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Facebook hatte "Chuck Norris"-Masterpasswort für alle User

12. Jänner 2010 14:04
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    Foto: archiv

    Mit "Chuck Norris" hatten die Facebook-Entwickler Zugriff auf alle User-Accounts - heute benötigen sie kein Passwort mehr dafür

Soll Entwicklern in Anfangszeiten des Portals Zugang zu allen Accounts verschafft haben und sei auch missbraucht worden

Das Social Networking-Portal Facebook hat sich in der Vergangenheit immer wieder Kritik wegen der Privatsphären-Einstellungen der User zugezogen. Nun hat eine Mitarbeiterin in einem Interview mit dem Blog The Rumpus verraten, dass es in den Anfangszeiten ein Masterpasswort für den Zugriff auf alle Profile gegeben habe.

"Chuck Norris" für alle User

Zusammengesetzt aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Symbolen und Zahlen habe das Master-Passwort den Namen "Chuck Norris" ergeben. Mit dem jeweiligen User-Namen und dem Passwort habe theoretisch jeder Angestellter in jeden Account einsteigen können. Praktisch hätten jedoch nur die ersten Entwickler von dem Masterpasswort gewusst und davon gebraucht gemacht. Das Passwort hätte zudem nur über das interne Netzwerk des Facebook-Büros funktioniert.

Missbrauchsfälle

Die Mitarbeiterin, die in dem Interview anonym bleiben wollte, bestätigte auch, dass es zumindest zwei Fälle der missbräuchlichen Verwendung des Passworts gegeben habe. Ein Angestellter soll die religiösen Überzeugungen eines Nutzers geändert haben. Beide Personen seien deshalb entlassen worden. Die interviewte Person selbst habe zu Beginn ihrer Tätigkeit ebenfalls damit in Profilen spioniert, zu denen sie keinen Zugang gehabt habe. Später hätte sie es aber nur mehr aus Entwicklungs-technischen Gründen verwendet.

Alles wird gespeichert

Das sei aber eigentlich gar keine große Angelegenheit. Ein Masterpasswort sei für die Facebook-Mitarbeiter nicht wirklich nötig, um die Inhalte der Profile anzusehen, denn es würde ohnehin alles in einer Datenbank gespeichert. Auch auf gelöschte Nachrichten oder Fotos hätten die Entwickler bei Bedarf Zugriff. Zudem sei das Passwort mittlerweile durch ein Tool ersetzt worden, über das sich die Entwickler aus dem internen Netzwerk heraus in jedem Profil anmelden könnten. Den Mitarbeitern müsse es beispielsweise möglich sein, einen scheinbar kompromittierten Account zu überprüfen. Man müsse dafür aber einen guten Grund nennen können, ansonsten verstoße man gegen die Richtlinien. Und das werde auch sehr ernst genommen. Für die Einhaltung dieser Richtlinien habe Facebook einen eigenen Chief Privacy Officer eingestellt.

Daten nicht privat

Wer Informationen und private Daten auf einer derartigen Website veröffentlicht - wenn auch nur mit eingeschränkter Zugangsberechtigung - muss sich im Klaren sein, dass diese den Betreibern des jeweiligen Portals bekannt sind. Dass Facebook und Co die Inhalte der User nicht unbedingt unter Verschluss halten wollen und zu mehr Öffentlichkeit animieren, ist mit dem lukrativen Anzeigen-Geschäft auf Basis von Nutzerdaten zu erklären. Facebook-Chef Mark Zuckberg hat erst vor kurzem wieder mit seiner etwas eigenartigen Einstellung zur Privatsphäre aufhorchen lassen. So bedenklich diese Entwicklung für viele Experten und Nutzer sein mag, bei der Wahl des Passworts hat Facebook zumindest Witz bewiesen. (red)

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Guybrush Threepwood
13.01.2010 13:33
Müsste es nicht korrekt heissen:

"Chuck Norris hat das Facebook-Masterpasswort für alle User."



tramezzino
13.01.2010 14:29

chuck norris ist facebook ;-)

Michael Aires
13.01.2010 14:09
Nein.

