Terror in Somalia

"Kenia wird das nächste Ziel al-Shabaabs sein"

Interview | Teresa Eder, 24. Oktober 2011, 12:33
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    reuters/feisal omar

    Die radikal-islamistische Miliz al-Shabaab ist in Somalia seit 2006 öffentlich aktiv. Sie kämpft gegen die derzeitige Übergangsregierung, will einen islamischen Staat mit strenger Auslegung der Scharia.

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    privat

    Markus V. Höhne (Dr. des.) arbeitet am Max-Planck.Institut für
    ethnologische Forschung in Halle. Er ist der Herausgeber (mit Virginia Luling) des Buches Milk and Peace, Drought and War. Somalai culture, Society and Politics (London, 2010)

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    reuters/feisal omar

    Vergangene Woche haben Shabaab-Milizen mehr als siebzig Soldaten der Afrikanischen Union getötet (AU). Was bleibt, sind die Waffen.

Ethnologe Markus Höhne über Angriffe der Al-Shabaab-Miliz, die auch auf das Urlaubsland Kenia übergreifen könnten

In den letzten Wochen sorgte der schon lang schwelende Konflikt zwischen der islamistischen Al-Shabaab Miliz und der somalischen Regierung wieder für internationale Schlagzeilen. Nach Entführungen westlicher Touristen und Mitarbeiterinnen von Ärzte ohne Grenzen beschloss Kenia außerdem in Somalia einzumarschieren (derStandard.at berichtete). Die USA gaben Anfang der Woche eine Warnung aus, nach Kenia zu reisen. Terroranschläge seien zu befürchten. Wie der somalische Bürgerkrieg auch die umliegenden Länder betrifft und welche Maßnahmen den Konflikt entschärfen könnten, erklärt Ethnologe Markus Höhne im derStandard.at-Interview.

***

derStandard.at: Die Ereignisse in Somalia überschlagen sich in den letzten Wochen. Zuerst Entführungen von Mitarbeiterinnen von Ärzte ohne Grenzen, dann der Einmarsch Kenias in Somalia. Außerdem vermeldet al-Shabaab 70 Soldaten der Afrikanischen Union getötet zu haben. Steuern wir auf einen neuen Höhepunkt des schon lange schwelenden Konflikts zu?

Höhne: Der Konflikt ist noch lange nicht beendet. Viele haben sich im August 2011 wohl dazu verleiten lassen zu glauben, dass mit dem Rückzug von al-Shabaab aus der somalischen Hauptstadt Mogadischu al-Shabaab besiegt ist und die Übergangsregierung die Macht übernehmen wird. Das war ein Fehlschluss, der nicht fundiert war. Al-Shabaab kontrolliert nach wie vor circa 50 Prozent des Landes. Der Rückzug aus der Hauptstadt war strategischer Natur bzw. Ausdruck einer momentanen Schwächung al-Shabaabs, bedeutete jedoch nicht ein Ende des Kampfes, und das zeigt sich eben gerade jetzt wieder.

derStandard.at: Aus welchen Gründen hat sich al-Shabaab im August denn dafür entschieden, aus Mogadischu abzuziehen?

Höhne: Das hängt unter anderem eng mit der aktuellen Hungersnot zusammen. Die USA haben 2009 die Devise ausgegeben, dass ihre Hilfsgelder nicht in Gebieten verwendet werden dürfen, die von al-Shabaab kontrolliert werden. Al-Shabaab hat schon länger internationale "westliche" Hilfsorganisationen gegängelt und auch erpresst. Ende 2009 kam es dann zu einem Konflikt zwischen den Islamisten und dem world food programme (WFP), das dann Anfang 2010 die Arbeit in Somalia einstellte. Krieg, die Politisierung humanitärer Hilfe und eine periodische Dürre führten dann im Frühjahr 2011 zu der bekannten Hungerkatastrophe. Diese hat die Kräfte von al-Shabaab unterminiert, denn al-Shabaab rekrutiert, auch mit Zwang, unter der loaklen Bevölkerung, die dann aber vor dem Hunger zu fliehen versuchte. Das war ein Grund für den Rückzug aus Mogadischu. Al-Shabaab war 2008 bis 2010 die domininierende Kraft in Südsomalia.

derStandard.at: Als es 2007 die äthiopische Militärintervention gab und mehr als 10.000 Soldaten  einmarschiert sind, ist die Gewalt in Somalia eskaliert. Stehen wir jetzt nach dem Einmarsch Kenias vor einer ähnlichen Situation?

