Facebook-Gründer: Privatsphäre nicht mehr so wichtig

11. Jänner 2010, 09:10

Zeiten hätten sich geändert - Privacy-Änderungen nur Anpassung an gesellschaftliche Trends

Wohl kein anderes Service ist in Hinblick auf sein Verhältnis zum Thema Privatsphäre so oft in der Kritik wie das soziale Netzwerk Facebook. Während die einen darin schlicht ein nützliches Service zur Erweiterung des Freundeskreises sehen, warnen andere vor den langfristigen, negativen Auswirkungen einer solch freiwilligen Dauerentblößung.

Trends

Am Rande der CES lässt Facebook-Gründer Mark Zuckerberg nun mit seiner eigenen Theorie zu dem Thema aufhorchen. In einem Interview zeigt er sich davon überzeugt, dass Facebook keineswegs die zunehmende Aufgabe der Privatsphäre befördere, viel mehr sei es die allgemeine gesellschaftliche Haltung zu dieser Thematik, die sich in den letzten Jahren nachhaltig geändert habe, ein Trend dem man lediglich folge.

Entwicklung

Als er mit der Entwicklung von Facebook begonnen habe, haben ihn noch viele nach dem Sinn einer solchen Entwicklung gefragt, warum sollten sie irgendwelche Informationen über sich ins Internet stellen, warum überhaupt eine Website haben. In Folge habe sich zuerst Blogging durchgesetzt und dann alle möglichen Services, bei denen UserInnen verschiedenste Informationen mit anderen teilen können.

Änderungen

Facebook hatte erst vor wenigen Wochen für heftige Diskussionen gesorgt, nachdem man in einer Änderung der Privacy-Policy dazu übergegangen ist die Profile der eigenen NutzerInnen von Haus aus öffentlich zu schalten. Zuckerberg verteidigt diesen Schritt nicht nur, sondern sieht dies gar als Beweis für die Innovationskraft von Facebook: Viele andere Services hätten sich solch eine Änderung angesichts von 350 Millionen BenutzerInnen wohl nicht getraut, man selbst will aber immer einen frischen Zugang behalten, und da sich die sozialen Normen geändert haben, würde man heute Facebook von Haus aus mit öffentlichen Profilen starten. Vor zwei Jahren hatte Zuckerberg übrigens noch gegenüber ReadWriteWeb zu Protokoll gegeben, dass für Facebook Privacy das zentrale Thema sei. (red, derStandard.at, 11.01.10)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 301
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DER boeselhack
00
18.1.2010, 09:40
ha! suicide machine für facebook geht wieder ...

http://goo.gl/nX4s

Wolfi-WA
00
18.1.2010, 01:00

ich hab den hirnis vor 1 Woche eine Datenschutzverletzung gemeldet stolze 140 Fotos.
Aber da frisst ein stein vorher einen elefanten, bis sich dort was tut!

Bushdoctor
00
17.1.2010, 11:47
Sehe genau den gegenteiligen Trend...

...nämlich, dass die Leute immer genauer darauf schaun, was sie online stellen und wer es sehen darf... also im Gegenteil, Privacy wird immer wichtiger, und die Communities immer geschlossener, die meisten geben ihre Contents nur an ihren engen Freundeskreis weiter... warum wohl, wer will sich schon ausspioniere lassen von Firmen und Stalkern. Diesem Trend wollte FB wohl durch das zwangsweise Öffentlichstellen der Profile entgegenwirken...

Abdul Alhazred
00
17.1.2010, 12:54

Kurz gesagt, die Leute lernen endlich den Sinn von informeller Selbstbestimmung. Sich selbst ausdrücken soviel man will, ABER mit Vorsicht - das ist ideal.

Ich bin der Meinung...
00
13.1.2010, 13:35
Ein Berg voll Zucker bzw. ein Zuckerberg

war für Gesundheit und Wohlbefinden noch nie förderlich.

Meinen Gfrieser-Biachl Zugang habe ich bereits vor Jahren stillgelegt. Kurz nach der Eröffnung des Account. (Löschen war /ist nicht vorgesehen !!!!)

montaigne
00
12.1.2010, 17:57
friendface bringts auf den punkt

http://tinyurl.com/468355

Hannes Rannes
00
12.1.2010, 11:40
Tolles Interview: http://tinyurl.com/yaxu5j5

Rumpus: Would you suppose that Facebook employees might read people’s messages?

Employee: See, the thing is — and I don’t know how much you know about it — it’s all stored in a database on the backend. Literally everything. Your messages are stored in a database, whether deleted or not. So we can just query the database, and easily look at it without every logging into your account. That’s what most people don’t understand.

[...]

Rumpus: So in what other ways do you track behavior, that isn’t necessarily obvious to users?

Employee: We track everything. Every photo you view, every person you’re tagged with, every wall-post you make, and so forth.

some guy
00
12.1.2010, 11:25
hmmm...

Vielleicht mal bei 24act.at vorbeischaun stattdessen - sind ein junges lokales freizeitbezogenes Netzwerk zur Organisation von Freizeit- und Vereinsleben. Würd mich freuen ein paar Standard-User dafür begeistern zu können.

Sand
01
12.1.2010, 10:44
Serious failure on Mark Zuckerberg's hard disk

Jemand sollte ihm den Hieb auf seiner Festplatte reparieren.
Bis dahin: Facebook adieu

Toni De La Merde
01
12.1.2010, 10:11

gleich wie das meinvz kasperl glaubt der zuckerbub er sei da allwissende...

eins habn de beidn gemeinsam de idee hams beide geklaut und machn jetz einen auf dicke hose und wichtig.

i dont give a f*** about his opinion

Harald Ecke
 
02
12.1.2010, 09:46
Werbung für FB und unlogische Argumente. Den Wandel sehe ich in Österreich nicht, wo viel Schlimmes real hinter den Vorhängen passiert.

