"Fahrscheinkontrolle!"

Facebook soll "bandenmäßiges Schwarzfahren" fördern

5. Februar 2012, 11:51
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    foto: apa

    Deutsche Verkehrsbetriebe: Soziale Netze verharmlosen und fördern das Schwarzfahren

Verband Deutscher Verkehrsunternehmen fordert Eingreifen der Regierung und Erhöhung der Gebühren

Über soziale Netzwerke wie Facebook können sich Fahrgäste öffentlicher Verkehrsmittel rasch informieren, auf welchen Strecken gerade kontrolliert wird. Den Verkehrsunternehmen ist das ein Dorn im Auge. In Deutschland spricht man von "bandenmäßigem Schwarzfahren" und fordert ein Eingreifen der Regierung, berichtet heise.

Schwarzfahren "verharmlost und gefördert"

Soziale Netze würden das Schwarzfahren verharmlosen und fördern, kritisiert Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Potenzielle Schwarzfahrer würden sich öffentlich helfen und organisieren. "Dem muss der Gesetzgeber durch entsprechende Regelungen entgegenwirken", fordert Wolff.

Höheres Bußgeld gefordert

Gegenüber Reuters stellt der VDV-Geschäftsführer klar, dass die Warnungen per SMS oder Internet seiner Meinung nach selbst nicht strafbar werden sollten. Wiederholungstäter sollten jedoch ein höheres Bußgeld zahlen. In Deutschland liegt die gesetzlich festgelegt Obergrenze derzeit bei 40 Euro. Wolff fordert bis zu 120 Euro. In Österreich haben Schwarzfahrer bisher schon 70 Euro bezahlt, ab 2012 muss man 100 Euro hinblättern.

In Österreich "hohe Zahlungsmoral"

Der deutsche Verband schätzt, dass jährlich rund 3,5 Prozent aller Bus- und Bahnfahrer schwarzfahren. Dadurch entgingen den Unternehmen bis zu 250 Millionen Euro Einnahmen pro Jahr. Das deutsche Verkehrsministerium sieht aktuell keinen Handlungsbedarf. In Österreich sieht man das Problem etwas lockerer. Laut den Wiener Linien herrsche eine hohe Zahlungsmoral, etwa 2,85 Prozent aller Fahrgäste seien ohne gültigen Fahrschein unterwegs (der WebStandard berichtete). Der Verkehrsbetrieb veröffentlicht selbst, auf welchen Strecken es aktuell zu verstärkten Kontrollen kommt, damit es sich die Gäste zweimal überlegen, ob sie ohne Fahrschein einsteigen. (red)

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sandor gjalski
10
10.2.2012, 17:48

autofahren verteueren

und öffis gratis

radwege ausbauen

Chapultepec
03
Ich bin heute

zweimal in Fahrscheinkontrollen geraten. Da ich mit einer Jahreskarte (die sich Monat für Monat bezahlt macht) ausgestattet bin, hatte ich nicht zu befürchten, musste mich aber darüber wundern, welche Schlägertypen die Wiener Linien für diese Aufgabe rekrutieren. - Im U-Bahnwagen saßen (von einander getrennt) zwei vom Schicksal getroffene Männer, die sich offensichtlich nur etwas wärmen wollten. Aus Ärger (?), keine "normalen" Schwarzfahrern erwischt, und Kopfgeld kassiert, zu haben, haben sich diese Typen triumphierend auf die wohl relativ mittellosen Genossen gestürzt, um alle Personalien aufzunehmen.

Und wir kritisieren die Herzlosigkeit der ukrainischen Behörden! )0:

Opernballbesucher - Rangloge seit 1885
51
Die mit der kommenden Tarifreform

günstigere Jahreskarte kann sich dann auch der obdachlose Mindestgesicherte leisten.

Chapultepec
04
Bitte bestätigen Sie,

dass Sie vergessen hatten, auf den Ironie-Modus deutlich hinzuweisen!

Opernballbesucher - Rangloge seit 1885
31
Wie meinen Sie das?

Bekommen österreichische Obdachlose keine Mindestsicherung?

sledgehammer44
01

ohne wohnsitz? ich fürchte nein.

Opernballbesucher - Rangloge seit 1885
01
Sind Sie da sicher?

In diesem derstandard-Artikel ist nämlich die Rede von Mindestsicherung beziehenden Obdachlosen: http://derstandard.at/128504240... -pro-Nacht

Ich dachte halt daß damit Obdachlose mit öst. Staatsbürgerschaft gemeint sind...wissen Sie da mehr?

Wenn es nämlich so ist, wären die 15,20 Euro nämlich schon leistbar...auch/gerade ohne Dach über dem Kopf.