Höhne: Die Äthiopier haben den Fehler gemacht, dass sie bis nach Mogadischu marschiert sind. Da haben sie ganz viele Somalis gegen sich aufgebracht. Die Hauptstadt wurde besetzt, Frauen vergewaltigt und Zivilisten getötet. Wenn Kenia dasselbe machen würde, würde das auch zu ähnlichen Reaktionen führen.

Allerdings marschieren die Kenianer mit weniger Truppen ein. Sie haben auch ein klareres Ziel. Es ist ein Vergeltungsschlag für die Entführung westlicher Touristen von Kenia nach Somalia. Man kann darüber streiten, ob diese Entführungen direkt von Al-Shabaab durchgeführt oder in Auftrag gegeben wurden, oder ob das Kriminelle waren, die diese Leute an al-Shabaab verkaufen wollten. Das ist alles sehr undurchsichtig. Allerdings hat erst vor wenigen Tagen der Sprecher von al-Shabaab angekündigt, dass man gegen Kenia vorgehen wird.

Und Kenia wird das nächste Ziel al-Shabaabs sein. Es gibt in Mombasa, Nairobi und anderen großen Städten des Landes große somalische Gemeinschaften. Es ist ein offenes Geheimnis, dass al-Shabaab dort präsent ist. Experten sagen, es ist nur eine Frage Zeit, bis dort Anschläge verübt werden. Klarerweise wird dabei auch versucht, die Tourismusindustrie zu treffen.

derStandard.at: Was ist das konkrete Ziel, das Kenia vor Augen hat, wenn es jetzt in Somalia einmarschiert? Wann ist die Mission erfüllt?

Höhne: Es gibt in Südsomalia einen neuen Teilstaat, Azania, der als Pufferstaat entlang der kenianischen und somalischen Grenze fungieren sollte. Er wurde vor einem Jahr auf Drängen Kenias hin gegründet um al-Shabaab zu bekämpfen und aus Kenia herauszuhalten. Doch de facto funktioniert das sehr schlecht. Jetzt müssen die Kenianer die Arbeit selber machen und vor Ort für Ordnung sorgen.

Wenn Azania besser funktionieren würde, könnte man sich militärisch aus der Schusslinie nehmen. Ich bezweifle, dass sich das in naher Zukunft ändert. Solange sich Kenia nur auf die Kontrolle der Grenzregion beschränkt, auch auf der somalischen Seite, ist das in den Augen der meisten Somalis noch legitim und könnte größere militärische Operationen von al-Shabaab in Kenia verhindern. Terroranschläge, z.B. in Nairobi, können so aber sicher nicht verhindert werden.

derStandard.at: Wie lässt es sich erklären, dass die derzeitige Übergangsregierung in Somalia so derartig schwach ist, dass sogar andere Staaten mit deren Einverständnis einmarschieren dürfen?

Höhne: Das ist ein Drama, das sich schon seit 20 Jahren hinzieht. Die somalischen Akteure, die sich selber in die Politik begeben und auch von externen Mächten anerkannt werden, waren immer diejenigen, denen man den Staat am allerwenigsten anvertrauen sollte. Mit wem haben die Amerikaner in den 90er Jahren verhandelt, als es darum ging nach dem Bürgerkrieg einen neuen Staat aufzubauen? Mit Aidid und Ali-Mahdi, den übelsten Warlords ihrer Zeit. Es wurden auch später immer die militärischen Akteure und Kriegstreiber privilegiert. Übrigens, in Nordsomalia, fernab externer Interventionen, gelang es den Menschen den Bürgerkrieg zu beenden und relativ stabile staatliche Strukturen aufzubauen. Die dort in den 90er Jahren gegründeten "Staaten" Somaliland und Puntland funktionieren bis heute, werden aber international nicht anerkannt.

Eine Lehre, die man daraus ziehen kann, ist: je weniger Intervention, desto besser. Lassen wir die Somalis einfach mal machen. Man müsste auch Äthiopien, Kenia und Dschibuti davon abhalten, diese Stellvertreterkonflikte voranzutreiben.

derStandard.at: Sie glauben also, dass al-Shabaab von selbst friedlich werden würde, wenn sich alle externen Kräfte aus dem Konflikt heraushalten?

