ORF.at-Redakteure pochen auf Erhalt der "Futurezone"

12. Juni 2010 10:27

"Massiver Diskussionsbedarf" wird auch bei Einschränkung der Foren gesehen

Die Redakteure von ORF.at wehren sich gegen eine mögliche Einstellung des Technologieportals "Futurezone". Die Redakteursvertretung sprach in einer Aussendung von einer "gesetzlichen Verstümmelung" des ORF-Internet-Angebots. Für den Kompromiss um ein neues ORF-Gesetz müsse das Portal futurezone.orf.at als Bauernopfer herhalten, um für Ruhe auf dem heimischen Medienmarkt zu sorgen, bekunden die Mitarbeiter.

Schwerpunkt Bürgerrechte

Die "Futurezone" sei ein öffentlich-rechtliches Angebot mit den Schwerpunkten Netzpolitik und Bürgerrechte im digitalen Zeitalter "und als Vermittler relevanter Themen der Informations- und Kommunikationstechnologien einzigartig". Der ORF tue gut daran, gerade in diesem Bereich seine Informationskompetenz zu unterstreichen und im Sinne des demokratischen Grundverständnisses aufrechtzuerhalten, forderten die Redakteure. Hier werde der österreichischen Medienvielfalt großer Schaden zugefügt.

Foren

"Massiven Diskussionsbedarf" sieht die Redakteursvertretung von ORF ON auch hinsichtlich eines möglichen Verbotes von User-Foren auf den ORF.at-Seiten. Dies würde "eine erhebliche Einschränkung der österreichischen Internet-Öffentlichkeit bedeuten", hieß es in der Aussendung.

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Der Vorschlag, die "Futurezone" einzustellen, ist Teil einer vorläufigen Einigung zwischen ORF und Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) zum ORF-Gesetz. Im Gegenzug dazu würden die Verleger einer Ausweitung der Online-Werbemöglichkeiten auf vier Prozent der Gebühreneinnahmen zustimmen. Der von der Regierung ausgearbeitete Gesetzesentwurf sah zwei Prozent als Deckel vor, was etwa dem Status Quo entspricht, also kein Wachstum zulassen würde. (APA)

monost
16.06.2010 23:02
Der Standard wird dann halt

ganz investigativ über das iPhone berichten. Uiuiui. Die demokratischen Strukturen in diesem Land sind so am Sand.

Gastposter1
14.06.2010 09:48
Ich poste das hier nochmal (Original-Post zu Artikel vom 13.6.)

Der ORF und die Future Zone sind fast die einzigen Medien in Österreich die überhaupt über sensible Themen wie Datendiebstahl, Internetabzocke etc. berichten.

Googelt man zB zum Bertelsmann BonusClub (Datenklau und anschliessende Telefonabzocke), so findet man zB das:

http://futurezone.orf.at/stories/300475/

Interessant ist das deshalb, weil der Donauland LottoClub (ebenfalls Bertelsmann) genau diesselbe Postanschrift hat (und sogar MIT UMGEZOGEN IST) wie div. Abzocke-Gewinnspiele (Deutscher Megatipp. etc.) Vgl. zB www.antispam.de.

Im ORF Schauplatz war sogar deren ehem. Postfach in der Hernalser Hauptstraße 50/1 zu sehen. (einfach diese Postadresse googeln).

Der ORF hat weniger Berührungsangst.

Die Zeitungen wohl eher?

theBORG
13.06.2010 13:07

Warum wollen die privaten Medien eine Schließung der Futurezone? Die Themen die dort behandelt werden kommen ohnehin in keinem anderen österreichischen Medium vor. Die "Web", "Digital" oder wie auch immer Rubriken in den Privatmedien glänzen mit Artikeln wie "Geniale Tools zum Facebook-Aufpimpen" (gerade auf oe24.at) auf auf E-Media Niveau. Die denken doch nicht ernsthaft, dass die Futurezone Leser dann zu ihnen wechseln?

Eiskalter Engel
 
13.06.2010 10:51
Es wäre schade...

... um die ORF Futurezone.

Rein von den Berichten her ist sie eines der wenigen (oder vielleicht die einzige Newsseite aus AT), welche z.B.: über das EU-Projekt INDECT berichtet.

Grünwähler
13.06.2010 08:37
Ist der Standard im VÖZ?

Wenn ja, dann ist wohl ein Boykott fällig...

bauchidgw
12.06.2010 18:51
weg mit dem dreck

wenn die futurzone so toll ist, dann kann sichs auch ohne staatliche förderung erhalten. und wenn man gleich dabei ist: alle staatlichen medien abdrehen.

Berta Blaukraut
13.06.2010 11:23
Warum sind Sie so voller Hass?

Warum haben Sie ein Problem mit den "staatlichen" Medien, ist das nur ein Reflex von Ihnen?

Ich bin wahrscheinlich nicht der einzige, der die "staatlichen" Medien abseits des Printsektors als das mit Abstand beste Angebot in Österreich einschätzt. Also die futurezone ist bei weiten seriöser und besser recherchiert, als alles andere (auch als der WebStandard), und im Radio hat zwischen dem Angebot von Ö1 und dem Rest der Privaten ein ganzes Universum Platz.

Also, warum fordern Sie so unreflektiert, dass alle staatlichen Medien abgedreht werden sollten? Auch wenn Sie es persönlich nicht konsumieren (was Ihrem Horizont aber wahrscheinlich nicht schaden würde, so wie Sie schreiben - sorry)

Change
12.06.2010 10:53
NEEEEIN

bloß nicht die ORF foren schließen. dann weiß der Pöbel nicht wohin und verirrt sich am ende zum standard

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