Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Ein gewaltiger Würfel schwebt in der Dämmerung durch dunkle Hochhausschluchten. Polizeisirenen ertönen, Autos hupen. Plötzlich setzt ein Beat ein - der Würfel zerbirst in unzählige Quadrate und schlängelt sich als gigantischer Pixel-Wurm durch die Großstadt. "fr-041: debris" heißt der sieben Minuten lange Videoclip, der unter Demo-Anhängern Maßstäbe gesetzt hat. Schon seit den 80er Jahren wetteifern Anhänger der Demo-Szene um die besten Grafiken und Sounds aus Programmierer-Hand. Sie bauen immer neue, bunte Welten und lassen Fantasiefiguren zu Computermusik durch den elektronischen Äther wabern.
"Demos sind Notenblätter für ein Orchester namens Computer."
"Es geht darum, sich auf einem technischen und ästhetischen Level miteinander zu messen", sagt Tobias Heim vom Kölner Verein Digitale Kultur. Häufig arbeiten Grafiker, Musiker und Programmierer über mehrere Monate in einem Team zusammen, um ein beeindruckendes Demo zu erschaffen. "Demos sind Notenblätter für ein Orchester namens Computer." Weil sie nicht Filme, sondern kleine Programme sind, besteht die Kunst darin, mit pfiffigen Codezeilen möglichst viele Eindrücke in einer einzigen Datei unterzubringen.
179 Kilobyte ist das "debris"-Demo nur groß und verbraucht damit so viel Speicherplatz wie ein einfaches, einseitiges PDF-Dokument. Zwei Jahre brauchte die Gruppe "Farbrausch" aus Hamburg, bevor das Meisterwerk vollendet war. "Bestimmte Dinge wird man selten hinkriegen", sagt Dierk Ohlerich, der unter dem Pseudonym "Chaos" an dem Demo mitwirkte. Vor allem natürlich wirkende Menschen seien sehr schwer in Codezeilen umzusetzen, sagt er - weshalb die Straßen der "debris"-Großstadt leergefegt sind.
C64
Die Geburt der Demo-Szene läutete der Heimcomputer C64 in den 80er Jahren ein. Immer mehr "Cracker" begannen, die kopiergeschützten Spiele zu knacken und sich mit kleinen Animationen auf den Kopien zu verewigen. So entstanden kurze, den Spielen vorgeschaltete Intros mit Laufschrift, Logos und Musik. "Man versuchte das immer besser zu machen als der andere, oder der erste zu sein", sagt Heim. Und plötzlich wurden die 5,25-Zoll-Disketten nicht mehr wegen eines Spiels kopiert, sondern um das neueste Intro zu sehen.
Bis heute treffen sich Tausende bei internationalen Wettbewerben und Festivals zum digitalen Kräftemessen. Fertige Stücke bewertet das Publikum und kürt die Gewinner. "Wenn man vor dieser riesigen Leinwand sitzt, dann saugt einen das förmlich ein", sagt Szene-Kenner Frederik Heinrich. Einigen geht es nur um Ästhetik, andere unterwerfen sich technischen Grenzen, um ihr Können zu beweisen. In einigen Disziplinen dürfen die Stücke nur 64 oder 4 Kilobyte groß sein - also kleiner als ein leeres Textdokument in Microsoft Word.
"Das Ding war eigentlich langweilig."
Seit jeher war es die Faszination für das, was sich durch Geschick aus Computern herauskitzeln lässt, die Menschen wie Heim und Ohlerich zu Demo-Begeisterten machte. "Wenn ich früher einen Computer hatte, stand da auffordernd blinkend nur: "Ready"", erinnert sich Heim an die Herausforderung, mit der alten Kiste irgendwie mehr anzustellen. "Das Ding war eigentlich langweilig." Ohlerich nennt Demos die damals "einzige Chance, sich mit einem Computer auseinanderzusetzen".
Heute führe das Überangebot an Unterhaltung durch PC und Internet dazu, dass viele junge Leute keine Lust mehr auf Experimente hätten. Schuld daran sind laut Heim auch die gestiegenen Anforderungen beim Programmieren: Inzwischen müsse man Matrizen multiplizieren können, was Schülern höchstens im Mathe-Leistungskurs beigebracht werde. "Mit Sinus und Cosinus war man früher König."
