Simuliertes Sprunggelenk soll Verletzungsrisiko reduzieren

10. Jänner 2012, 13:20
  • Wissenschafter der Universität Wien und der Technischen Universität
 Wien untersuchten die Belastungen, denen die drei wichtigsten Bänder des 
Sprunggelenks bei einem Sprungwurf ausgesetzt sind.
    foto: reuters/fadi al-assaad

    Wissenschafter der Universität Wien und der Technischen Universität Wien untersuchten die Belastungen, denen die drei wichtigsten Bänder des Sprunggelenks bei einem Sprungwurf ausgesetzt sind.

Wissenschafter analysierten die wichtigsten Bänder des Sprunggelenks bei Handball

Wien - Handball gehört zu den Sportarten mit dem höchsten Verletzungsrisiko. Vor allem Verstauchungen des Sprunggelenks sind nahezu alltäglich. Wiener Wissenschafter haben nun die Bewegungen und Belastungen der drei wichtigsten Bänder des Sprunggelenks beim häufigsten Torwurf, dem sogenannten Sprungwurf, analysiert.

Durch die in der Fachzeitschrift "Journal of Biomechanics" veröffentlichten Ergebnisse könnten schonende Bewegungsabläufe im Training eingeübt und so das Verletzungsrisiko reduziert werden, berichtet die Veterinärmedizinische Universität Wien am Dienstag in einer Aussendung.

Handballtraining soll adaptiert werden

Unter der Leitung von Christian Peham, Leiter der Movement Science Group an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, untersuchten Wissenschafter der Uni Wien und der Technischen Universität Wien die Belastungen, denen die drei wichtigsten Bänder des Sprunggelenks bei einem Sprungwurf ausgesetzt sind.

Dafür kombinierten sie digitalisierte Videos von Handballern in Aktion mit einem anatomisch präzisen und beweglichen Computermodell des menschlichen Körpers. Dabei zeigte sich eine sehr hohe Belastungen der Sprunggelenksbänder vor allem beim Landen.

Basierend auf dieser Arbeit könnte nun das Handballtraining adaptiert werden, um das Verletzungsrisiko zu verringern. "Wenn wir die Anatomie, die Bewegungen und Belastungen des Sprunggelenks genauer verstehen, können wir Sportlern Tipps geben, wie sie schon früh mit gezieltem Bewegungstraining das Risiko für Verletzungen minimieren", so Peham. (APA)

Aber die gelenkschonend adaptierte Version des Handballs gibt es doch schon: Boccia

im volleyball ist es auch die landung, aber meist am fuß des gegners. da wird das wohl nicht helfen.

Eine fällige Regeländerung würde da schon einiges helfen.

die haben ja diese regel gerade erst eingeführt, dass man übertreten darf, solange mind. die projektion des fußes (und das ist das einzige körperteil) noch über der linie ist. natürlich nur solange man den gegner nicht behindert, aber der fehler hilft einem mit gerissenen bändern auch nichts mehr.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.