Anonymous veröffentlicht Daten von Polizisten

  • Der Leak betrifft rund 25.000 PolizistInnen - unabhängig von ihrem Rang.
Bei betroffenen Polizisten ist die Reaktion unterschiedlich. Wirklich Angst hat niemand, als "ungut" bis "Schweinerei" empfinden es aber mehrere. Denn viele Beamte verfügen über eine sogenannte "Meldesperre", können über das Melderegister also nicht ausfindig gemacht werden
    foto: barbara gindl / apa

    Der Leak betrifft rund 25.000 PolizistInnen - unabhängig von ihrem Rang.

    Bei betroffenen Polizisten ist die Reaktion unterschiedlich. Wirklich Angst hat niemand, als "ungut" bis "Schweinerei" empfinden es aber mehrere. Denn viele Beamte verfügen über eine sogenannte "Meldesperre", können über das Melderegister also nicht ausfindig gemacht werden

25.000 Beamte betroffen - Adresse und Geburtsdatum einsehbar - Innenministerium: Infos stammen von "polizeinahem Verein"

Erst vor wenigen Tagen hatte die Staatsanwaltschaft Wien bekannt gegeben, dass der Verfassungsschutz in der Causa der Angriffe gegen die Seiten von SPÖ, FPÖ und Grünen mittlerweile nicht mehr allgemein sondern ganz konkret gegen einzelne Personen ermittelt. Was man von solchen Ansagen hält, zeigt Anonymous Austria nun auf auf recht eigene Weise: Über den offiziellen Twitter-Account hat man rund 25.000 Datensätze österreichischer PolizistInnen veröffentlicht.

Hack

Die Daten beinhalten neben dem vollen Namen auch Adresse und Geburtsdatum der betroffenen Personen, wie man an diese Informationen gekommen ist, lässt man offen. Die Veröffentlichung legte Anon Austria als stufenweises Rätsel an, erst nach einigen Stunden offenbarte man, dass es sich bei der langen Liste tatsächlich um 24.938 Datensätze von österreichischen PolizistInnen handelt.

Diskussion

Der rasch einsetzenden Kritik, dass man hier recht wahllos private Daten veröffentliche, begegnet Anon Austria per Twitter mit dem Verweis auf die Vorratsdatenspeicherung - und der zynischen Bemerkung, dass doch ohnehin niemand etwas zu verbergen habe.  Von Seiten des Innenministeriums bestätigt man den Vorfall mittlerweile, darüber hinaus will man sich zu dem Vorfall aber noch nicht äußern.

Update, 10:30

Bei Anonymous betont man zwischenzeitlich, dass man entgegen ersten Berichten nie davon gesprochen habe, dass die Daten Ergebnis eines Hacks seien. Statt dessen nutzt man die Formulierung "Sie wurden uns zugänglich gemacht", was auf eine Weitergabe aus internen Kreisen - oder auch auf einen Hack durch andere hinweisen würde.

Update, 13:20

Laut einer Stellungnahme des Innenminsteriums gegenüber dem WebStandard stammen die Daten von "einem polizeinahen Verein".  Um welchen es sich handelt, und wie Anonymous an die Daten kam - wollte man allerdings nicht sagen.  "Wir ermitteln auf Hochtouren" heißt es lediglich.

Beobachter vermuten, dass die Daten von der österreichischen Abteilung der "International Police Association" stammen könnten.

(apo & sum, derStandard.at, 26.09.11)

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Posting 1 bis 25 von 1948
Weiter so!

So etwas wünsche ich mir schon seit Jaaaahren in Deutschland.
Klar, "Anonymos" ist eine dezentrale Organisation ohne große Hierarchien.
Aber es sollte dennoch eine Art Anlaufstelle geben. Eine Webseite wo Bürger Wünsche für Aktionen einstellen können. Z.B. einen Hackerangriff zur Beschaffung von Personendaten Deutscher Polizisten, aber auch Richtern und Staatsanwäten usw..

