Finanzen

ORF vervielfacht Ergebnis - für sich und Raiffeisen

20. Februar 2012, 18:23

Neue Berechnung: Tochterergebnisse zweier Jahre in einer Bilanz - 14 Millionen Euro rückgestellt für Sanierung

Wien - Den frisch gewählten Zentralbetriebsrat dürften die Daten durchaus freuen: 11,4 Millionen Euro Ergebnis erzielte der ORF-Konzern 2011, teilten General Alexander Wrabetz und Finanzdirektor Richard Grasl ihren Stiftungsräten Montagnachmittag mit. Der ORF als Einzelunternehmen kommt auf 6,4 Millionen Euro Jahresergebnis - im Herbst ging die Anstaltsleitung noch von 2,5 Millionen Euro aus. Und das waren schon 1,9 Millionen mehr als im Finanzplan für 2011.

11,4 Millionen bleiben dem ORF-Konzern allein in seiner Bilanz. In dem Wert (und in den Vergleichswerten der Vorjahre, hieß es intern) ist noch der Ergebnisanteil von Raiffeisen an der ORF-Sendertochter ORS enthalten.

Der Giebelkreuzriese hält 40 Prozent an der Sendertochter; die ORS-Ergebnisse dürften bei rund 20 Millionen Euro liegen, sagen Kenner der aktuellen Werte. Rechnet man den Raiffeisen-Anteil aus dem Konzernergebnis des ORF, bleiben immerhin noch 3,3 Millionen Euro übrig, teilten die beiden ORF-Chefs ihren Aufsichtsräten mit.

Die satten Daten sind nicht zuletzt auf eine bilanztechnische Umstellung zurückzuführen. Die - nun von der Medienbehörde - bestellten ORF-Wirtschaftsprüfer empfahlen dem Küniglberg, die Ergebnisse der ORF-Töchter rascher in die Bilanz einzubeziehen. Deshalb enthält der Abschluss für 2011 nun die Tochterergebnisse zweier Jahre.

Stolz melden die beiden ORF-Direktoren ihren Aufsichtsräten, dass die Umsätze mit TV-Werbung 2011 erstmals seit 2006 wieder stiegen. Die Vermarktungstochter Enterprise schaffte demnach ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber 2010.

Wrabetz und Grasl betonen in ihrer Vorabinformation an die Stiftungsräte zudem, dass sie in der Bilanz 2011 14 Millionen für die heuer dringend anstehende Sanierung des baufälligen ORF-Zentrums auf dem Küniglberg und die vorübergehende Absiedelung von Mitarbeitern zurückgestellt haben. Montagnachmittag wurde intern schon wieder über das Großprojekt Küniglberg beraten - mit Betriebsräten.

Weniger erfreulich für die Belegschaftsvertreter gestalten die beiden ORF-Manager den Schluss ihres Schreibens: "Gleichzeitig wollen wir aber darauf hinweisen, dass wir als ORF-Geschäftsführung vor einschneidenden Maßnahmen stehen, um die kommenden Jahre positiv bewältigen zu können": Sie verweisen auf schwächere Werbekonjunktur, weitere Sparmaßnahmen und auf "neue Herausforderungen im Konkurrenzumfeld" - da nennen sie zeitversetztes und Abruffernsehen über ITV und Apple-TV. Das erfordere " weitere Reduktion und Umschichtung der Kostenbasis" und "rasch wirkende Maßnahmen zur Stärkung der Konkurrenzfähigkeit". (Harald Fidler, DER STANDARD, Printausgabe, 21.2.2012)

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Posting 1 bis 25 von 31
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Gummiadler
00
22.2.2012, 09:11
Und als Dank dafür wird die Tochter vom

"Raiffeisen Kugelblitz Konrad" Radio Wien Psychologin und muss nicht mehr am Hungertuch nagen!

baneck08
00
21.2.2012, 18:13
wenn ich "Raiffeisen" nur höre ...

viola1911
03
21.2.2012, 15:10

verstehe ich das richtig?: die rundfunk-prlichtgebühren werden erhöht und gleichzeitig werden nennenswerte gewinne (also die übriggebliebenen rundfunkgebühren) an raiffeisen ausgeschüttet.
super! da zahlt es sich schon aus sich ein paar madatare und die massenmedien zu halten. wegen der umwegrentabilität warats gewesen.

