Scharfe Kritik von Amnesty an Wikileaks

10. August 2010 15:32

Seite soll alle Namen aus den Geheimdokumenten zu Afghanistan-Krieg streichen – Wikileaks kontert: "keiner hilft uns"

Nach dem Pentagon kritisieren nun auch Menschenrechtsorganisationen die Whistleblower-Plattform Wikileaks dafür, in den jüngst veröffentlichten Unterlagen die Namen von afghanischen Zivilisten nicht zur Gänze gelöscht zu haben. Fünf Menschenrechtsgruppen sollen laut dem Wall Street Journal nun einen Beschwerdebrief an Wikileaks-Gründer Julian Assange gemailt haben.

Verfolgung durch Taliban befürchtet

Konkret werde kritisiert, dass nicht alle Namen aus den zuletzt veröffentlichten Dokumenten entfernt wurden und afghanische Zivilisten, die dem US-Militär geholfen hätten, nun Repressalien fürchten müssten. Die Taliban hätten bereits angekündigt, mithilfe der Dokumente Personen ausforschen zu wollen, die mit den USA kooperieren, und sie zu bestrafen.

Assange: Niemand hilft uns

Die Kritik kommt unter anderem von Amnesty International (AI). Assange habe auf das Mail geantwortet, dass die Organisationen ja ihre Hilfe beim Durchsehen der Dokumente anbieten könnten. Seitens AI sei daraufhin das Angebot gekommen, dieses Thema bei einer Telefonkonferenz zu besprechen mit dem Hinweis, dass die Organisation selbst nur limitierte Ressourcen habe. Assange habe geantwortet, dass er keine Zeit habe, sich mit Personen abzugeben, die selbst nichts unternehmen wollten nur um "ihre eigenen Ärsche in Sicherheit zu bringen". Später hieß es über den Twitter-Account von Wikileaks, dass weder Pentagon, noch Medien, noch Amnesty Verantwortung übernehmen wollten. (red)

 

Hamad Leomic
15.08.2010 09:20
Die Kake ist am dampfen!

WikiLeaks screent jede Zeile der Dokumente wie es heißt, um keine unschuldigen(!) Personen identifizieren zu können!

Wie sehr dass den Ländern und Militärs etc. auf die Gogerl geht sieht man an der Reaktion. Weiter so WikiLeaks! Endlich kann das schnöde Volk mal "zurückschlagen". Mich würde es nicht wundern wenn die Seite aber plötzlich still und heimlich eingestellt werden würde. "Ganz zufällig" natürlich.

Den Gründer jetzt kalt zu stellen würde aber nichts bringen, dazu ist WikiLeaks einfach schon zu bekannt!

Respekt an WikiLeaks! Ist aber wohl ein weiterer Kandidat für die Internetsperre... WikiLeaks = KiPo!?!

ellToro
10.08.2010 21:43
Wieder typisch - meckern können sie alle...

aber unternehmen will dann keiner was. Ich dachte ja eigentlich, das sei nur Stammtischpolitik, aber anscheinend trifft das auch auf große Organisationen zu.

celesto
10.08.2010 18:00

also bitte...sowas von Amnesty...wenn, dann soll ma auch wissen, wer was verbockt hat...tztztz

na herrlich
10.08.2010 16:35

arg was die wikileaker auf sich nehmen, nicht problemlos, aber fcuk das ist zivilcourage... den druck möcht ich nicht spüren

klar kent
11.08.2010 09:17
zivilcourage?

hab ich was verpasst?

greenberetta
10.08.2010 16:22
"Später hieß es über den Twitter-Account von Wikileaks, dass weder Pentagon, noch Medien, noch Amnesty Verantwortung übernehmen wollten. "

Das gehörte einmal gesagt und auch gehört.

Mathias
 
12.08.2010 12:38
Amnesty ist doch eh nur...

.. in Europa stark, weil sie hier die Politik beeinflussen können. So nicht in den USA oder dem Rest der Welt, wie wir ja täglich sehen können ...

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