Höhne: Das treibt meine Aussage natürlich auf die Spitze. Man hätte 2006 die Union islamischer Gerichte einfach machen lassen sollen, die waren nämlich vor Ort bei den Leuten akzeptiert und noch nicht so gewalttätig. Es hat damals geheißen, sie seien die somalischen Taliban, aber das war vollkommen übertrieben. Die Äthiopier wurden dann von den Amerikanern dabei unterstützt, sie wegzubomben. Jetzt haben wir al-Shabaab, die zehn Mal so schlimm sind

Es ist allerhöchste Zeit einen neuen Stil von Politik in Somalia zu favorisieren. Man kann nicht immer sagen, wir richten Somalia militärisch zurecht. Man kann nicht sagen, wir etablieren irgendwelche nicht-legitimen Führer, und wenn sie sich nicht durchsetzen können, helfen wir ihnen eben militärisch. Es gibt kein Beispiel weltweit, wo so etwas gut gegangen ist. Der erste Schritt kann jetzt aber nicht sein, die Armeen abzuziehen und al-Shabaab an das Ruder zu lassen. Vielmehr müsste ein ernsthafter Dialog mit allen Akteuren vor Ort gestartet werden.

derStandard.at: Ist es nicht naiv zu glauben, dass der Dialog irgendetwas ändern wird? Etwa die islamistische Ideologie von al-Shabaab?

Höhne: Al-Shabaab ist sehr vielschichtig. Es gibt eine kleine Gruppe, die ideologisch sehr extrem ausgerichtet ist und mit denen man nicht reden kann. Aber es gibt eine ganze Menge Kämpfer und lokale Anführer, die keinen globalen Djihad wollen. Sie haben nur eine somalische Agenda. Natürlich sagen sie, dass sie Mudschaheddin sind und für den Islam kämpfen, aber viele machen das auch aus Verzweiflung. Die al-Shabaab Kämpfer werden bezahlt; das hilft ihnen und ihren Familien in einem zerfallenen Staat beim Überleben. Es ist für sie zudem allemal besser, für den Islam zu kämpfen als für einen einen Warlord oder im Auftrag der Amerikaner.

Eine säkulare Regierung wird es nicht geben, die will auch kaum ein Somali haben. Somalis sind Moslems und relativ konservativ. Die externen Interventionen vor allem Äthiopiens haben das noch verstärkt. Als Vertreter des Westens hinzugehen und zu sagen, dass man eine säkulare Regierung braucht, die die Rechte der Frauen stärkt und so weiter, ist zum Scheitern verurteilt. Man muss nach einem Minimalkonsens suchen. Etwa einer Garantie, dass Somalia die Nachbarstaaten nicht angreift. Dass kein globaler islamischer Terrorismus unterstützt wird. Dass die Regierung innerhalb Somalias auf islamischen Prinzipien beruht und auch die Nachbarstaaten davon abgehalten werden, in Somalia einzumarschieren.

Die derzeitige Regierung ist ein nichtsnutziger Verein. Sharif Sheikh Ahmed ist ein korrupter, gekaufter, vor Ort überhaupt nicht legitimierter Präsident. Es steht auch im jüngsten Report der UN-Monitoring Group, dass die derzeitige Führung in einem Maße korrupt ist, das unerträglich ist. Fast 90 Prozent der Gelder, die an diese Regierung gehen, werden missbraucht. Das ist also bekannt, und trotzdem versucht die internationale Gemeinschaft, in diesem Stil weiterzumachen. Wenn man so arbeitet, braucht man sich auch nicht wundern, dass Somalia nach wie vor im Dreck steckt. (Teresa Eder/derStandard.at, 23.10.2011)


Zum Thema

UN-Monitoring Report über Somalia

Neuerscheinung: Feichtinger, Walter/Hainzl, Gerald (Hrsg): Somalia. Optionen - Chancen - Stolpersteine. Böhlau-Verlag

Buchvorstellung und Diskussion im Österreichischen Institut für Internationale Politik (OIIP)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 30
1 2
Malkaye
01
25.10.2011, 20:08
Seit Jahren poste ich hier, dass der Begriff "international anerkannte Übergangsregierung" eine propagandistische Farce ist.

Natürlich haben weder die Presseagenturen, noch die Standard-Redaktion auf solche logischen Kommentare reagiert.

Sowas wird erst abgedruckt, wenn man sonst ein Interview fälschen sollte.
Also: MEHR INTERVIEWS!! Wenn die Artikel weiter so schlecht sind wie im Falle Libyen mal wieder, dann brauchen wir auch keine aktuellen Meldungen mehr.