"Raspberry Pi"
Er will die Jugend mit einfachen Geräten wie dem "Raspberry Pi" - einem einfachen Einplatinen-Computer für Bastler-Zwecke - wieder mehr herausfordern. Mit einem solchen Mikrocomputer gegen die Unterhaltungsmaschine Internet anzukommen, sei allerdings kein Leichtes. "Bis ich YouTube leer geguckt habe, vergeht einige Zeit." (APA/dpa, 24.09. 2012)
Mitarbeiter sollen in "natürlicherem, parkähnlichen Umfeld" arbeiten
Webby Award für Steve Wilhite, der das Bildformat 1987 entwickelte
Die kleinen Kästen sollen die nächste industrielle Revolution einleiten - Architekten und Designer bedienen sich der Technik schon länger
Kurstadt bei Wien als einst drittgrößte jüdische Gemeinde in Österreich interaktiv aufbereitet
Tiere könnten nach Aktion Verhalten verändern
Eindruck einer großen Menschenmenge bei einer Eröffnungsfeier sollte enstehen
Auch bei Start und Landung - Meistens werden Smartphone angelassen - Weiterhin keinerlei Belege für verursachte Probleme
filmclicks.at geht mit Print-Inhalten online
Unter dem Scanning Tunneling Microscope hatten Forscher auch den kleinsten Film der Welt gedreht
Chris Hadfield beendet seinen Dienst auf der Raumstation mit einem Ständchen für seine Fans
J. J. Abrams dockt an die Materialschlachten des gegenwärtigen Blockbuster-Kinos an
Zwei Hamburger haben Scharlatanen im Netz den Kampf angesagt
Der Fotograf Sam Bland hat sich Googles Bildersuche künstlerisch genähert
Galaxy S4-Werbeclip nimmt Apple-Smartphone-Benutzer aufs Korn
Raumkapsel "SpaceShipTwo" erreichte Überschallgeschwindigkeit
Oder: Ein Film über Computer, Moshimo und den "ziemlich süßen" Neo
Soll verdeutlichen, wie durch uneingeschränkten Zugang zu Informationen Fortschritte in der Wissenschaft und Nutzen für die Gesellschaft erzielt werden können
Landesrechnungshof kritisiert Verschwendung von 187.000 Euro
Aufschrei" bündete Nutzerinnen mit ihrem Protest gegen alltäglichen Sexismus
Zwei Millionen US-Dollar in nur vier Tagen zusammengekommen - Kampagne läuft noch vier Wochen
zwischen 1994 und 1999 drehte sich bei mir alles um die demoscene, vor allem ums komponieren mit impulse tracker bzw. fasttracker.
hab auch mal "the party" in skandinavien 1995 besucht, war ein tolles erlebnis, ganz viele nette leute. :)
...Future Crew rulez!
Ist das Niveau an den Schulen mittlerweile wirklich so weit gesunken, daß man derartige mathematische Grundkenntnisse nicht mehr lernt oder man nicht einmal rauskriegt, wo man solche einfachen Dinge nachschlagen könnte?
Habs mich auch grad gefragt. Dass sowas prinzipiell auf der Generierung von Fraktalen basiert ist mir schon klar und auch die Texturen berechnen sich wohl irgendwie "automatisch" und benötigen daher "nur" eine Formel. Selbst die Formeln die solche Fraktale auswerfen brauchen aber sicher "Unmengen" an Platz und wie sich das alles dann samt Ablauf-Programmierung UND Sound in 4kb (also quasi 4096 Zeichen) ausgehen soll ist mir einfach nur ein Rätsel!
Das Zauberwort heißt "Assembler". Das ist nichts anderes, als die Muttersprache eines jeden Prozessortyps.
Assembler ist arg zu programmieren aber hat einen Vorteil: Der auszuführende Code ist ultrakompakt.
Quelltext in normaler Hochsprache:
var a = 1000 + otherVar;
Assember (Motorola 68k):
move.l #1000,D0
lea otherVar,A0
add.l (A0), D0;
Ist komplizierter, erzeugt aber einen Code der gerade mal ein paar Byte lang ist. Bei Hochsprachen übersetzt ein Programm den Quelltext (viel größer!).
Sounds:
Knochenharte aber gute Abhandlung (C64; en): http://bit.ly/QF4NDp
Demo-People waren die absoluten Könige und Freaks und wie sagt schon Jack White:
"Ease of use is the death of all creativity"
Amen Jack!
Auf jeden Fall mal weniger als von Ihnen veranschlagt, da sich das auf x=3/x-x/7 vereinfachen lässt. Bruchfrei würds also heißen, dass 8x²=21 sind, was darauf hindeuten würde, dass ca. x=+-4,58. Da der so entstehende Graph aber eher langweilig ist vermute ich, dass Sie eigentlich eine andere Funktionsgleichung als die hier angegebene meinen und/oder zumindest ein paar Klammern vergessen und zumindest einmal y mit x verwechselt haben.
Und selbst wenn Ihre Gleichung (min.12 Byte?) die "Landschaft" im Video erstellen könnt (mit Texturierung?), dann würd noch immer der Ablauf, der Sound UND die Ausgabe an die Grafikkarte fehlen. Und da wirds mit 4kb halt eben schon seeehr knapp.
( www.c64forever.com )
( http://www.c64.sk/ )
( http://intros.c64.org/ )
http://www.youtube.com/watch?v=CBsb-Sj3DD8
http://www.youtube.com/watch?v=8CM6nIfwnN4
http://www.youtube.com/watch?v=7PHFz6PHWw4
Die ausführbare Datei sollte jeweils in der Beschreibung verlinkt ein.
Wenn mir mal ein junger Mensch so eine Demo als Bewerbungsunterlagen schicken würde und nicht immer nur die selben ausgelutschen Apple-Timeline-versifften Schnarchblätter ... den/die mach ich auf der Stelle zum/r Leiter(in) der Kreativabteilung!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.