Peace Artist
00
21.2.2012, 11:59
http://www.youtube.com/watch?v=Z1DJCUZDIvY - Pressekonferenz am 15.09.2011 2 Fragen an neue Direktoren

zu 30ig Jahresjubiläum 2012 der Künstler für Frieden und Kooperation/ Berichte/Doku mit ORF, wie Bewerbung von PeaceArtist mit Friedensschiff PeaceSpirit zum ORF Generaldirektor
sowie Rechtmässigkeit der Nachfrist Wrabetz 2006 wider Bewerbungsfrist 4 Wochen
-wurde auch an Medienbehörde zeitgleich mit Andree Heller (Künstler für Frieden der nicht von ORF über Vernichtung der Originale informiert wurde wie unser Publikum das der 200 mitwirkenden Künstler, als auch über die ORF Vertuschung der staatlichen Vernichtung der Originalkunstwerke seit 1998, wie die Verhinderung der Veröffentlichung des Jubiläumsjahres der Künstler für Frieden seit 1.2.2012 durch ORF Führung Generaldirektor/Direktoren/Stiftungsrat niemand informiert worden ist)

Der Ferdl
00
22.2.2012, 21:26
Sie sand ma aber ah nimmer ganz wurscht.

Gibts Ihr Posting auch auf Deutsch?

der schalldämpfer
00
21.2.2012, 11:58
Die Kunst jubiliert!!!

Das Geld wird ja sicher in die Förderung heimischer Kunst und Medien investiert… odr?

„Zynismus ist der gelungene Versuch, die Welt so dazustellen wie sie ist.” B. Pascal

Chi-Unit
05
21.2.2012, 11:08
na dann gebt den Leuten ihr Geld zurueck

und zwar schnell. Und der ORF ist kein "Konzern", sondern Staatsfernsehen. Daran aendern auch diverse privatrechtliche Konstruktionen nicht - solange er mit Zwangsgeldern finanziert wird, ist er ein quasi DDR-Propagandaorgan.

public observer
 
04
21.2.2012, 11:01
Reine Zahlenakrobatik

wenn der ORF-Moloch ein Gesetz haben will, um mehr Subventionen zu kriegen, dann sind die Zahlen grottenschlecht.

Braucht die Raiffeisen Deckungsbeiträge um ihre CEE-Miesen abzudecken, dann macht die Anstalt Gewinne.

Was dieser "Konzern" bräuchte ist ein beinhartes Audit - nicht bloß von braven RH-Prüfern, die auf Fragen nach den fetten Dienstverträgen der Nomenklatura nur den Stinkefinger zu sehen kriegen.

himmelherrgott
02
21.2.2012, 10:53

sowas ist nur buedgetrickserei und sonst gar nichts!
wenn der staat trotz gebühren immer noch mit millionen über millionen einsrpingen muß, dann kann man doch von einem positiven ergebnis reden?! 60 mio allein für abfindungen letzes jahr! erklärt mir einer, wie ein betrieb - wie der ORF - aufgebläht sein muß, um zu solchen summen zu kommen?!

NobbyNobbs
01
21.2.2012, 10:20
aha

mitarbeiter heissen kostenbasis...a net schlecht

Alter Gockel
40
21.2.2012, 10:46
falsch!

Die heissen nicht Kostenbasis. Sie sind ein Teil der Kostenbasis. So wie wir alle irgendwo Teil einer Kostenbasis sind.

Mit ihrer Kommentierung vergiften sie nur das Klima. Sparen sie uns das bitte. Danke!

qball
00
21.2.2012, 11:16

"vergiften sie nur das Klima"?

wie ist denn das jetzt gemeint?

:-) :-)
00
21.2.2012, 12:15
Er/sie meint wahrscheinlich

die Kritik erzeugt zu viel CO2

Regis 1
03
21.2.2012, 09:26
wo haben

die giebelkreuzler eigentlich nicht in ihre finger im spiel?

locken
02
21.2.2012, 15:01
Raiffeisen regiert Österreich !