Wie viel Prozent sind 25.000 in Österreich?
Deutschland hat insgesammt 250.000 Polizisten. Es wäre schön, wenn Bürger es schaffen würden Sie alle in einer Datenbank einzutragen. Mit Lichtbild, Wohnadresse, Dienststelle usw..
Es wäre natürlich zu begrüßen wenn die Arbeit (Polizisten heimlich vor Dienstadresse ablichten) durch Hacker etwas verkleinert werden könnte.

Liebe Polizisten,

da sieht man wie sehr euch euer Arbeitgeber liebt, wie sorgfältig er mit euren Daten umgeht - ihr seid ihm zu Dank und absoluten Gehorsam verpflichtet - so wie der sich um euch kümmert!

Warum man die PWNYZEY nicht mag ?

Man muß sich nur mal umsehen welche Proleten herumlaufen.

Ein wunder das solche Menschen genommen werden.

Spricht nicht gerade für die Polizei.

Und auch das es die Polizisten verstehen die mitlesen:

Erklärung was ein Prolet ist: http://de.wikipedia.org/wiki/Prolet

;)

Das Hinhacken auf Polizisten erinnert mich an nen

Witz:
Kommt ein Mann in ein Dorf, sieht dort einen Greis auf der Bank sitzen und wütend murmeln.
Als er ihn fragt, was denn los sei fängt er an:
'Siehst du die Schule da drüben? Hab ich aufgebaut, aber nennt man mich Thomas den Schulerbauer? Nein!'
Er deutet auf die Weizenfelder 'Siehst du die Felder? Hab ich damals erstangebaut und die Stadt ernährt. Nennt man mich Thomas den Bauern? Nein!'
Er zeigt auf die Kirche. 'Die hab ich zur Hälfte gebaut. Aber nennt man mich Thomas den Kirchenerbauer? Nein! 20 Jahre lang hab ich die Glocken geläutet. Aber nennt man mich Thomas den Glöckner? Nein!'
Er zittert sichtbar ... 'Aber da erwischen sie dich einmal mit einer Ziege ...'

guter Vergleich:

- ich habe immer die Daten aller Bürger weiter gegeben
- ich habe immer ohne nachzufragen observiert
- ich habe immer ohne nachzudenken zugeschlagen
- ich habe immer ohne zu hinterfragen verhaftet

aber dann erwische ich mich dabei wie ich die Einladungsliste für unseren Sportverein im Netz veröffentliche!

Eine ... interessante Möglichkeit der Interpretation.
Ich dachte eher an:
Ich hab nur die Leut abgestraft die gegen Gesetze verstoßen haben. (Die StVO habt ihr erklärt bekommen bevor ihr euren Führerschein erhalten habt)
Ich hab Leib und Leben riskiert damit die anderen sicher schlafen können.
Aber wenn auch nur einer meiner 20.000+ Kollegen aus der Reihe tanzt werd ich zum Buhmann.

Die Frage ist was macht ein Polizist

wenn er in einen Gewissenskonfilkt kommt?

Die bescheuerten und undemokratischen Gesetze werden immer mehr!

Eine halbe Stadt wird gesperrt, weil ein paar großkopferte einen "Kongress" abhalten müssen!

Tausende sind durch unbegründten Einschränkungen ihrer Freiheit betroffen!

In wirklichen Demokratie würde das ausreichen, das sämtliche Verantwortlichen bei der nächsten Wahl ihren Hut nehmen müssen!

Da ich vielmals gefragt wurde wieso ich die Polizei nicht mag:nur die kleinsten Gründe

Ich finde es skandalös dass die sogenannte Baupolizei mir eine Strafe von 3600 Euro verpasste nur weil ich als Chef (Spenglermeister) ungesichert auf mein eigenes Risiko am Kirchturm in Salzburg ein Aufmass genommen habe.
Ich finde es tragisch dass meine Mitarbeiter nicht einfach vor der Baustelle parken dürfen in der Altstadt(polizeilich) sondern die Bleche ca 150m weit schleppen müssen (was die Arbeiten um 12.5Std verzögert und mir derbe Verluste einbringt)
Polizisten haben meine Werbetafeln die wir auf der letzten Baustelle montiert haben weggerissen und zerstört. Die Polizei sperrte einen meiner besten Vorarbeiter für 8Tage ein obwohl wir ihn dringend gebraucht hätten(nur weil er eine Kanone zuhause hatte)

Oida

und das ganze um dein Steuergeld - wir sind in Österreich!!

