Breite Empörung über Straches Judenvergleich

30. Jänner 2012, 18:26
  • FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache trifft beim WKR-Ball ein. Einige 
Stunden später macht er einige nun heftig kritisierte Vergleiche.
    foto: apa/neubauer

    FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache trifft beim WKR-Ball ein. Einige Stunden später macht er einige nun heftig kritisierte Vergleiche.

Der STANDARD-Bericht über Aussagen von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache schlägt hohe Wellen - Nach seinem Vergleich mit der Judenverfolgung wird dieser angezeigt, andere Parteien halten ihn für "untragbar"

Wien - Nach seinem Juden-Vergleich ist Heinz-Christian Strache für den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Ariel Muzicant, "politisch in keiner Funktion mehr tragbar". Das sagte Muzicant am Montag in Fernsehinterviews. Die IKG will gegen den FPÖ-Chef Anzeige erstatten.

Wie berichtet hatte Strache auf dem Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) zu einem STANDARD-Journalisten - ohne zu wissen, mit wem er sprach - gesagt, Angriffe auf Burschenschafter-Buden vor dem Ball seien "wie die Reichskristallnacht gewesen". "Wir sind die neuen Juden", äußerte er. Tatsächlich kam es im Vorfeld des Balles zu einem versuchten Brandanschlag auf das Lokal einer Studentenverbindung. Verletzt wurde niemand, laut Polizei wurde ein Anti-WKR-Demonstrant festgenommen.

Anders gemeint

Von der FPÖ kam am Montag kein Dementi zu Straches Aussagen. Generalsekretär Harald Vilimsky sprach lediglich von einer "künstlichen Empörung" und einer "verzerrt dargestellten Aussage". Strache habe die Vergleiche zu den Verbrechen der Nationalsozialisten zwar gezogen, aber ganz anders gemeint. Der FPÖ-Chef habe ausdrücken wollen, dass Berichte, etwa über Brandanschläge auf Studentenhäuser, "methodisch an die grausamen Berichte über die unselige NS-Zeit erinnern", so Vilimsky.

Generalsekretär Herbert Kickl schrieb in einer Aussendung von "angeblichen Zitaten" und meinte: "Der neue Faschismus kommt von links." Straches Stellvertreter Johann Gudenus schrieb, dass die "Faschismuskeule mittlerweile schon ein bisschen stumpf" sei. "Wehret den Anfängen", endete er.

Nur Klaus Nittmann, Chef des freiheitlichen Bildungsinstituts, bestritt im STANDARD-Gespräch, wie zitiert von "Judensternen" gesprochen zu haben, welche Unternehmen bekämen, die mit dem WKR-Ball zusammenarbeiteten. Die Aussage, er habe sich auf dem Weg zum Ball wie ein Jude in einer Gasse voller Nazis gefühlt, bestätigte er.

Ein STANDARD-Journalist hatte Strache am Ball vor seiner Loge angesprochen und um ein Autogramm gebeten. Er hatte seine Begleiterin vorgestellt und erzählt, dass sie zum ersten Mal auf dem Ball seien, um sich ein Bild zu machen. Daraufhin sprach Strache von den Protesten, Angriffen gegen Burschenschafter und verglich sie wie zitiert mit den Verfolgungen unter den Nationalsozialisten.

Für die Israelitische Kultusgemeinde stellt "der Vergleich Straches von Besuchern des WKR-Balles mit der Judenverfolgung eine ungeheuerliche Provokation dar. Bei nicht durch parlamentarische Immunität Privilegierten wie ihm könnten diese Äußerungen strafrechtliche Folgen nach sich ziehen." Ob das so ist, ist aber nicht sicher. Denn sowohl die Bestimmung gegen Verhetzung als auch jene gegen die "gröbliche Verharmlosung" von NS-Verbrechen gegen die Menschlichkeit verlangen, dass eine "breite Öffentlichkeit" davon erfährt beziehungsweise sie "öffentlich auf eine Weise, dass es vielen Menschen zugänglich wird", getätigt wird. Bei Straches Vergleichen auf dem WKR-Ball waren aber nur fünf Zuhörer dabei.

Unabhängig vom Strafrecht sind die Vertreterinnen und Vertreter der anderen Parteien empört. Für SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas handelt es sich um einen "unfassbaren Vergleich", ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch sieht einen "offenen Schlag ins Gesicht für all jene, die Opfer des verbrecherischen NS-Systems waren".

