.

Runter mit den Steuern für Unternehmer und noch weiter runter mit den Löhnen der Arbeiter. Dann könnens in den USA produzieren. Dann ist die Welt wieder in Ordnung.

genau anders herum...

die Top 100 Unternehmen in den Staaten sind sowieso steuerbefreit, sprich zahlen GAR NICHTS!!

Und genau da würde ich den Hebel ansetzten ... das "Geschenk" der Steuerfreiheit gehört einfach an Auflagen geknüpft ... und wenn diese z.B. 75% Wertschöpfung im eigenen Land beeinhalten, dann geht es nicht mehr um die Löhne. Denn selbst wenn die Arbeiterlöhne in den USA 3 mal so hoch sind wie in China, so sind die Kosten immer noch Peannuts im Vergleich zu dem Betrag, den Apple als Steuern auf den Gewinn abführen müsste.

#ihnen ist schon klar, dass damit auch Europäische Produkte betroffen wären - und die Zeit des Protektionismus vorbei ist.

Die Zeit des Protektionismus ist vorbei?

Wissen das die USA auch?

hin und wieder muss man sie daran erinnern - siehe Bananenstreit ;)

hm, warum? obamas anwort, für hochqualifizierte leistungen mit gutem bildungssystem vorzugehen, ist scho mal gut, und vorüberbgehend müssen halt globalisierungsgewinner die verlierer kompensieren.

leider ists aber so, dass die lieben leute da oben immer der meinung sind alles durch "leistung" erreicht zu haben, und dadurch kein solidarität herrscht. und solang diese wahrnehmungsverzerrung vorherrscht, solange wird sich die menschheit weiter auf den abgrund zubewegen...und naja, wenn sie das nicht korriegiert, dann hat sies auch verdient runterzufallen :)

...auf den Abgrund zu... ???

...und ich dachte immer, durch die vielen glorreich erkämpften Siege unserer vorbildlichen Führungsmacht wäre die Welt schon längst für alle Zeit vor dem Untergang bewahrt...

Wenn später einmal die Zustände allzu sehr ins Negative umschlagen, ein paar Gesetz ändern und der Zug fährt in die Gegenrichtung...
So einfach ist das...
wenn einmal der politische Wille da ist und der Boden für solche Entscheidungen aufbereitet ist...
Durch Wirtschaftskrisen und Radikalisierung der betroffenen Gesellschaftsschichten ist dann alles vorstellbar...
Wird dann China deshalb Krieg führen? ;)
Die kriegstechnologische Überlegenheit Chinas darf man natürlich nicht abwarten...

Dass die Produktion vieler Güter unseres täglichen Gebrauchs teilweise fast vollständig nach China verlagert wurde, hat zur Folge, dass in den USA und in Europa kaum noch High-Tech gefertigt wird - zahlreiche Arbeitsplätze wurden "ausgelagert".

Gerade angesichts der gigantischen Gewinnspanne von Apple erscheint der Gedanke, dass nur in Billiglohn-Ländern hergestellt werden soll, nur noch als blanker Hohn.

China ist nur dank dieser kurzsichtigen Vorgehensweise so stark geworden, so sind leider wohl auch gigantische Abhängigkeiten entstanden. Wie sagt man so schön? "Die Geister, die ich rief".

Herr Obama hat offensichtlich noch die Worte des Herrn Jobs im Kopf, wenn er glaubt, es sei nicht möglich, Arbeitsplätze zurück zu holen.

Das Problem sind nicht nur die Löhne, sondern auch das Arbeitsrecht und die Flexibilität. (beim ersten iPhone wurde z.b. nur einen Monat(!) vor Release die Fertigung von Plastikbildschirm, wie bei den damaligen iPads, auf Glas umgestellt)

Die iPhone Fertigung im größten Werk FoxConns beschäftigt 230.000 Mitarbeiter. Davon leben und schlafen 60.000 direkt am Fabriksgelände, arbeiten 6 Tage die Woche, 12 Stunden am Tag.

Kein US Standort (selbst aufgeteilt auf mehrere Standorte) hätte diese Kapazitäten.

Kein US Standort haette diese Kapazitaeten

Richtig! Die Amerikaner haben selbst gerechnet: 1,4 Millionen Arbeiter von Foxconn nach den USA zu ersetzen, ist praktisch unmoeglich. Die USA brauchen mindesten 15 Jahre lang diese Arbeiter mit guter Bildung in den USA zu finden, und dann sie noch zu trainierien. Dazu kommt noch die Verwaltung der Arbeiter, die Arbeiter in den USA werden nicht so gehoresam, wie die in China sind.

Ich hab einen recht guten Artikel gelesen, der das sehr korrekt auch zusammenfasst.

"You Can’t Bring Back Jobs That Were Never Here"

"Obama sieht indes keine Chance mehr Niedriglohn-Jobs zurück in die USA zu holen."

Von Wirtschaft hat er tatsächlich wenig Ahnung. Außerdem gibt es immer eine Chance.

Das Problem ist vielschichtiger als die Überschrift.

In den 50-60er Jahren hat man in den USA beschlossen, Geld mit Geld zu machen und möglichst nicht mit Arbeit. Heute wären die US-Ami´s völlig überfordert, Qualitätsarbeit halbwegs günstig abzuliefern.
Romneys 12 Mio. reichen für McDonalds etc. aber nicht für gute Qualität mit der entsprechenden Menge an erzeugten Produkten. Sie sind einfach nicht daran gewohnt und geschult.
Ein Beispiel: mein Cousin arbeitet bei Boing in der Fertigung in einer Gruppe von 12 Europäern. Die sind mit der Arbeit in 4 Std. fertig, wofür die "Eingeborenen" um 3 Std. mehr brauchen. Sie dürfen aber nicht weiter arbeiten, da es eine fix vorgeschriebene "Schnittstelle" der Übergabe gibt.
Und jetzt Solen sie mit den Chinesen konkurrieren? Ja wie denn?

Ein totaler Absturz der VW wäre eine Möglichkeit

Wenn es so ein kopf an kopfrennen ist, dann

Waere esdoch mal praktikabel die macht zu teilen und eine Praesidentschaft zweier personen zu machen.?! Oder ist es immer noch so unvorstellbar die Macht zu teilen... Der Mensch gefangen in dr tradition der Kaisertums relativiert um die scheindemokratie der wirtschaft... So werden meinungen vernichtet und damit fortschritt.
Prost

Dann könnte der Kongress aber nicht mehr alle Entscheidungen verhindern. Wo kämen wir da hin?

Das Ziel muss für die USA genau so wie für Europa sein, sich zu verbindlichen Sozial- und Umweltstandards für Produkte aus Drittländern durchzuringen.

Bei Chemikalien, Medikamenten, Nahrungsmitteln etc. ist das heute schon der Fall. Wenn man es schafft, soziale Aspekte & Umwelt nicht mit Zöllen, sondern schlicht mit Einfuhrverboten ernst zu nehmen, so käme es wieder zu einer vernünftigen Art der Konkurrenz, nicht zu einem Wettbewerb, wer die billigsten Lohnsklaven möglichst lange unter Kontrolle halten kann.

3d drucker

freu mich schon auf den tag wo ein großer teil der produkte aus china mit einem 3d drucker zuhause ausgedruckt werden kann. mit iPhones wird man sich wahrscheinlich am anfang schwer tun, aber es gibt genug anderen einfachen krempel der ebenfalls von china/japan herübertransportiert wird und den ich dann zuhause ausdrucken kann. insbesondere wenn ich an die ganzen spielsachen denke.

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