Die "Baupolizei" hat meines Wissens nach weniger mit der Exekutive, als mit den Bezirksverwaltungsbehörden zu tuen.

Zu ihrem Vorarbeiter: Ich weiß nicht, was sie mit "Kanone" meinen. Verboten ist der Besitz automatischer Waffen. Wer sich also sein STG 77 vom Bundesheer mit nachhause nimmt muss zurechtmit Strafen rechnen. Man stelle sich vor, der Wiener Heckenschütze hätte Zugang zu automatischen Waffen gehabt. Sollte sie mit "Kanone" Artilleriewaffen meinen sind 8 Tage Haft kurz.

Darüber hinaus implizieren sie eine Rechtsvorstellung, die sich am Interesse einzelner orientiert. Auch Grasser und Maischberger werden irgendwo gebraucht.

Was heißt zu Recht.

Waffen sichern die Demokratie. In volksregierten Ländern hat jeder schwere und vollautomatische Waffen zu Hause.

"Die "Baupolizei" hat meines Wissens nach weniger mit der Exekutive, als mit den Bezirksverwaltungsbehörden zu tuen. "

Achtung !!! - Sie differenzieren ...

Geburtstags Cronjob

Hat schon jemand einen Geburtstags Cronjob eingerichtet, der die täglichen Geburtstagskinder eine E-Mail sendet?

Wahnsinn!

So einen Scheiss schreiben, und nicht einmal den dritten vom vierten (grammatischen) Fall unterscheiden können... Aber cronjob programmieren wollen.
Ist das die politische Botschaft der Anonymiker?

Polizisten hin oder her. Die Veröffentlichungsaktion ist vom Dümmsten überhaupt und wird der Sache selbst genau nur das Gegenteil bescheren:

*Die Polizisten können nichts mehr verlieren; ihre persönlichen Daten wurden unwiderruflich offengelegt.
*Sie werden deshalb Vorratsdaten ohne Ende fordern.
*Sie werden selbst auch anonym werden. Kaum einer wird noch eine Anzeige mit seinem vollen Namen unterschreiben wollen. Die Beamten werden zu Dienstnummern werden.

Das System wird noch intransparenter und geschlossener werden. HC lächelt.

Was haben Sie den für ein Problem?!

lol

Adresse und Geburtsdatum einsehbar

damit die geschenke zur rechten zeit am rechten ort ankommen...

Ich empfehle die drei Mann vom Fall Grasser, Mensdorff Pouilly, Hochegger, Strasser usw abzuziehen, da darf eh nix rauskommen und sofort zur SOKO IPA umzuschichten.

aber ganz schnell , somst wird die Spur kalt ;-))

Wieso eigentlich nur 24.000 Polizisten, Lt Hanni die Frau Lügen Baronin haben wir 32.000 Polizisten

Irgendwie blöd, das scheint wie bei der Kriminalstatistik zu funktionieren. Die ist ja wie seit 10 Jahren wieder um 12 % gesunken. Die halten uns echt alle für deppat

2 Jahre noch !!!

Die Daten stammen ziemlich sicher von der IPA, nicht jeder Polizist ist bei diesem Verein dabei und genau darum sind es nicht 32.000 Datensätze.

Ihc bin schon gespannt wann und wie diese AnonLeute auffliegen werden.
Meine Wette: Nachdems ja recht geltungssüchtig sind (siehe Twitter etc.) werden die sich irgendwann mal verplappern - und dann wird sie jemand hinhängen.

... und alle etwas dunkleren Menschen sind für deinesgleichen auch Drogendealer etc ....

Sind ja eh nett.
Bei uns hättens ihn in den Rücken geschossen!

Posting 1 bis 25 von 1948

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