Bewegungsmythen

Sport ist Mord?

20. Jänner 2011, 14:56
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    foto: apa/herbert neubauer

    Beim Laufen ist die Belastung für die Gelenke hoch.

„Sportliche Vorurteile" und was dahinter steckt

Regensburg - Allzu gerne zitieren Fitness-Muffel den englischen Premierminister Winston Churchill, wenn es darum geht, ihre sportliche Inaktivität zu begründen. „No Sports" soll der greise Politiker auf die Frage nach dem Grund für seinen guten Gesundheitszustand geantwortet haben. Ob das Zitat wirklich von Churchill stammt, ist mehr als zweifelhaft. Der Premierminister war in jungen Jahren ein vielseitiger Sportler und auch noch mit 70 Jahren selbst bei Fuchsjagden dabei. Auch sonst gibt es rund um den Sport eine Vielzahl weit verbreiteter Missverständnisse und Vorurteile, weiß der deutsche Online-Reportagedienst obx-medizindirekt und klärt auf.

1. Ich bin zu alt, um mit Sport anzufangen

Im Gegenteil! Sport ist immer noch das beste Mittel, um im Alter fit zu bleiben. Wichtig ist ein ärztlicher Checkup vor Aufnahme des Trainings und die Wahl der richtigen Sportart: Mit Ausdauertraining wie Radfahren, Nordic Walking, Joggen oder mäßig dosiertem Krafttraining lassen sich der altersbedingte Abbau der Muskelkraft und die Zunahme des Fettgewebes verhindern.

2. Joggen bringt mehr als Walking

Stimmt nicht. Joggen verbraucht zwar mehr Kalorien, aber der gesundheitliche Vorteil ist beim Walking größer, ergab eine Studie der Sportschule der Bundeswehr. Die Walker hatten im Vergleich zu den Joggern sogar mehr Gewichtsabnahme und eine bessere Senkung der Cholesterinwerte. Außerdem belastet Joggen die Gelenke stärker: „Dabei entsteht eine dreimal so hohe Belastung für die Gelenke wie beim Walking", erklärt Olympiasiegerin Heide Rosendahl.

3. Sport macht unnötig müde

Ist so nicht richtig. Ausdauersport verbessert die Konzentrationsfähigkeit und erhöht die Denkleistung. Sportler bleiben länger wach, schlafen aber besser. Im Alter nimmt die Leistungsfähigkeit bei Sportlern und Sportlerinnen umso langsamer ab, je aktiver die Personen sind.

4. Wer nach dem Sport keinen Muskelkater hat, macht etwas falsch

Muskelkater muss nicht sein. Er ist kein Anzeichen von wirksamem Training, sondern von Mikroverletzungen der Muskelfasern und manchmal zusätzlich von Übersäuerung der Muskeln. Schmerzen zeigen, dass man seinen Muskeln zuviel zugemutet hat.

5. Stretching und Aufwärmen ist sinnlos

Falsch. Es stimmt zwar laut der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin, dass Stretching weder das Verletzungsrisiko verringern, noch die Leistung steigern kann. Aber in Verbindung mit Aufwärmmaßnahmen wie langsamem Laufen oder Lockerungsgymnastik bringen Dehnungen den Körper auf „Betriebstemperatur" und fördern hinterher die allgemeine Entspannung.

6. Krafttraining ist nur etwas für Bodybuilder
Falsch. Laut dem Sportwissenschaftler Hans Bloss ist eine Kombination von Ausdauersport und Krafttraining ideal. Denn Krafttraining verbraucht ebenso viele Kalorien wie Radfahren, Schwimmen oder Tennis; außerdem beugt es Diabetes und der altersbedingten Abnahme der Muskelmasse vor.

7. Wer sich anstrengt, muss auch tüchtig essen

Stimmt, aber das Richtige. Ein Steak vor dem Zehn-Kilometer-Lauf macht jedenfalls schwere Beine. Wichtig ist es, die Glykogenspeicher in Muskeln und Leber nach ein bis zwei Stunden Sport mit Kohlenhydraten aufzufüllen. Am besten mit „Mehrfachzuckern" aus Bananen, Brot oder Kartoffeln. Einfachzucker aus Süßigkeiten führt zu plötzlicher starker Insulinausschüttung und Leistungsabfall.

