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Ist Internet das bessere Fernsehen?

Bericht | 22. September 2011, 14:50
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    foto: christof sorge

    Andreas Wildberger und Bertram Gugel beim Pressegespräch

Beim Internet Summit Austria diskutieren Experten über die Zukunft des Fernsehens - Urheberrecht als Problem

Bertram Gugel schreibt seit 2005 in seinem Blog „Digitaler Film" über die Konvergenz von Fernsehen und Internet. Er ist Gast beim „Internet Summit Austria" (ISA) und hält am 22.September eine Keynote zu dem Thema: „Ist Internet das bessere Fernsehen?".

Pattstellung zwischen Internet und Fernsehen

Vor seinem Vortrag stand er der Presse Rede und Antwort. Momentan sieht Gugel Fernsehen und Internet bei der Vermittlung von audiovisuellen Inhalten in einer Pattstellung. Während das Internet die Vorteile Auswahl, Interaktivität und die Darstellung auf verschiedenen Geräten hat, kann das Fernsehen mit dem Programm und der sozialen Komponente punkten.

Inhalte finden

Während man im Internet erst nach Inhalt suchen muss, schaltet man den Fernseher ein und man kann schon Sendungen schauen. Man muss nicht aktiv werden, um sich Content zu besorgen. Dafür kann man im Internet aus vielen verschiedenen Quellen wählen und man kann sich die Inhalte anschauen, wann man will und nicht dann, wenn es im Fernsehen läuft.

Soziale Komponente

Die soziale Komponente des Fernsehens basiert auf zwei Dingen. Zum einen auf das gemeinsame Schauen, zum anderen hat man die Gewissheit, dass eine Sendung auch von vielen anderen Menschen gesehen wird, mit denen man sich am nächsten Tag über die Sendung unterhalten kann.

Doch bei der sozialen Komponente holt das Internet auf. So unterhalten sich während Fernsehsendungen Menschen beispielsweise bei Twitter über die Sendungen. Bei Google+ kann man über Hangout gemeinsam YouTube Videos sehen. 

Internet als Mehrwert

Das Internet könne durch Diskussionen auf Twitter oder ähnlichen Portalen dem Fernsehkonsum sogar zugutekommen. "Das ermuntert auch wieder live fernzusehen. Hier realisiert das Internet Mehrwert auf Basis des existierenden Fernsehprogramms." Auch Abstimmungen bei Castingshows oder ähnlichem könnten von SMS und Telefon auf Online-Anwendungen verlagert werden, sodass es sich finanziell für die Sender rechne. "Dass man das Publikum interagieren lässt, wird zum Standard werden."

Verschmelzung

Im Moment scheint das klassische Fernsehen mit dem Internet zu verschmelzen, wie es z. B. bei Smart- oder Hybrid-TV zeigen. Auch Videospielkonsolen tragen zu der Verschmelzung bei. Auf der Xbox werden jetzt schon im Durchschnitt 30 Stunden pro Monat Videos konsumiert und nicht gespielt.

Probleme

Es gibt aber mehrere Gründe, warum die weitere Verbreitung von audiovisuellen Inhalten über das Internet Probleme hat. Die wichtigsten sind die fehlende Bandbreite in einigen Teilen der Welt, auch in Europa und den USA, das Urheberrecht, vor allem in Europa, und das Geld.

Fehlende Bandbreite

Dank Satelliten-Fernsehen und terrestrischer Übertragung kann man, mit dem richtigen Gerät, beinahe überall auf der Welt fernsehen. Für die Übertragung von audiovisuellen Inhalten in annehmbarer Qualität, benötigt man eine Internetverbindung mit genügend Bandbreite. Diese ist nicht überall gegeben.

Politik gefragt

Andreas Wildberger von der ISPA (Internet Service Providers Austria) meint dazu, dass die Politik die Anbieter unterstützen muss, da die Verbreitung von hohen Bandbreiten teuer ist. Außerdem sind hohen Bandbreiten nicht überall gefragt, weil beispielsweise für Fernsehen über das Internet noch eine Killerapplikation fehlt. (soc/APA)

Kommentar posten
15 Postings
senf mit korn
00
4.11.2011, 00:20
ISPA Relevanz

Hat sich die ISPA in den letzten Jahren nicht zur Selbsthilfegruppe von Betreibern ohne Netz degradiert?

