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"Kronen Zeitung" vom Samstag, 28. Juli 2012.
Fünf Mitteilungen von Lesern sind bei der am Wochenende bekannt gewordenen umstrittenen Bildbearbeitung der "Kronen Zeitung" beim Österreichischen Presserat eingegangen. Damit wird der Fall an einen der Senate des Selbstkontrollorgans weitergegeben, erklärt Presserats-Geschäftsführer Alexander Warzilek gegenüber derStandard.at. Mit einer Entscheidung, ob der Fall angenommen oder abgewiesen wird, ist nach der Sommerpause im September zu rechnen.
Dichand entschuldigt sich
"Krone"-Chefredakteur Christoph Dichand entschuldigt sich indes bei der Leserschaft. "Während wir die Copyrights beider Fotos korrekt angegeben haben, fehlte leider der Hinweis darauf, dass es sich eben um das journalistische Stilmittel einer Fotomontage handelt. Wir entschuldigen uns für dieses Versäumnis", schreibt Dichand in der Dienstagsausgabe. Das Problem seien aber nicht "diese Bilder, die an das Grauen des Krieges, der in Syrien tobt, kaum herankommen, das Problem sind jene Bilder, die sich vor den Augen der Menschen dort täglich abspielen". Diese gelte es zu bekämpfen, so Dichand auf Seite zwei.
Bildmaniplulation zur "Mutter aller Schlachten"
Die "Krone" hatte am Samstag den Artikel "Assads Armee rollt mit Panzern zur 'Mutter aller Schlachten'" mit einem Foto bebildert, das ein Paar mit Baby vor einer zerstörten syrischen Häuserschlucht zeigt, wie STANDARD-Redakteur Gianluca Wallisch auf Facebook postete. Tatsächlich wurde das Foto vor weniger spektakulärem Hintergrund in der Nähe von Aleppo aufgenommen. Auch die Verortung des Bildhintergrundes dürfte fehlerhaft sein. Laut "Krone"-Bildtext soll das Foto, das nicht als Montage gekennzeichnet war, eine Ruinenlandschaft in Aleppo zeigen, die zerstörten Häuser befinden sich allerdings in Homs. Das Foto der Flüchtenden stammt ursprünglich von der European Pressphoto Agency. Der dramatisierende Hintergrund dürfte von der Bildagentur Reuters kommen.
Für den neuen Presserat wäre es der erste Fall von Bildmanipulation, sagt Warzilek. Er erwartet die Entscheidung des Senates deshalb mit Spannung.
Warzilek betont, dass jeder Fall von Bildmanipulation anders sei, "generelle Leitlinien gibt es nicht". Eher kein Problem sei, als fiktives Beispiel genannt, wenn die Innenministerin mit schiefem Polizeikapperl dargestellt werde und die Manipulation ersichtlich sei.
Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) ruft zur besonnenen Berichterstattung über den Krieg in Syrien auf, "keinesfalls dürften Tatsachen und Fotos manipuliert werden".
Internationale Berichte
Im Web macht die "Krone"-Montage bereits die Runde. Der US-Technologie-Blog Gizmodo berichtete über den "Photoshop job" der "Krone", User der Diskussionsplattform Reddit tauschten sich über die Montage aus. Die "Kronen Zeitung" sei "quality reading material, like Fox news on paper", heißt es dort.
Bildmanipulationen machen immer wieder Schlagzeilen. Die Nachrichtenagentur Reuters verschärfte 2007 ihre Vorschriften, nachdem sie technisch veränderte Aufnahmen in die Datenbank aufgenommen hatte. Damals fügte ein Fotograf zum Beispiel Rauchschwaden über Beirut ein, das Bild sollte die libanesische Hauptstadt nach einem israelischen Luftangriff zeigen. 2010 gab es erneut Aufregung um zurechtgeschnittene Reuters-Bilder. (Sabine Bürger, derStandard.at, APA, 30.7.2012)
Artikel der Tageszeitung "Österreich" Anlass für das selbstständige Verfahren
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Verfahren wurde nach Lesermitteilung aufgenommen
145 Fälle für den Presserat im Jahr 2012: "Krone" vor "Österreich" und "Kleine"
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"Es geht nicht darum, das Thema totzuschweigen", erklärt Alexander Warzilek, Geschäftsführer des österreichischen Presserats. Dessen Trägerverein hat gerade neue Regeln für Berichte über Suizide in den Ehrenkodex aufgenommen.
Medien befinden sich im Spannungsfeld zwischen Aufklärung und Verantwortung - Experten: Keine Heroisierung und Romantisierung
Grundsätze für die publizistische Arbeit
so die gestrige krone - schlagzeile. heute in einem WINZIGEN kästchen irgendwo im blattinneren die meldung, "krone - recherchen" hätten eine "überraschende wende" zutage gebracht, der "mörder" habe lediglich eine psychose und die morde erfunden.
es is einfach nicht zu glauben, was das schon wieder für eine sauerei ist.
ist doch nichts Neues. Goebbels würde jubeln über die heutigen Möglichkeiten der Propaganda.
Hier ein weiteres Beispiel 2011 vom ZDF:
ZDF-Fälschung - Kriegspropaganda gegen Syrien
http://www.youtube.com/watch?v=jS_YBOOnsHo
Krone? Fox News?
http://www.youtube.com/watch?v=x... sc#t=3m30s
Nun, an der Art, derartiges als "journalistisches Stilmittel" zu bezeichnen, was als betrügerische Lügenpropaganda funktioniert, lässt sich rasch für die letzten Schläfer erkennen, dass die nicht nur öfter vorkommt, sondern insgesamt das "journalistische" "Stil"mitte einer ganzen Mainstream-Branche ist.
In Wort, Bild und Ton.
Bitte nun wirklich alle aufwachen, Mainstream ist plumpe Ablenkung und Propaganda. Auch der Standard. Es gibt keine einzige Mainstream-Ausnahme.
Das stimmt nicht!
In vielerlei Hinsicht: Journalisten sind keine Redakteure; es gibt ein Bewusstsein für die Wichtigkeit und Richtigkeit von Objektivität und Seriosität innerhalb der Branche; Boulevardemedien und Trashformate handeln nach dem Motto, dass die angewandten Mittel das gewünschte Ergebnis rechtfertigen.
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