8. Sportler brauchen Energydrinks

Auch hier gilt: der Richtige muss es sein. Bei körperlicher Anstrengung sollten ein halber bis ein Liter Flüssigkeit pro Sportstunde zugeführt werden. Aber kein Alkohol, keine koffeinhaltigen Getränke. Am besten sind Mineralwasser oder Apfelsaft. So genannte Energydrinks enthalten meist zu viel Zucker. Zusätze wie Taurin, Aminosäuren oder Sauerstoff sind bei normaler Ernährung verzichtbar. 

9. Am besten jeden Tag trainieren.

Das gilt höchstens für Wettkampfathleten. Freizeitsportler, insbesondere Anfänger, sollten sich Erholungspausen gönnen. Tipp: Alle zwei bis drei Tage Sport machen. Anfänger sollten jeweils etwa 30 Minuten langsam trainieren - das entspricht einem Puls von 100 bis 120.

10. Sport macht Hunger, aber nicht schlank

Falsch. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass vor allem übergewichtige Menschen, die sich körperlich intensiv belasten, hinterher weniger Appetit haben als sonst. Wer Gewichtsverlust anstrebt, sollte in sein Ausdauerprogramm kurze Spurts oder Leistungsspitzen einbauen. Amerikanische Sportmediziner fanden heraus, dass Sportler bei solchem Training in der gleichen Zeit neunmal so viel Übergewicht abbauten wie normal trainierende Sportler. (red)

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Vera Rschung
 
01
Fuchsjagd

ist allerdings kein Sport, sondern Tierquälerei.

metternich
40
20.5.2011, 08:51
BelastungsFrequenz

Einen Marathon zu laufen, Berge, (auch Niedere) zu erklimmen, Krafttraining bei bereits vorhandener Gelenksschädigung zu betreiben, das alles bei diagnostizierter Diabetes, Hypertonie u.cardialer Problematik jenseits jedem Grundlagentraining zu betreiben ist (und bleibt) Mord. - Pkt.

Mattheus Lohengrin
00

dann eben nur Grundlagentraining - ist ja auch ok.

mostbirn
05
16.5.2011, 21:28
Puls

100 - 120 Puls habe ich schon, wenn ich meine Kollegen sehe.

jumpingjack flash
00
23.4.2012, 21:48

also kreislauftraining ohne anstengung!

Jake Gittes
00
11.5.2011, 08:51

Also von Mythen würde ich hier nicht reden, vielleicht eher von Ausreden.

Was aber die Mythisierung des Sports als der vermeintliche Garant für ein ewiges Leben in Gesundheit anlangt, da gäbe es einiges interessantes zu schreiben.

erkelteter tiger
08
10.5.2011, 23:53
wer abolute pulszahlen nennt

hat sich schon disqualifiziert

at00624
00
agree

jaja-nein
 
15
10.5.2011, 22:52
vögeln ist auch sport ......

und viel angenehmer !

3 x die woche .... kann ich empfehlen

OGHaha
00
16.5.2011, 21:10
Wie sagten die "Alten"?

2000 "Schuss" und dann ists Schluss!

(Die Anzahl ist aber verhandelbar)

Ibsen
00
30.1.2011, 16:08
Zum Punkt 10

Also ich weiß nicht... ich mache zwar nicht regelmäßig Sport, aber schätze mich trotzdem als sportlich ein: fahre im Sommer Rad, Im Winter fahre Schi, ab und zu mal schwimme und mache Wanderungen.

ABER nach einem 3-4tägigen Schi-Urlaub oder nach einer einwöchingen Fahrradtour habe ich immer so einen Riesenhunger... es kam schon mal vor, dass ich - gleich nach einem Schiurlaub -während einer Woche 3 Kilo zugenommen habe...

Angelika70
00
27.1.2011, 10:35

Punkt 1 und 2 widersprechen sich: Joggen wird als Ausdauertraining empfohlen, gleichzeitig belastet es die Gelenke.