Guybrush Threepwood
13.01.2010 15:05

Begründung?

und ewig hirschet dem troll
13.01.2010 22:28
weil

chuck the norris kein masterpassword braucht, um facebook accounts zu hacken.

er verwendet andere tools.

styp
14.01.2010 01:43

seinen Bart.

Peter Falber
13.01.2010 12:02
das masterpasswort ist keine besonders spannende sache

das interessanteste an dem bericht ist, dass geloeschte dinge wie fotos nicht wirklich geloescht sondern nur geflaggt werden.

das ist eine sauerei, war aber auch zu erwarten. bei geloeschten accounts sieht das mit sicherheit genauso aus, und es ist jedenfalls verboten.

Victor Jugo
14.01.2010 08:44
stimmt, und ...

... dann noch der Gedanke, dass Daten missbräuchlich geändert wurden, wie z.B. die religiöse Einstellung. Man stelle sich vor, man ist bei der Sicherheitskontrolle für einen Flug in die USA, dort wird dann der Facebook-Account auf verdächtige Eigenschaften geprüft, und schon hat man den Salat.

mhr
13.01.2010 12:57
gelöschte daten zu flaggen

ist ziemlich üblich im social media geschäftsmodell. auf lange sicht will nämlich _jede_ firma aus diesen daten kapital schlagen.

HERR_RM
13.01.2010 11:50
Ich finde es ja fast schon zum lachen, wenn man bei diesen Portalen noch "Privatsphäre" spricht.

Wo doch die User sich selber freiwillig outen.

Wenn ich mir so manche Bilder und Posts ansehe, ist ja das fast schlimmer, als der Zugang mit dem Master-Passwort.

Alle die sich an solchen Portalen beteiligen sind selber schuld, wenn sie sich der Gefahr solcher Portale nicht bewusst sind.

Ich habe grundsätzlich kein Mitleid, aber hier habe ich nicht einmal Verständnis.

Dipar
 
13.01.2010 09:35
WOW

das ist ja fast so, als könnten die bei der Bank auf meinem Konto nachschauen...

der Ringe
13.01.2010 11:47

deshalb bin ich bei einer Onlinebank - da kann kein Mensch nachschauen.

eska
13.01.2010 13:51

Genau, deswegen hab ich mein Geld beim Ingenieur Diba!

Wanderfalke
13.01.2010 11:55

das glauben Sie aber nicht wirklich jetzt, oder doch?...

der Ringe
13.01.2010 13:09

;-)

awsd
13.01.2010 11:23

können die das nicht?

qu3ntin
13.01.2010 10:31

lol

the_viking
 
13.01.2010 09:19
Ein Angestellter soll die religiösen Überzeugungen eines Nutzers geändert haben

was für ein master-passwort

der Ringe
13.01.2010 11:48

der heilige Krieg droht zu kippen *ggg*

hawkwind -
13.01.2010 11:08
Ich würde eher sagen,

ein göttliches Passwort :)

Andreas83
13.01.2010 08:11
ihuiuuiuiui ich bin entwickler und kann in meiner eigenen

anwendung spionieren? Ja und? Ob ich jetzt dirket auf die DB gehe oder über ein Masterpasswort über die Anwendung ist doch auch egal?

zeekaa
13.01.2010 09:56
Sobald die App die Entwicklungsumgebung verlässt...

...darf das eigentlich nicht mehr gehen. Da darf sich der Entwickler dann bitte brausen gehen.

Fürchtegott Dreist
 
13.01.2010 14:49
der Entwickler geht ja eh browsen

ChesneyB
13.01.2010 10:27

Und wie wollen Sie dann bitte eine Fehlermeldung von einem Kunden nachforschen? Da müssen Sie die Daten anschauen können, denn der Fehler tritt möglicherweise nur bei einer bestimmten Datenkonstellation auf.

zeekaa
13.01.2010 11:05
Dafür gibts eigene Supportteams...

...und Check-Ins bzw. Check-Outs von Software aus der produktiven Umgebung.

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