"Perfect Privacy" wegen Verbindungen zu Rechtsextremisten im Zwielicht

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    screenshot: derstandard.at

VPN-Anbieter ermöglicht seinen Kunden ihre Identität im Internet zu verschleiern

Seit Wochen sorgt der Prozess gegen den Neonazi Gottfried Küssel und seine Mitangeklagten Felix B. und Wilhelm Christian A. wegen Wiederbetätigung im Sinne des Verbotsgesetzes für Schlagzeilen. Das Trio soll hinter der rabiaten Neonazi-Homepage Alpen-Donau.info gestanden sein. 

Teil der Arbeitsgemeinschaft

Im Zuge des Verfahrens wurde nun öffentlich, dass Wilhelm Christian A. am Betrieb des VPN-Anbieters Perfect Privacy beteiligt ist. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden, ihre Identität im Internet zu verschleiern und deren Privatsphäre so zu schützen. Das Unternehmen bezeichnet sich als Zusammenschluss von Einzelpersonen aus aller Welt, die VPN-Server betreiben und ihre Dienste gemeinschaftlichen anbieten. 

Vor Gericht gab A. an, dass er Teil dieser Arbeitsgemeinschaft sei und unter anderem Proxy-Server betreute - derStandard.at berichtete.

Schlechtes Licht

Nach ersten Medien-Berichten veröffentlichte Perfect Privacy am Donnerstag eine knappe Stellungnahme. Man wolle sich nicht "detailliert äußern", bedauere aber, dass man "durch die Berichterstattung in ein schlechtes Licht gerückt" worden sei. (red, 25.05. 2012)

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