Alter Gockel
00
21.2.2012, 11:03
sorry,

habe ihne dazu schon eine Antwort geschickt. War nicht schön für die SPÖ. Posting wird aber wieder einmal zurückgehalten. meine anderen (späteren) Postings sind erschienen. Vielleicht geht das hier durch. Schade - nix ists mit Meinungsfreiheit im Standard.

Alter Gockel
00
21.2.2012, 11:45
ha - jetzt ist er doch gekommen,

mein Kommentar - na zum Glück hab eich nachgefasst sonst.....

Alter Gockel
31
21.2.2012, 10:53
also:

ohne Gewinn für Raiffeisen laufen:
Echo Medienhaus mit Vor (Strassenbahnzeitung in den wiener Lineien, BTV, lounge FM, - gehört der SPÖ), Gewista (gehört zu 33% der SPÖ), Österreich (wird von den Steuerzahlern über UNternehmen im Einfluss der SPÖ finanziert), Heute (gehört über Treuhänder Havranek der SPÖ), Kronenzeitung (gehört Faymans "Ersatz-Familie"),ORF - wird von SPÖ inhaltlich dominiert (raiffeisen nur bei Tochter ORS dabei), usw...
Dazu kommen die Blauen Medien, grüne Postillen und die Styria Medien.
Aber Medienmacht-technisch ist die Raiffeisen ein Klax gegen die (vor allem wiener ) SPÖ.

baneck08
00
21.2.2012, 18:15
"Strassenbahnzeitung"

bist du es, Werner Amon?
dann lass dir gesagt sein, dass dieser ÖVP-Stil keine Zukunft hat

http://de.wikipedia.org/w/index.p... 0422143208

der schalldämpfer
02
21.2.2012, 11:48
ist aber ein ganz schön großer k(l)ax, den sie hier verbreiten…

…möglicherweise aus der lichtenfelsgasse…

Bin weder ein Fan jener Parteien und schon gar nicht der gelben Mafia…

Aber, die angebl. SPÖ-Anteile schön genau auflisten und dann bei den schwarzen/ den Katholen ganz leger mit Styria u. Raika als Klax darzustellen, is schon ein bissl oberflächlich.

Styria/ Kirche: Kleine Zeitung, Die Presse, Wirtschaftsblatt, Die Furche, Bezirksblätter, Wiener, Wienerin, Sportmagazin, DIVA, …

Raika: Kurier, Formil (Profil, Format, News, trend) Krone Hitradio, ORS…

…um nur mal die wichtigsten zu nennen.

also bitte…

locken
02
21.2.2012, 15:03
Die Niederösterreichischen Nachrichten nicht vergessen !!

littlefish
06
20.2.2012, 18:26

Aus diesen Zahlen muß man schließen, daß die ORF-Töchter außer der ORS Verluste schreiben. Denn das Konzernergebnis ohne Raiffeisen-Anteil an der ORS lag bei 3,3 Millionen, das des ORF als Einzelunternehmen bei 6,4 Millionen. Dazu drängen sich zwei Fragen auf: Erstens, warum machen GIS und Enterprise Verluste? Zweitens, warum wurde der offenbar profitabelste ORF-Teil zu 40% an Raiffeisen verkauft?

Rainer Pariasek - Berufsverfehler
00
21.2.2012, 09:52

Ohne mich wirklich auszukennen, aber sind sowohl Enterprise als auch GIS nicht eigentlich 'Cost Center' und Durchlaufposten für Einnahmen (Werbung & Gebühren) des ORF? Also ist es unter Strich dann nicht egal ob man das Geld weiterschiebt - bzw. es ist es nicht Sinn und Zweck das man es weiterschiebt?

Was ORS betrifft, berechtige Frage. Kann es sein das zum Ausbau dieser Platform (weil neue Technologie etc.) Investitionen benötigt wurden, der ORF damals immer Miese schrieb und diese von der Raiffeisen übernommen wurden?

Wär schön wenn das jemand beantworten könnte.

Alter Gockel
00
21.2.2012, 10:56
sie haben recht.

Raiffeisen sit seit der Gründung dabei und hat finanziert.

qball
01
21.2.2012, 11:19

ja, und wenn der orf eh vom staat mittels gebühren finanziert wird, was hat dann ein privater investor dort verloren?

noch dazu wenn es jener investor ist, dessen vorfeldorganisation unter dem namen "övp" teil unserer regierung ist?

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