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Die Straßenblockade zwischen den Ortsteilen von Shufa wurde am Donnerstag geöffnet.

Tausende Palästinenser haben diesen Freitag zum "Tag des Bodens" (Land Day) gegen Landenteignung durch den israelischen Staat protestiert. Im palästinensischen Dorf Shufa ist dieses Thema alltägliche Realität.
Kurz vor der Zufahrtsstraße ins Dorf stehen Soldaten der israelischen Armee aufgereiht vor gepanzerten Fahrzeugen. Dahinter liegen einige meterhohe Betonwürfel am löchrigen Asphalt einer abzweigenden schmalen Straße. Zwischen den Betonklötzen ist gerade so viel Platz, dass ein PKW durchkommt.
Es ist die einzige Verbindungsstraße zwischen den zwei Teilen desselben Ortes Shufa. In Erwartung von Protesten zum Tag des Bodens, an dem diesen Freitag tausende Palästinenser Landenteignung durch den israelischen Staat thematisiert haben, hatte die israelische Armee einen Tag davor die Blockade dieser Straße geöffnet, die zuvor Jahrelang blockiert war.
"Eigentlich wollten wir heute gegen die Blockade demonstrieren. Doch jetzt haben sie die Straße aufgemacht", sagt Adib Shahada, ein palästinensischer Aktivist der Gruppe Combatants for Peace, die sich für die Bewohner von Shufa einsetzt. "Aber ich bin mir sicher, dass sie das nur gemacht haben, um unsere Demonstration und damit Konfrontationen mit Siedlern zu vermeiden."
Auch weil die Straße seit Jahren blockiert war, glaubt in Shufa niemand wirklich daran, dass sie offen bleiben wird. Das Dorf bleibt auch weiterhin geteilt.
Geteiltes Land
"Siehst du diese Olivenbäume dort unten. Deren Oliven haben wir früher ohne Probleme geerntet. sagt Ibtisam Nasar aus Shufa, und zeigt mit der Hand vom Balkon ihres Hauses ins Tal hinunter."Wenn ich heute mit einer Gruppe dort hinunter gehe, kommt sofort das Militär und vertreibt uns."
Zwischen dem Teil von Shufa in dem Ibtisam wohnt, und Izbet Shufa auch die "Farm von Shufa genannt", weil dort die landwirtschaftliche Basis der Dorfbewohner liegt verläuft die Zufahrtsstraße zur israelischen Siedlung Avnei Hefetz. Weil der Zugang zu dieser Straße für palästinensische Fahrzeuge verboten ist, trennt sie faktisch die beiden Teile des Dorfes und besetzt das Land dazwischen.
Ibtisam Nasar hat wie die meisten in Shufa Verwandte auf der anderen Seite. Auch liegen dort die Ländereien und Glashäuser der örtlichen Landwirtschaft. Doch um dorthin zu gelangen, muss sie einen Umweg von mehreren Kilometern nehmen, oder auf einem Esel über das freie Feld reiten. Außerdem ist Shufa durch die angrenzenden israelischen Siedlungen von Tulkarem, der einzigen nahegelegenen Stadt, abgeschnitten.
Ob die einzige direkte Verbindungsstraße zwischen den beiden Ortsteilen nun für längere Zeit geöffnet bleibt, konnte das israelische Militär am Freitag nicht eindeutig bestätigen.
Dorfbewohner fühlen sich ungerecht behandelt
"Die israelische Armee versucht die Lebensqualität von allen Bewohnern in der Gegend zu gewährleisten. Doch es müssen auch die nötigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden", sagte eine Pressesprecherin der Armee. Blockaden wie jene in Shufa werden vom Militär oft aus Sicherheitsgründen gerechtfertigt. Doch die Dorfbewohner fühlen sich ungerecht behandelt.
"Wir hatten viele Demonstrationen gegen die Blockaden. Aber Gewalt haben wir nie angewendet", meint Murad Drube, der im Dorf die palästinensische Fatah-Partei vertritt. "Wir wissen, dass sie uns nicht aus Sicherheitsgründen von unserem Land abschneiden."