R. Lexer
00

Erstens das. Zweitens wären Mindestsicherungsbezieher saudeppert, sich eine Jahreskarte zuzulegen, wenn man mit dem Mobilpass Monatskarten für € 15,20 bekommt (sowohl jetzt, als auch nach Umsetzung der Reform).

Bumble25
 
27
Öffentlicher Nahverkehr gehört sowieso gratis...

...Diskussion erledigt.

Nennt mich Loretta
01
ich find ja auch mein ganzes Leben gehört ohne Gegenleistung durch die Allgemeinheit finanziert./Ironie ist

Taschenkalender
43
ich finde, Sie sollten mal 1 Jahr gratis arbeiten

...Diskussion erledigt.

Georg-99
23

Hab ich getan: Zivildienst!

Aber auch einer der das nicht getan hat, hat das gute Recht gratis öffentlichen Nahverkehr zu fordern. Was ist schlecht daran die Öffis vollständig über die Steuergelder zu finanzieren? Selbst ich als starker Radfahrer wäre dafür. Praktisch jeder benützt die Öffis mehr oder weniger regelmäßig.
Wer lieber mit dem Auto fährt soll diese Luxussteuer dann eben bezahlen.

...Diskussion erledigt ;-)

Nennt mich Loretta
00
ihr persönlicher Nutzen, darf sie auch etwas kosten, ganz einfach.

Der Staat finanziert auch jetzt schon 2/3 der Kosten. Wo wollgratis sein sollte?en sie in Zeiten wie diesen den Rest hernehmen? Abgesehen davon, welchen positiven Effekt erhoffen sie sich dagdurch? Der Zuwachs an jahreskartenbesitzern zb ist minimal, verglichen mit dem einnahmenentgang.

Finden sie auch, dass Strom gratis sein sollte? Sie wollen ja nur, dass die Allgemeinheit die Kosten ihrer persönlichen Mobilität übernimmt.

Georg-99
00
13.2.2012, 21:45

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.
Gratis Strom würde zu hoher Verschwendung führen und absolut nichts bringen.

Und Lesen ist auch nicht ihre Stärke! Ich fahre sehr viel mit dem Rad, ich würde sagen mehr als 80%, und ich erwarte mir nicht, dass die Allgemeinheit die Anschaffung und Reparatur meines Rades übernimmt.

Und was ich mir erwarte: Na eine höhere Lebensqualität für uns und alle Touristen, ich weiß selber wie lästig das ist (auch wenn es nicht so lange dauert) wenn man in eine Stadt kommt und sich erst mal um das (welches?) Ticket kümmern muss anstatt einfach nur einzusteigen. Und ich kannte Leute (z.B. Asylanten) die sich sozial abgeschottet haben weil sie kein Geld für die Öffis hatten, dafür aber jede Menge Angst!!

Nennt mich Loretta
00
14.2.2012, 09:00
Sie erwarten sich sicher, dass für ihr Rad entsprechende Wege vorhanden sind. Die Probleme von diversen Randgruppen sind, ehrlich gesagt, kein Grund weitere 500 Mio Euro jährlich (für Wiener Linien) durch Steuern zu finanzieren.

Abgesehen davon, dass das Rad eben in den meinsten Fällen kein adequater Ersatz für einen PKW ist, überlegen Sie sich doch mal, was passiert, wenn alle mit dem Rad durch Wien fahren. Das Rad ist deshalb eine brauchbare Alternative, weil sich eben nicht täglich 100.000e Radfahrer durch Wien quälen.

Öffis, die komplett durch die Allgemeinheit finanziert werden (woher überhautp das Geld KONKRET nehmen?) führen logischerweise dazu, dass Menschen keinen Transportkosten bei der Wahl ihres Lebensmittelpunktes bedenken, 2)Öffis nurmehr am "Kostenrad" drehen können und somit die Qualität flöten geht. Ihr und mein persönliches Mobilitätsverhalten verursacht Kosten und die haben wir gefälligst, zumindest anteilig, selbst zu tragen.

Georg-99
00
14.2.2012, 12:58

Die Menschen die sozial (und auch finanziell) von freien Öffis profitieren, würde ich nicht mehr "diverse Randgruppen" nennen.

Jene die jetzt für ihre Mobilität bezahlen, tun das dann halt über die Steuern, und zwar entsprechend ihres Gehaltes. Jene die lieber mit dem Auto fahren können sich es offensichtlich leisten und zahlen halt dann Luxussteuer oder zusätzlich CO2-Steuer, wie immer Sie das auch nennen wollen.
Ich finde das einen überlegenswerten Ansatz sozial gerechter Umverteilung.
Und es ist gut wenn man bei der Wahl seines Arbeitsplatzes keine Transportkosten mehr bedenken muss.

