Pornos aus Datenleck: Polizei checkt Mailverkehr

29. September 2011, 17:15
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    foto: apa

    Der Österreich-Ableger der Internet-Aktivisten-Gruppe Anonymous, AnonAustria, sorgt erneut für Schlagzeilen.  "War tatsächlich pornografisches Material im Attachment oder nicht?"

Polizisten sollen einander "dienstlich" Porno-Links zukommen haben lassen - "Interne Ermittlungen eingeleitet"

Kaum ein Tag, an dem nicht neue - mehr oder weniger „heiße" - Daten von Anonymous öffentlich gemacht werden. Am Donnerstag tauchte ein interner E-Mail-Verkehr von Beamten der Landespolizeikommandos in Wien und Niederösterreich auf. Brisantes Detail an den Mails, die ein Beamter an rund 70 Kollegen verschickte: Betreffzeilen wie etwa „geekgirlsex" ließen vermuten, dass die mitgeschickten Dateien, die selbst nicht öffentlich gemacht wurden, nicht gerade jugendfrei waren.

„Wir haben bereits Ermittlungen eingeleitet"

„Wir haben bereits Ermittlungen eingeleitet", bestätigte Harald Noschiel, Sprecher des Innenministeriums auf Standard-Nachfrage. Neben der Frage, wie sicher der interne Polizei-E-Mail-Verkehr vor Zugriffen von Externen sei, beschäftige man sich zurzeit mit einer anderen Frage, so Noschiel: „War tatsächlich pornografisches Material im Attachment oder nicht?" Denn es gibt eine Verordnung über „private Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnik-Infrastruktur des Bundes", in welcher der Zugriff auf gesetzwidrige oder pornografische Inhalte ausdrücklich untersagt ist. Kurz gesagt: Wenn Beamte sich über den Ministeriumsserver privat Pornos zusenden, „könnte das dienstrechtliche Folgen haben", betont Noschiel.

Keine Ahnung

Wie die Aktivisten an den E-Mail-Verkehr kam, wisse man aber auch noch nicht. Datenexperten vermuteten im Gespräch mit dem Standard jedenfalls, dass sogenannte OWA-Boxen (Outlook WebAccess), über die man außerhalb seines Arbeitsplatzes webbasiert auf seine E-Mail-Postfächer zugreifen kann, Leaks aufweisen könnten.

Anonymous. Das klingt in den Ohren vieler schon wie ein Markenversprechen. Aber es ist keine Partei, kein Unternehmen, keine geschlossene Gruppe, wie etwa Greenpeace. Es gibt niemanden, der die Marke steuert oder Richtlinien festlegt. Das ist einerseits die Kernphilosophie der Bewegung, die sich für uneingeschränkte Freiheit im Netz starkmacht. Andererseits auch Gefahr: Theoretisch könnte jeder Aktionen unter dem Label von Anonymous setzen - und dafür braucht es nicht einmal besonders ausgeprägte Computerkenntnisse.

Unzufrieden

„Ist jemand mit seinem Arbeitgeber unzufrieden, lädt er sich das Logo runter und verbreitet im Namen von Anonymous geschäftsschädigende Informationen", erzählt ein Hacker. Es ist nicht kontrollierbar, wer wann welche Aktionen startet. Würde jemand das Image von Anonymous ramponieren wollen, reicht es, Datensätze zu hacken, die die breite Öffentlichkeit verärgern.

Bedenken der Ärztekammer

„Die letzten Veröffentlichungen sind zwar relativ gewichtig, weil es sich um sensible Daten handelt, aber technisch gesehen nicht unbedingt aufwendig", sagt Martin Mulazzani von SBA Research, einem Wiener Forschungsinstitut für IT-Security. „Aber die Aktion hat deutlich gemacht, wie sorglos mit sensitiven Daten umgegangen wird", so Mulazzani.

Bei der Tiroler Gebietskrankenkasse sucht man nach wie vor das Leck, durch das 600.000 Versichertendaten zu Anonymous gelangten. Die Ärztekammer nahm den Fall zum Anlass, Bedenken gegen die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) zu äußern. (Julia Herrnböck und Colette M. Schmidt, DER STANDARD Printausgabe, 30. Septmber 2011)

Kommentar posten
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cantanto
11
4.10.2011, 17:49
Wunderbar,

dass die Handlanger der Bilderbergerzombies nun selbst so ordentlich zum Handkuss komme!

Hat es nicht immer geheißen, wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten und es dient ja alles nur zu "unserer" Sicherheit.

Weiters so! Diese Zombies gehören alle gnadenlos aufgedeckt und mit ihren eigenen Waffen geschlagen!

qwerty6
13
2.10.2011, 15:08
ich finds herrlich

nach jeder aktion von anon geht das geplärre von wegen eier, schwachköpfe, die armen zecken oder wen auch immer in ruhe lassen, blabla, los.

ich frage mich jedesmal aufs neue, ob hier die meisten geistig anzeichen von derangierung aufweisen? ich mein was soll noch gemacht werden, um die bevoelkerung auch nur ein bisschen auf das vorratsdatenthema aufspringen zu lassen?
merken denen die wenigsten, worum es denn bei all diesen aktionen geht?

M0ru
01
1.10.2011, 12:43

@"Marke" Anon: *Jeder* ist Anon wenn er das will. Das ist die ganze Pointe, das es eben keine abgeschlossene Bewegung ist. Wie der Name so schön sagt, ist es eine Nicht-identität. Entsprechend werden die Leute Wohl oder Übel über die Inhalte nachdenken müssen, statt ad hominem die Quelle zu (dis)kreditieren.

Suko1811
02
1.10.2011, 00:05
Gema-Daten?