"Absolut untragbar"

Grünen-Chefin Eva Glawischnig hält Strache für "absolut untragbar" für das Parlament, für das BZÖ sind die Sätze "taktlos und deplatziert am Tag der Auschwitz-Befreiung".

Auch ein anderer FPÖ-Politiker könnte durch seinen Ballbesuch Probleme bekommen: Der Nationalratsabgeordnete Elmar Podgorschek war in Bundesheer-Ausgehuniform erschienen, was Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) im Vorfeld verboten hatte. Nun droht Podgorschek eine Anzeige. (moe, tob, völ, DER STANDARD, Printausgabe, 31.1.2012)

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Die Angriffe auf die FPÖ mit der Reichskristallnacht, etc.. zu vergleichen ist nicht zuläßig:

Jüdische Bürger wurden:

a) der Bürgerrechte verlustig
b) ihr Vermögen wurde eingezogen
c) zuletzt Deportation in Arbeitslager, die später in Vernichtungslager umfunktioniert wurden.

Keiner der o.a. Punkte trifft auf Wahlwerber und Funktionäre der FPÖ zu, d.h.: HC wird sich entschuldigen und Fischer konnte gar nicht anders handeln

...

Bitte net bös' sein - aber der Strache versteht die hier aufgezählten Punkte net. Er is einfach zu BESCHRÄNKT. Sie müssten des anders schreiben - vielleicht versteht's der Strache dann !

Straches Position ist nachvollziehbar

Fischer sorgt dafür

dass ich beim nächsten Mal verlässlich Strache wähle. Erstmals.

?

hat strache bisher sein geschichts"verständnis" nicht klar genug für sie formuliert?

Nicht-Linke sind die neuen Juden.

Ich bin sicher nicht links und niemand trachtet danach mich zu demütigen, zu enteignen (außer vl ein paar Linke :D) oder mich zu deportieren.

Der Strache hat sich schuldbar gemacht und muss jetzt dafür zahlen.

Ich bin sicher nicht links und niemand trachtet danach mich zu demütigen, zu enteignen (außer vl ein paar Linke :D) oder mich zu deportieren.

Der Strache hat sich schuldbar gemacht und muss jetzt dafür zahlen.

es gibt Menschen in diesem Land, die wollen nicht, dass an einem der geschichtsträchtigsten Orte Österreichs ein solcher Ball abgehalten wird, sie gehen zu einer Demo, dort ist es völlig friedlich zugegangen und es ist im Wesentlichen nichts passiert, ein SPÖ EX Politiker wurde von einem Rechtradikalen Glatzkopf angegriffen und niedergeschlagen, einige haben sich daneben genommen und angeblich jemanden angespuckt, wer hat das gesehen? ich nicht! ich war dort, und es war friedlich und eisig, nicht mehr und nicht weniger!
sowas mit dem Holocaust zu vergleichen ist ein Verbrechen! weil das Wiederbetätigung ist, da es eine gröbste Verharmlosung des Terrors darstellt!

wahrscheinlich haben sie sich augen und ohren zugehalten. ich konnte laufend tätliche angriffe auf ballbesucher feststellen, wenn keinepol. in der nähe war.wahrscheinlich waren sie auf einer anderen demo....

bei der Wahrheit bleiben

die Demo war überhaupt nicht friedlich

stimmt sogesehen....

ein skinhead-schläger

und pfeffergas attacke von einem ballbesucher

ist sicher nicht ganz friedlich...

aber es ging um die friedlichen demonstranten!!!

Ich bin um 17:30 Uhr vor der Uni gewesen und mit der Fachschaft Architektur bis zum Heldenplatz gegangen, es war total friedlich, vor der Bühne am Platz war es sogar so leise, dass ich mich sehr gut mit einigen Bekannten unterhalten habe, es gab ja abwechselnd Musik und dann wieder Redner und RednerInnen, es waren GemeinderätInnen dort, das Ganze ist völlig ohne jedes Problem bis 9 Uhr so gegangen, es gab überhaupt keinen Grund Angst zu haben, die Polizei hat alles gut überwacht und abgesperrt, ich habe mich sicher und wohl gefühlt!
habe mir weder Ohren noch Augen zugehalten!
ich habe mich mit vielen, die dort waren später noch darüber unterhalten, alle haben mir das gleiche gesagt, da ist gar nix passiert, abgesehen vom Stromausfall!

geniales Posting aus der Presse Teil 2

Feine Demokratie, in der Tat. Sorry, aber gewisse abscheuliche Parallelen zu Terrorregimen bestehen, hier und heute. Wer das Gegenteil behauptet.. *gelöscht*

Linke ziehen *zum Großteil* die Grenze, für wen Freiheit und Meinungsäußerung gilt, nämlich ausschließlich für sie selbst.