Es gibt viele Argumente dafür. Ihre "Argumente" dagegen sehe ich mehr als persönliche Meinung als wirkliche Argumente, mich überzeugt jedenfalls keines!

Nennt mich Loretta
00
14.2.2012, 13:34
Wenn Sie mit Tränendrüsen-STories über Asylanten kommen, die ja so gerne mit den Öffis fahren würden, muss ich Sie leider darauf hinweisen, dass dies irrelevant für eine Diskussion über Gratis-Öffis ist.

Es ist eher bezeichnend, dass Sie auf derartige "Argumente" zurückgreifen.

Nocheinmal: Der Sachverhalt und die Folgen von Gratis-Öffis sind um einiges komplexer. Autos sind schon heute maßiv teurer als Öffis und die Steuern (MöSt, NOVA, etc) sind gewaltig und sitzen viele Leut zu den Stoßzeiten lieber in der eigenen Kutsche im Stau als mit den Öffis zu fahren.

Die Kosten für Transport (zum Arbeitsplatz) fallen trotzdem an, nur zahlt sie halt jemand anderer. Genau das ist nicht einzusehen. Warum soll ich ihre Entscheidung am A. der Welt zu wohnen quasi mitfinanzieren ohne, dass sie zumindest anteilig persönlich mitzahlen. Was genau soll daran sozial gerecht sein?

Gratis-Öffis sind eine rein populistische Maßnahme, die keinen Sinn macht.

Georg-99
00
14.2.2012, 14:23

Das sind weder Tränendrüsen-Stories wie sie das abwertend nennen, noch handelt es sich nur um Asylanten, ich würde die Anzahl derer die sozial und finanziell davon profitieren nicht unterschätzen. Und "A. der Welt" wird auch über die (un)bequeme Erreichbarkeit mit Öffis definiert, und das zahlt auch jetzt schon jemand anderer!! Und nur weil die 2 Busse die da täglich fahren gratis sind, werd ich nicht ins Gemüse ziehen!!!

Und wenn es sowieso schon jemand anderer zahlt dann ist es ja nur gerecht dass es nach Gehalt gestaffelt wird.

Mir ist schon klar, dass das ganze Thema ziemlich komplex ist und die Folgen schwer abzuschätzen sind (das ist generell so in der Politik). Trotzdem haben Sie nach wie vor keine überzeugenden Argumente.

Harald Fasching
00

Das war wohl nicht gratis aber möglicherweise umsonst!

Bumble25
 
01
Scheint, als könnten Sie meinem Vorschlag nicht wirklich viel abgewinnen...

Ich dachte lange ähnlich, aber es gibt da recht interessante Konzepte... Einkommensabhängige Abgabe für alle Bürger für den öffentlichen Nahverkehr, dafür freie Fahrt mit allen Öffis, entsprechende Infrastruktur natürlich vorausgesetzt.

Wird sich bei uns Autonarren ja wohl niemals durchsetzen, aber irgendwie reizt mich dieser Gedanke.

Taschenkalender
10
jaaaaaa - Schwarzfahrer-Diskussion

zurücklehnen und genießen!

Mathias Steinlaus
 
02
In Deutschland spricht man von "bandenmäßigem Schwarzfahren" und fordert ein Eingreifen der Regierung, berichtet heise.

In Österreich würde der "Mafia-Paragraph" drohen ...

heri byrd
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ha, ein grund das internet zu verbieten. los los.

AlBundyFan
 
20
zuallererst würde ich aber eher die radardurchsagen im radio verbieten

die sorgen nämlich einzig und allein dafür, daß die raser dann für 3 km sich einbremsen und davor und dannach kann man wieder auf di tube drücken.

mich würde es nicht wundern, wenn man eine statistik anfertigt, daß ab der radardurchsage im radio vor und nach der messung die unfallhäufigkeit um einiges ansteigt, weil die raser noch ungenierter aufs gaspedal drücken.

das sollte mal verboten werden, denn das ist gefährlicher als schwarzfahren.

j.e.e.k
 
00
Vergleich hinkt ...

Radarkontrollendurchsagen bewirken - auch wenn nur auf einen beschränkten Bereich, dass dort die Sicherheit steigt. Also insofern finde ich die Durchsagen völlig legitim, zumal die Polizei ja stets betont nur die Sicherheit damit steigern zu wollen und nicht abzuzocken ... ;)

Besser passt dazu die Durchsagen zu den Kontrollen der ASFINAG bei Vignettenkontrollen.

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