Hmm
...offenbar haben die jetzt bei der gema
gewildert....

https://twitter.com/#!/AnonNewsAUT

0Stoney0
00
1.10.2011, 09:55
ca. 7 GB

aber ohne registrieren kann man die Daten nicht downloaden :(

CyberCop
00
1.10.2011, 08:31
*lol*

Stuff
01
30.9.2011, 21:58
An alle!

Diese angebliche Vorratsdatenspeicherung heisst
V-e-r-r-a-t-s-d-a-t-e-n-s-p-e-i-c-h-e-r-u-n-g-!

Das mit dem ´o´ ist ein elendliglicher Tippfehler, jeder schreibt den ab!

Gambler
00
30.9.2011, 17:18
das kommt mir bekannt vor

ein polizist aus meinem freundeskreis war bekannt dafür täglich porno-präsentationen per mail zu versenden.
ich dachte bei der polizei ist das normal.
so kann man sich irren.

Wiener Blut
00
2.10.2011, 11:25
scheint ja ein ganzes Porno netzwerk zu sein bei der Polizei .

Der Kluge
60
30.9.2011, 17:08

was geht das die Öffentlichkeit an, wenn sich 2 personen etwas privates schicken?

Gegen diese Hacker sollte scharf vorgegangen werden!

naleiwand
00
30.3.2012, 14:59
In der vom Bürger bezahlten Dienstzeit?

Und das soll uns nichts angehen? Wenn das intern geduldet wird, dann muss halt wer von außen her.

cantanto
11
4.10.2011, 17:52
Weil wir diese Zombies bezahlen,

weil wir grundlos überwacht werden, weil uns gesagt wird, dass wir gar nichts mehr tun dürfen, weil in unser Privatleben grundlos eingegriffen wird, weil wir alle als potentielle Verbrecher behandelt werden.....

Deswegen!

Die Zombies gehören mit ihren eigenen Waffen geschlagen!

FREIHEIT!

Monopoly mit Hut
02
3.10.2011, 08:57

"Denn es gibt eine Verordnung über „private Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnik-Infrastruktur des Bundes", in welcher der Zugriff auf gesetzwidrige oder pornografische Inhalte ausdrücklich untersagt ist. Kurz gesagt: Wenn Beamte sich über den Ministeriumsserver privat Pornos zusenden, „könnte das dienstrechtliche Folgen haben", betont Noschiel."

Was genau hast Du an diesem Absatz nicht verstanden?

CyberCop
00
1.10.2011, 00:00

aha, und was ist es wenn "an rund 70 Kollegen verschickt" wird?
von den "2" die sie erwähnt haben kann da ja nicht mehr die rede sein, oder?

bezüglich der hacker: die vorratsdatenspeicherung macht es möglich sowas auf zu decken.
wir brauchen für sowas keine hacker, die volksbespitzler in regierung und nationalrat reichen da schon dafür.

Der Kluge
10
1.10.2011, 17:08

Na und?
Was ich an meine Kollegen privat verschicke, geht niemanden etwas an.

Wieso wird hier über "Volksbespitzler" (niemand "bespitztelt" das Volk zum Spaß; verbrechensbekämpfung ist notwendig) diskutiert, wenn private Hacker Mailboxen udgl auch machen und das veröffentlichen?

Die Polizei braucht mehr Kompetenzen um dieser Internet Bedrohung Herr zu werden!

trollpower
00
3.10.2011, 12:03

dann tun sie es nicht mit Hard - und Software die der Steuerzahler bezahlt hat. Dafür können sie ihr eigenes Spielzeug benutzen.

RS69
 
02
1.10.2011, 18:29

"Was ich an meine Kollegen privat verschicke, geht niemanden etwas an."

Solange Sie es von zuhause mit ihrem privaten Rechner und ihrer privaten Emailadresse machen - haben SIe Recht (sofern Sie im legalen BEreich bleiben).

M0ru
00
1.10.2011, 12:46

mhm. Wo Daten gesammelt werden, können sie auch geleakt werden. (oder an vertrauenswürdige Drittanbieter weitergegeben, wie es FB macht)

Allmächtiger Satan
01
30.9.2011, 16:46

Verklemmte Unternehmenskultur.

José Atento
03
30.9.2011, 16:08
Je mehr Daten gesammelt werden,

desto mehr kommen auch an die Öffentlichkeit.

José Atento
12
30.9.2011, 16:17
STOPP der Vorratsdatenspeicherung!

Die Daten sind niemals sicher und der Missbrauch ist vorprogrammiert.

TRockenmilch
12
30.9.2011, 15:23
@sind ja nur pornos blabla...

...nein, eben nicht nur.

in meinem arbeitsumfeld hab ich noch NIE etwas derartiges bekommen. so etwas würde einfach niemanden einfallen.
selbst im privaten bereich kann ich die eindeutig erotischen/pornografischen sachen die ich geschickt bekommen hab an einer hand abzählen.

es sagt schon viel über den geist einer behörde und seiner beamten aus wenn im email verkehr regelmäßig pornos vorkommen und das scheinbar akzeptiert ist.

diese leute, die sich filme von angespritzten mädls, im berufsalltag, zuschicken, haben das gewaltmonopol. diese menschen tragen eine verantwortung der sie moralisch offensichtlich nicht gewachsen sein können. das ist das verhalten von pubertären burschen und nicht von erwachsenen.

cantanto
10
4.10.2011, 17:54
Bitte von welchem "Geist" sprechen Sie?

Es handelt sich hier mehrheitlich um brave Erfüllungsgehilfen der Zombies, die uns schon seit langem verar***en!

SinnoderUnsinndasisthierdieFrage
01
30.9.2011, 17:04
Make Love not War

kann ich nur sagen.. ausgeglichene beamte sind mir lieber als frustrierte und wenn diese bildchen ihre stimmung heben ..

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