Ich würde mich sehr darüber freuen hier mehr von Herrn Höhne zu lesen. Das einzige was mir in diesem interessanten Hintergrund-Interview fehlt ist eine klare und fundierte Aussage zur Finanzierung von Al-Shabaab. Bis auf vages "die arabische Halbinsel" und "weiße/arabische Kämpfer wurden gesichtet" habe ich leider nichts glaubhaftes gehört.

brix
00
25.10.2011, 13:20
eu: wehret den anfängen

und laßt euch nicht von sogenannten "demokratischen befreiungsfronten" in die irre führen! man sieht in tunesien, wohin das geführt hat, wenn unkritisch unterstützt wird.

krakauerin
02
25.10.2011, 01:36
Ein durchaus seriöser, interessierter Experte:

prophezeit: dort wird keine Ruhe sein. Was passiert mit unseren österreichischen Strandvillen-Besitzern: EAV, Ambros, Schwarzenberg, etc. Hoffentlich sind meine ''Sorgen" unbegründet.

< silence >
01
24.10.2011, 22:40
Und Österreich hat seine Hilfe aufgestockt.

na bravo.

Georg Schütt
03
24.10.2011, 22:17
Ich meine, dass die Miliz den Preis hochtreiben will für die Zulassung der Hilfe. Diese Leute führen keinen Krieg, um ihn zu gewinnen; sie wollen den ewigen Krieg, weil sie von ihm leben. Sie leben von Mord und Raub, Erpressung und Diebstahl.

Und je größer die Not, desto eher sind die Hilfsorganisationen bereit, Zugeständnisse zu machen. Schutzgelder zahlen, sich an x-beliebigen Checkpoints um das Nötigste erleichtern lassen usw. Reich werden Wegelagerer und Warlords, die auf diese Weise auch immer genug Hungernde finden, die sie zu Lämpfern machen.

Die Miliz braucht die Hungernden, um selbst zu überleben. Je größer die Not, um so besser für sie.

Der Westen sollte nicht darauf hereinfallen.
Das einzige Mittel, was gegen diese Leute wirklich taugt, ist eine robuste Streitmacht. Wer wissen will, wie das aussehen muss, sollte sich mit den Bürgerkriegen in Liberia und Sierra Leone beschäftigen: Die Hölle auf Erden, aber konsequent bekämpft durch mil. Macht.

Objektiv_Subjektiv
01
24.10.2011, 21:04
Terror, Terror, Terror

Von wegen, das ist halt auch nur eine militante Gruppe wie viele andere, die eben andere (für ein andere logischerweise) nicht verständliche und feindliche Ziele hat

Der Kluge
02
25.10.2011, 00:28

"Während des Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft am 11. Juli 2010 explodierten in zwei Lokalen in der Umgebung der ugandischen Hauptstadt Kampala Bomben. Dabei starben offiziellen Angaben zufolge mindestens 74 Menschen. Ein Sprecher von al-Shabaab bekannte sich zu den Attentaten und kündigte weitere Anschläge in Uganda und Burundi an...."

geschlechtsumwandlung quotenposterin
41
24.10.2011, 20:42

Der westliche Imperialismus stolpert über seine eigene Propaganda .
Das Gut/Böse Schema
weckt falsche Erwartungen
und die Bevölkerung wie auch Politiker sind überrascht ,
wenn die Vertreter des so hilfreichen Westens vertrieben werden und
die in unseren Medien als "Böse" geschriebenen von der einheimischen Bevölkerung unterstützt werden

Pro Freistaat Kärnten!
 
01
24.10.2011, 20:48
hm

welche konkreten segnungen erwartest du dir von den milizen?

geschlechtsumwandlung quotenposterin
00
25.10.2011, 19:49

ich erwarte auch keine Segnungen von den Kärntnern .
Trotzdem sehe ich davon ab ,
zur Bombardierung Kärntens aufzurufen .

suboptimal
 
14
24.10.2011, 19:02
Die aus Kenia entführte Touristin im Rollstuhl ist bereits tot.

Das wird Kenia auch nicht so einfach hinnehmen können.
Entführte Französin ist tot
http://m.focus.de/politik/a... 76126.html

Der französische Außenminister spricht von einem "Akt der Barbarei": Eine 66-jährige Französin, die aus einem kenianischen Küstenort entführt wurde, ist nicht mehr am Leben.
http://www.spiegel.de/panorama/... 97,00.html

Kowosch
 
05
24.10.2011, 16:12

Vielen Dank für das ausführliche und sehr informative Interview.

Ich wünschte mir mehr von dieser Art hier zu lesen.

andreas lamers
 
03
24.10.2011, 15:15
ich da einen bericht gesehen

die milizen habe da soeldner aus allen laendern unter anderem grossbritanien oder amerika. das sind selten grosse spinner. und besonders mutig sind diese islamische maertyrer ja nur wenn es gegen unbewaffneter oder schelcht bewaffnter und in unterzahl befindlicher gegner sind.

Helmut Hromadnik21
 
313
24.10.2011, 13:33
SINNLOS UND TRAGISCH!

