iPhone 4 gefällt in ersten Tests

23. Juni 2010, 10:47
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Positive Noten für neues Design, stärkeren Akku, Retina Display und flotteren Prozessor - hohe Nachfrage in Österreich

Für Österreich ist der genaue Starttermin noch nicht bekannt - bislang ist nur von Juli die Rede - die heimischen Provider berichten aber bereits über eine hohe Nachfrage nach dem neuen iPhone 4. Am Donnerstag startet Apples viertes Smartphone in den USA. In ersten Tests kommt das neue iPhone durchwegs positiv weg.

Neues Design

David Pogue von der New York Times gefällt das neue Design. Durch das Gehäuse aus gehärtetem Glas und Edelstahl fühle es sich robuster an als die Plastik-Vorgänger. Da Apple die Rückseite abgeflacht hat ist es deutlich dünner geworden und misst nun 9,3 mm. Dadurch sei es  allerdings unmöglich ohne Hinsehen festzustellen, welche Seite die Vorderseite ist. Auch Engadget zeigt sich vom neuen Design begeistert: es fühle sich sehr gut in der Hand an. Das 3GS mute im Vergleich dazu fast billig an.  

Prozessor schneller

Engadget hebt die neuen Innereien des Geräts hervor. Apple hat bislang keine weiteren Angaben zu dem auf ARM Cortex-A8-basierenden A4-Chip gemacht. Die Blogger gehen aber davon aus, dass er etwas schwächer ist als der 1-GHz-Chip des iPads. Das iPhone 4 sei merkbar schneller als das 3GS, was vor allem bei Grafiken bemerkbar sei. Der Performancezuwachs gegenüber dem Vorgänger sei allerdings nicht überragend. Für David Pogue ist der Chip "wirklich, wirklich schnell" und es mache einen Unterschied, jedes Mal, wenn man den Touchscreen antippe. Auch BoingBoing berichtet von einem "enormen Unterschied", wenn man die gleichen Aufgaben auf dem iPhone 4 und 3GS miteinander vergleiche. Auch beim Arbeitsspeicher hat sich Apple mit offiziellen Angaben zurückgehalten, obwohl mittlerweile gesichert sein dürfte, dass es sich um 512 MB handelt und damit doppelt so viel wie beim Vorgänger.

Verbesserung bei der Kamera, Frontkamera

Positive Worte für die höhere Auflösung der Hauptkamera, die Fotos nun mit 5 Megapixeln aufnehmen kann, den digitalen fünfach Zoom und den LED-Blitz fand Edward C. Baig von USA Today. Sie sei eine klare Weiterentwicklung gegenüber dem Vorgänger. Bei schlechten Lichtverhältnissen habe er sowohl gute als auch schlechtere Resultate erzielt. Für schnelle Action-Videoaufnahmen sei die Kamera nicht geeignet und auch die Ergebnisse bei hohen Zoomstufen haben den Tester nicht sehr überzeugt. Pogue meint zur Frontkamera, dass das iPhone 4 hier zwar gegenüber anderen Geräten nichts neues bringe, aber es sei das erste Gerät, mit dem Videotelefonie gut funktioniere - ohne Set-up, mit einem einzeigen Knopfdruck. Bild- und Ton-Qualität seien solide und zuverlässig.

Stärkere Akkuleistung 

Zur neuen Ausstattung des iPhone 4 gehört auch ein leistungsstärkerer Akku. Im Vergleich zum 3GS soll man mit dem iPhone 4 um zwei Stunden länger telefonieren können, eine Stunde länger im Internet surfen und zehn Stunden länger Musik hören können. Die Standby-Zeit soll mit 300 Stunden gleichgeblieben sein. Laut BoingBoing halte der Akku tatsächlich länger durch, die Leistung könnte aber noch besser sein. Bei leichter Nutzung mit 3G-Datenverbindungen und durchgehend eingeschaltetem WLAN habe der Akku vier Tage durchgehalten. Bei intensivem Einsatz mit Videoaufnahmen und -wiedergabe, Instant Messaging, E-Mail und Tethering müsse die Batterie nach einem Tag wieder aufgeladen werden. Damit dürfte die Leistung in etwa der anderer aktueller Smartphones entsprechen.

Retina Display überzeugt

Beim neuen Display des Smartphones zeigt sich CNET zwar beeindruckt, aber was Apples offizielle Angaben dazu angeht durchaus skeptisch. Das Unternehmen behauptet, dass man mit freiem Auge keine einzelnen Pixel mehr erkennen könne. Das sogenannte Retina Display besitzt  eine Auflösung von 940 x 640 Pixel - beim 3GS sind es 480 x 320 Pixel. Wie beim iPad komme ein IPS-Display mit einem Kontrastverhältnis von 800:1 zum Einsatz. Dadurch sei der Screen laut CNET kristallklar, Text sei sehr gut zu lesen und Fotos würden besonders gut aussehen. Apple ruhe sich allerdings etwas auf seinen Lorbeeren für die Displays der vergangenen iPhone-Versionen aus und müsse auch gegen die neuen AMOLED-Displays von Android-Geräten wie dem HTC EVO 4G oder Samsungs Super AMOLED antreten. Engadget meint allerdings, bislang keinen besseren Handy-Bildschirm als das Retina Display gesehen zu haben.

Österreich: bitte warten

Österreich gehört für Apple bekanntlich nicht zu den Vorreitermärkten, was die Einführung neuer Produkte angeht. Während das iPhone in den USA, England, Frankreich, Deutschland und Japan ab dem 24. Juni erhältlich sein wird, gibt es hierzulande keinen genauen Starttermin. T-Mobile, Orange und 3 haben zwar bereits angekündigt, das neue Apple-Handy anbieten zu wollen, Details können die Mobilfunker aber nicht nennen. Gegenüber dem WebStandard wurden Gespräche mit Apple bestätigt, aber man dürfe noch keine genauen Termine nennen, da man sonst Gefahr laufe, dass Apple die Verhandlungen abbreche. Die Kundennachfrage sei jedenfalls bei allen bereits sehr hoch. (br/derStandard.at 23. Juni 2010)

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