Sollen Senioren nun joggen oder nicht?

Got Your Noes!
01
30.1.2011, 13:56

eher walking.
da oft an osteoporose leiden und die faserknorpel in den kniegelenken schon sehr abgenutzt sind wäre so eine belastung unter umständen schon zu viel.

Chakotay
00
23.1.2011, 20:50

Apfelsaft bei Sport? Das übersäuert doch stark. Höchstens gespirtzt. Oder ist das auch ein Mythos?

M L3
00
Die Übersäuerung ist ein Mythos

Aber Aufgrund des Zuckergehaltes von Apfelsaft ist es besser, ihn gespritzt zu trinken.

Chakotay
11

Übersäuerung ist kein Mythos! Das stellt man viel zu Oft bei Harnuntersuchungen fest.

Man sollte selbst zuckerfreien Apfelsaft mit Wasser mischen. Sei denn, man hat jetzt Lust darauf.

Kakanien lebt!
01
16.5.2011, 21:27

übersäuerung ist zwar kein mythos, aber sie entsteht nicht durch (saures) obst (das wirkt vor allem in roher form basisch), sondern durch fleisch, käse, nudeln, wurst, vor allem durch alles, was lange gekocht wurde.

Chakotay
00
19.5.2011, 17:38

ja, danke

waldenoderlebenindenwäldern
 
07
23.1.2011, 17:17
Sport

6mal die Woche:Bei mir Radfahren4mal( eine Ausfahrt mindestens 40bis 50km23-25kmh schnitt)4mal 2km Kraul mit anschließender Rückenschule(gleich neben den Schwimmbecken)plus Liegestütze,zuhause noch Krafttraining,6mal(auch beim Fernsehen möglich)bringt allerhöchste Lebensqualität.Bin bald 63Jahre,lebensfroh und vielseitig,brauch kein Medikament und bin wesentlich fitter als die meisten 20ig bis 60igjährigen.Das hab ich den Sport zu verdanken+einer allgemein gemäßigten Lebensweise.Sport mit Hirn und OHNE WETTKAMPF ist DIE WUNDERDROGE!.

metternich
01
18.5.2011, 09:31
Wunderdroge

kann dem nur beipflichten. Sport ohne Wettkampf und selbstauferlegten Leistungsdruck. Jenes Factum allerdings das in all den vielschichtigen Sport diskussionen niemals zur Sprache kommt ist die Regeneration. Ich denke darin liegt der tatsächlich gesundheitliche Schlüssel für erfülltes sportliches Tun. Und hier vorrangig der Schlaf. Tiefes ruhiges Durchschlafen bedingt erst jenen "Flow" der den Sport als Solchen für den Einzelnen gesundheitlich produktiv und sinnerfüllt gestaltet.

Helge Remsgard Remsgard
03
16.5.2011, 18:00

nur weil ich grad angst krieg: ihre zeichensetzung war schon vorher eine katastrophe, oder?

Pater W1
02

deinem Schreibstil zu urteilen wirkst du aber ziemlich gestresst. Wie wärs mal mit einer Woche ohne Sport und einem Buch?

M L3
00
Bei dem Sportpensum wäre ich zumindest gestresst

Ich bin froh, wenn ich auf 3 mal pro Woche komm. Aber dem Hernn eine Woche ohne Sport zu empfeheln bringt doch gar nichts - das wäre gesundheitlich sicher sehr schlecht. Besser ein bisschen (zu?)viel als plötzlich gar nichts.
Aber das wichtigste ist, daß man sich wohlfühlt - und ich denk, das tut der Herr walden....

JayneCobbs
00
22.1.2011, 17:26

100 - 120bpm? das ist ja kein Sport mehr.

at00624
00
100 bis 120 puls

ich laufe bei 120 puls um die 6 minuten den Kilomter, ich glaub das nennt man sport. Mein puls maximal beträgt 204 schläge.. Für mich ist das eine regenerative Einheit....quasi den Körper mit Sauerstoff anreichern damit er vom arbeitsstress loskommt.

Sport muss nicht immer schmerzen man kann es auch genießen...es reicht auch spazieren gehen.

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