Der ISLAM ist genau so wie jede andere religion eine kollektive geistesverwirrung mit keinerlei bezug zur realität !
Traurig, dass so sinnlose und unnötige konflikte nur leid bringen und menschenopfer kosten.
Letztlich sind ALLE dort verlierer.

Gewinner sind nur die waffenlieferanten in den industrieländern, die wegen verbrechen gegen die menschlichkeit vor gericht gehören !

NONE
00
24.10.2011, 17:43

Es geht nur vordergründig um die Religion.

In Wirklichkeit profitieren die neuen Machthaber vom System - siehe Iran, siehe das Saud Regime. Sie müssen erst gewaltsam die Kontrolle über normale Menschen an sich reissen.

Picassodrücker
 
33
24.10.2011, 15:50
"Der ISLAM ist genau so wie jede andere religion eine kollektive geistesverwirrung mit keinerlei bezug zur realität ! "

Mag sein, aber die Religion ist Teil der Kultur eines Landes. Solange man die Auslegung religiöser Schriften nicht als Anlass nimmt, Straftaten zu begehen, oder Andersgläubige prinzipiell nicht zu respektieren, habe ich persönlich gegen Religion nichts einzuwenden. Es sind die Menschen, die Kriege führen, Anschläge verüben, Angst verbreiten, nicht die Religionen.

Helmut Hromadnik21
 
00
25.10.2011, 08:49
........."Mag sein, aber die Religion ist Teil der Kultur eines Landes."......

Also gehört auch das verstümmeln von menschen aus religiösen gründen zur "KULTUR" ?

Helmut Hromadnik21
 
00
25.10.2011, 08:46
........." Es sind die Menschen, die Kriege führen, Anschläge verüben, Angst verbreiten, nicht die Religionen"........

Wie erklären sie sich dann, als nur EIN beispiel, die kreuzzüge ?
Glauben sie diese wären unternommen worden, gäbe es nicht die christliche religion ?

Picassodrücker
 
10
25.10.2011, 14:39

haben Sie sich meinen Beitrag durchgelesen? Das sollte Ihnen die Frage beantworten. Aber für Begriffsstutzige kann ich's ja noch einmal erklären: Ich bin der Meinung, dass Religion an sich nichts Schlechtes ist. Leider gibt es Leute, die religiöse Schriften so streng auslegen (und Leute, die Religion dazu instrumentalisieren, um eigene Ideologien / Handlungen zu rechtfertigen), dass es Anschläge gibt, dass es Kreuzzüge gab, dass Andersgläubige diskriminiert werden. Ist Österreich schlecht, weil es Nazis gibt, die in dem Glauben, dem Heimatland zu "dienen" genau das Gegenteil erreichen?

kelchstein
24
24.10.2011, 17:18
"Es sind die Menschen, die Kriege führen, Anschläge verüben, Angst verbreiten, nicht die Religionen.

Die Religionen braucht den Menschen , um Kriege zu führen, Anschläge zu verüben und Angst zu verbreiten.

Est-dragon
53
24.10.2011, 15:04

Wenn die Leute dort drüben den Islam und die Scharia wollen, dann lass sie die dort haben: Fremde Länder, fremde Sitten heißt es. Viele Konflikte sind über die Jahre überhaupt nur entstanden, weil Europäer und zunehmend Amerikaner völlig anderen Kulturen ihr Weltbild aufpressen wollten. Toleranz heißt, dass der andere auch wirklich anders leben darf als man selbst.

kelchstein
00
24.10.2011, 17:13

Somalia wurde im 7. Jahrhundert vom Islam adoptiert. Als das Interesse für den Islam schrumpfte und allmählich zum Säkularismus tendierte, brach die REVOLUTION aus. Daraus ging eine radikale sozialistische Regierung hervor, die die religiösen Führer gängelte. Sei es religiös oder weltlich, Somalias Problem scheint das radikale Umfeld zu sein.

tom1021
00
25.10.2011, 13:21
Was ist denn...

ein "radikales Umfeld"? Und wieso ist es genau im Umfeld von Somalia??

kelchstein
00
25.10.2011, 17:18

Das radikale Umfeld könnte seinen Ursprung im archaischen Gang- und Stammeswesen haben, welche die Rechtssicherheit festlegen.

cyber ferkel
04
24.10.2011, 15:59

"...weil Europäer und zunehmend Amerikaner völlig anderen Kulturen ihr Weltbild aufpressen wollten."

Wenn islamistische Gangsterbanden oder Staaten das gleiche tun (allerdings noch ein weniger Grausamer) wie die von Dir genannten, dann ist das nicht weniger verwerflich.

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