Dr Don Tango
00
3.11.2011, 11:09

vergessen wird halt, dass inhalte die im internet zu finden sind grossteils durch klassische content-produzenten bereitgestellt werden. bei filmen, shows & dokus in entsprechender produktionsqualität (ich red nicht von inhalten *g*) wird das internet als zusätzlicher verbreitungskanal benutzt. sonst (noch) nix.

patrese ricardo
00
17.10.2011, 17:10
Völlige Zeitverschwendung TV gucken !

patrese ricardo
01
17.10.2011, 17:09
Ich schau schon seit Monaten kein TV,

ich dreh den Fernseher (50" Plasma) nur mehr auf wenn ich mir eine BluRay reinziehe oder ein interessantes Fußballmatch übertragen wird.
Man sieht im TV sowieso nur Wiederholungen und Volksverblödung!!!!!!
Nachrichten führe ich mir mit den Webbrowser zu Gemüte....

tan48
00
23.9.2011, 12:27
Es geht ums Geld?

Derzeit verteilt man es nach den Fernsehgewohnheiten von ca. 3.600 Personen, was, und ob die restlichen 8 Mio. Österreicher überhaupt etwas sehen ist vollkommen bedeutungslos. Da können sie so oft Serien oder Sportveranstaltungen auf Streamingportalen aufrufen wie sie wollen. Daher finde ich auch die Aufregung von div. Rechteverwertern wegen dieser Portale einfach lächerlich. Anstatt sich zu sträuben sollte man doch einfach mit der Zeit gehen.

A.B.1983
00
23.9.2011, 11:25
Ist Internet das bessere Fernsehen?

Das Fernsehen ist das schlechtere Internet !!

F T L
07
22.9.2011, 18:04

12 jahre ohne fernsehen, vermisse es auch höchstens in der heissen phase der champions league - aber da gibt es alternativen im internet. allerdings muss man auch sagen, dass man im internet mittlerweile auch seine zeit mit unsinn vergeuden kann, z.b. das lesen von user kommentaren zu apple/microsoft/android artikeln ;)

Lizz
00
22.9.2011, 17:20

die killerapplikationen sind "content on demand" und "keine werbeunterbrechungen"

früher habe ich dafür premiere gebraucht. jetzt stimmt die bandbreite.

DarktowerX
00
18.10.2011, 10:07

content on demand gibts seit es Videotheken gibt :o)

Monopoly mit Hut
00
23.9.2011, 07:25

Richtig!

Und wie man bei aktuellen Fernsehern mit SmartTV sieht, geht das relativ leicht und schnell. ZDF, ARD, arte haben sehr gute Mediatheken, die man schnell aufrufen und benutzen kann.

Der ORF hat seine TVthek leider auf Windows zugeschnitten. Die TVthek ist daher mit Fernsehern mit SmartTV nicht benutzbar.

smeexseus ...
 
00
27.9.2011, 14:09

auch auf der ps3 kann man mit dem windows mist nichts anfangen ebenso wenig bei manchen pad´s und smartphones

derweilen stand hier auf standard etwas von "orf.at ändert sein videoformat weg vom windows media player format (deswegen haben sich viele leute beschwert , auf der inet seite stand sogar (sinngemäß) "kritik am format ist sinnlos , es wird das windows media player format verwendet und aus"

jetzt haben sie das IPTV in flash und die TVthek weiter in dem drecks format , warum die zwei videoportale brauchen versteh ich eh nicht , viele sendungen sind garnicht abrufbar höchstens die letzte ... was da wieder für deppen am ruder sitzen

senf mit korn
00
4.11.2011, 00:50

Wer zahlt schafft an... in dem Fall Microsoft, nicht der ORF.

Ein Mann der alten Schule
00
22.9.2011, 15:12

Trollblume - Silvia Sumser
02
22.9.2011, 14:58

Mit welcher 'sozialen Komponente' punktet bitte das Fernsehen? Die ist für mich einer der Hauptvorteile des Internet. Fernseh-Kernkompetenz vielmehr Funktion als Volksbildung bzw. -erziehung, Sprachrohr der Regierenden - 'Mainstream-Brainwash', negativ ausgedrückt!

Mathias Steinlaus
 
00
23.9.2011, 11:42
tja..

... wenn 3Sat und Arte zu anspruchsvoll sind ...

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