Abgesehen davon, dass FB jetzt (auch hier) tolle Werbung hat (man kann auch mit Negativ-Schlagzeilen Werbe-Effekte erzieen), sieht es so aus:
Wie beim TV, wo niemand zum Konsum gezwungen wird, MUSS frau sich NICHT bei fb registrieren.
Ich halte es so:Im Standard poste ich unter meinem Namen und werde in Google leicht gefunden. In FB habe ich folgende Einstellung:Infos nur mit Freunden teilen und nutze einen Nick.Kann also nicht leicht gefunden werden.Potentielle Freunde wiederum lade ich mit einer persönlichen Nachricht ein, sodass sie mich erkennen.
Anders ist's beim Bundestrojaner o.ä.: Auch wenn ich nichts zu verbergen habe, kann ich in dem Fall nicht frei entscheiden. Bedenklich aus Datenschutzgründen.
Vorm Registrieren FAQs lesen!

PageMaker
01
12.1.2010, 09:37
Interessant...

...dass sich alle hier hinter Nicknames verstecken und geifern.

hui buh
01
12.1.2010, 14:50
@ PageMaker - Interessant, sie heißen also PageMaker??? *sfg*

Gramurcki
01
12.1.2010, 09:33
Mhhhh

also als Privatdetektiv, Anwalt, Einbrecher und auch als Versicherungsmakler find ich Facebook schon recht brauchbar...

WunzelPunzel
00
14.1.2010, 13:18
und was erwarten sie, dass sie dort finden?

mittlerweile hat auch schon der ärgste dau mitbekommen, wie man seine fb-account dicht macht.

besonders, wenn ihm/ihr eventuell hirnis wie freizeitschnüffler, versicherungsheinis oder rechtsverdrehern nachstellen könnten!


phaidros
00
12.1.2010, 18:02

nette berufskombination!

b_UT
00
12.1.2010, 09:33
Kaum jemand...

... würde von sich selbst aussen auf seiner Wohnungstüre ein Foto aufhängen.

Das Internet ist vielen noch zu abstrakt.
Wie jeder Trend, wird auch der Trend des öffentlichen Striptease wieder vorbei gehen.

Kid "Kongo" Powers
01
12.1.2010, 09:30

Facebook ist perfekt für Menschen ohne eigenes Leben.

ein Freund (der echte)
01
12.1.2010, 09:17
Schon witzig

Warum über Dinge aufregen, die Ihr nicht nutzt? Lasst die Finger davon und aus. Niemand interessiert sich dafür, ob ein Twitter-User psychologische Hilfe brauchen könnte oder nicht...

Ich bin der Meinung...
00
13.1.2010, 13:37
Die psychologische Diskussion

ist allein mathematisch sinnlos. Es gibt weit weniger Psychologen wie Gfrieserbüchl oder Zwitscher-Benutzer.

Martha B.
05
12.1.2010, 09:17
Unsere Kinder haben keine Ahnung, was Google,

Facebook, World of Warcraft etc. wirklich bedeuten. Leider die meisten deren Eltern auch nicht. Ich empfehle jedem interessierten den letzten "der Spiegel" über Google - wer´s dann noch nicht kapiert oder zumindest anfängt, darüber nachzudenken, möge gerne weiter öffentlich seinen nackten A präsentieren und alles brav schlucken. Allerdings beginne ich mich vor dieser kritiklosen und allesfressenden Bevölkerung langsam zu fürchten ...

klein adlerauge
 
01
12.1.2010, 09:10

dazu kann man nur sagen: "facebook ist nicht so wichtig und war es nie."

andreuschka
11
12.1.2010, 09:00

Es ist eine absolute Frechheit alle Facebook-Nutzer automatisch als hirngeschädigte Idioten mit psychischen Schäden abzustempeln!
Bitte unterscheiden Sie zwischen Usern, die ab und zu ihren Account benutzen und solche, die wirklich keine Freundschaftswelt mehr außerhalb der eigenen vier Wände besitzen...
Außerdem sei darauf hingewiesen, dass sich unter so vielen angeblichen Idioten enorm viele Professoren der Universitäten befinden, nicht alle mit eigenem Account, wohl aber mit sogenannten "Fan-Profilen", mit denen sie über besondere Kurse, Veranstaltungen, Weiterbildungen usw. informieren und Treffen organisieren - nicht nur Professoren, sondern auch das Organisationspersonal und Sekretariatspersonal der Universitäten!
Schwarz oder weiß?!!

Ich bin der Meinung...
00
13.1.2010, 13:39
Stimmt! Ihr erster Satz ist wirklich wahr.

Man sollte die zwei Dutzend nicht hirngeschädigten Facebook User wirklich nicht in einem Topf mit allen 350 Mio werfen.

Mr. Jolly
01
12.1.2010, 08:59
Blanke Heuchlerei!

In einem Interview zeigt er sich davon überzeugt, dass Facebook keineswegs die zunehmende Aufgabe der Privatsphäre befördere, viel mehr sei es die allgemeine gesellschaftliche Haltung zu dieser Thematik, die sich in den letzten Jahren nachhaltig geändert habe, ein Trend dem man lediglich folge.

Vollkommener Blödsinn die Aussage. Wenn man damit wirklich nur einem Trend folgen will und der Meinung ist das einem die User solcher Plattformen folgen werden, sollte der Hr. Zuckerberg (oder Mr. CEO wie er sich gerne auf seiner Visitenkarte nennt) die Option für jeden User offen lassen ob er seine Daten veröffentlichen will.

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