"Wollen isrealische Armee nicht provozieren"
In Shufa sei man sich der Bedeutung des Tages des Bodens bewusst. "Der Tag des Bodens ist ein Tag im palästinensischen Nationalbewusstsein. Er erinnert uns daran, dass wir unser israelischer Besatzung leben, und dass wir diese Situation nur durch Handeln ändern können."
Doch an diesem Freitag hat Shufa beschlossen nicht zu handeln. Die Öffnung der Blockade durch die israelische Armee sei ein klares Zeichen gewesen. "Wir werden heute keine Demonstration an der Straße haben. Wir wollen die israelische Armee nicht provozieren, jetzt wo die Blockade offen ist. Wir haben etwas zu verlieren", sagte Murad Drube vor versammelten israelischen und palästinensischen Aktivisten.
Doch er wolle die Armee auch warnen. "Ich weiß, dass sie alles mithören, was ich in diesem Raum sage. Deswegen sage ich: Wir haben heute keinen Protest des Bodens abgehalten. Doch wenn sie die Straße wieder schließen, holen wir das nach." (Andreas Hackl, derStandard.at, 31.3.2012)
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http://www.linkswende.org/5728/Arab... Palaestina
wie sich die Apartheid im Alltag für Menschen auswirkt.
Das ist mehr als symbolischer Rassismus, da werden die Menschen in ihrer Existenz getroffen.
Und es ist beruhigend zu lesen, dass auch Israelis auf Seite der Menschenrechte sich engagieren.
Aber Israel sucht nicht die Entspannung, sondern will weitere Annexionen, forcierten Landraub: http://www.heise.de/tp/blogs/8/151714
Warum beruhigend?
In jedem Konflikt gibt es eine Reihe von Meinungen. Es ist beunruhigend, dass es nie eine israelische Partei gegeben hat, die Völkerrecht und Menschenrechte akzeptiert hätte.
Israel kann außerdem nichts annektieren, zumindest nicht mit Gewalt und das seit Existenz der UN Satzung.
Jegliche Annexionen sind nichtig. Das ist geltendes Gesetz.
Parkbänke für Weisse, Parkbänke für Schwarze.
Busse für Weisse, überfüllte Busse für Schwarze.
Aber Straßen nur für jüdische Israeli, das erinnert daran, dass es auch Juden einmal verboten war Parks und Gehsteige zu betreten.
Sobald pal. araber aufhoeren juden auf den Strassen zu ermorden, braucht es dann aus sicherheitsgruende keine benutzrestriktionen mehr.
Und wenn sie glauben das Israel pal. arabern das benutzen mancher strassen wegen rassissmus verbietet sagt das mehr ueber sie als den Israelis aus.
schon viel Zeit seit dem letzten plästinensischen Selbstmordattentäters vergangen. Welche Schritt hat Israel seit dem in Richtung Frieden gemacht? Keinen. Es könnte ja wieder ein Attentat passieren und es werden Blockaden errichtet und Palästinenser streng kontrolliert. Und in dieser Situation gibt es dann wieder irgendeinen Extremisten, der ein Attentat macht und die Spirale der Gewalt wird von Israel eine Windung weitergedreht
dass die Tatsache, dass es schon lange keine Selbstmordattentate (wenigstens innerhalb Israels) gegeben hat, praktisch ausschliesslich der Existenz des Sicherheitszaunes und der Aktion "Schutzmauer" der IDF 2002 zu verdanken ist.
Es wäre äusserst naiv zu glauben, dass man aus dem Fehlen solcher Attentate in den letzten Jahren auf einen "Kurswechsel" od. was auch immer seitens der Pal. schliessen könnte.
Viele Dinge kommen nicht einmal mehr in die isr. Nachrichten, die nach wie vor (leider) erhöhte Sicherheitsmassnahmen erforderlich machen.
Das dieser Umstand keine Berechtigung für sinnlose Schikanen gegen die Zivilbevölkerung darstellt, ist selbstredend.
Man möge die Hamas provozieren:
http://www.spiegel.de/politik/a... 77,00.html
Kannte ich noch nicht!
Ich vermute, wenn wir versuchten unsere Hilfe für die bedürftigen Araber Palästinas an Hamas vorbeizubekommen würden wir zwar Rassisten geschimpft, aber mehr für einen nachhaltigen Frieden tun, als mit Märschen auf Jerusalem !!!
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