Haben sich in unserer Gesellschaft etwa ein paar tausend rechtskonservative so gebärdet oder gegen eine linke Veranstaltung demonstriert oder sind gewalttätig vorgegangen?
Nein. Wenn es hierzulande Ausschreitungen gibt, stammen die in der Regel.. woher?

Also, Frage - kommt die reale Gewaltgefahr anlässlich solcher Events nicht viel eher von *gelöscht* und antidemokratischen *gelöscht* als von österreichischen *gelöscht* Befürwortern der direkten Demokratie?

---

Bitte schreiben S' da keinen Unsinn her. Der Bericht des Innenministeriums ist deutlich: Rechtsextreme Gewalt ist in Österreich wesentlich häufiger und richtet größeren Schaden an als linksextreme. Das sind die Fakten. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.

Wenn es hierzulande Ausschreitungen gibt, stammen die in der Regel.. woher?

Politisch - überwiegend von Links - ganz klar

Aber Politik ist ja nichts was den Herrn Österreicher WIRKLICH interessiert - nicht weit genug um Bescheid zu wissen - gerade genug um keppeln zu können ;)

Aber gehen wir kurz zu einem Thema das dem Österreicher am Herzen liegt - wie viele Linke Fussball - Hooligans kennen sie?

Und da gehts bloß um ein Spiel,...

Brot und Spiele??

geniales Posting aus der Presse -leicht entschärft-

Wenn man auf einem traditionsreichen Ball in einem angeblich freien demokratischen Land feiern will, passiert folgendes:

- Ein paar tausend Demonstranten, DARUNTER gewaltbereite Randalierer drohen, spucken und werfen Farbbomben und Knallkörper - mit teilweise staatsfeindlichen Transparenten

- Aufgefordert von mehreren Organisationen.

- Demo von den meisten Medien unterstützt.

- Danach werden die Demonstranten als "Polizeiopfer" dargestellt

- Die Ballgäste erwähnen, dass sie sich zurecht verfolgt und körperlich bedroht fühlen, und werden dafür erneut in der Luft zerissen.

- Grundlage dafür stammt von einem eingeschleusten Spitzel *gelöscht* vom "Standard".

Feine Demokratie, in der Tat. Sorry, aber gewisse abscheuliche Parallelen zu T

lustig eigentlich ... wenn die linken den Vergleich verwenden ist es richtig

wenns die FPÖ tut ist es falsch

hm ... mit zweierlei Maß messen?

Herr Strache und Herr Faymann hatten vereinbart die Intelligenz und Verführbarkeit der Österreicher zu testen.

Spannendes Teilergebnis hier im Schtandard Forum.

das hast Du mit Lybien pro versucht

Da bleibt nur Eines, Herr Strache:

RÜCKTRITT!
http://abd.as/strache

Gebe Ihnen voll und ganz recht

in deutschland wär der schon längst weg vom fenster

es ist unglaublich was man sich in österreich als politiker alles leisten kann.
der anstand solcher leute ist 0, wenn nicht sogar drunter.
würde ein politiker in deutschland so etwas sagen, solche korrzuptionsaffären wie die fpö am hals haben, so schnell könnten die gar nicht schauen und sie wären rechtskräftig verurteilt oder zumindest durch den öffentlichen aufschrei und eine objektive berichterstattung unqwählbar für den großteil der bevölkerung.
und die österreichischen politiker sind zu bl*d etwas dagegen zu unternhemen oder zumindest von sich zu geben, bzw alternativen aufzuzeigen.
da können rhetoriker(fpö,leider) lügen was das zeug hält und niemand ruft hinein,"Hey, die sagen NICHT die wahrheit, glaubts denen nix..."

In Deutschland wär der erst gar nicht am Ruder

das ist ja das Ungeheuerliche...Also, das mit den 28 Prozent, wie oft ich das hier um die Ohren gehaut bekomme. Es ist zum Genieren, da hilft nichts. Das Einzige, womit ich punkten kann, ist mit Ös Zivilgesellschaft, die, wie ich finde, sehr aktiv ist.

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