Innenministerium will Handyüberwachung ausweiten

11. September 2009 13:38
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    Innenministerin Maria Fekter

Schnellere Ortung von Vermissten und Kriminellen als Ziel - Grüne: "Unsinnige Aktion"

Innenministerin Fekter will für Polizei und Rettungsdienste die Ortung von Personen mittels Handypeilung erleichtern. Statt sich an die Handybetreiber wenden zu müssen, soll die Exekutive selbst die Möglichkeit dazu bekommen, so Fekter im ORF. Das Innenministerium bestätigte am Freitag auf APA-Anfrage den Vorstoß. Von FPÖ und Grünen setzte es Kritik an der Ministerin.

Die Bergnot

Laut Fekter müssen sich die Rettungsorganisationen derzeit an die Handybetreiber wenden, wenn sie etwa eine in Bergnot befindliche Person orten wollen. Wenn kein Journaldienst erreichbar sei, könne das aber dauern. "Das kann für die Menschen, die vermisst werden, tödlich ausgehen", so die Ministerin im Ö1-Mittagsjournal.

Ein Ministeriumssprecher erklärte der APA, dass das Problem vor allem von Rettungsorganisationen und der Flugpolizei herangetragen worden sei. In den kommenden Wochen soll sich eine Expertenrunde im Ministerium treffen, um Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Dies würde eine Änderung des Sicherheitspolizeigesetzes, aber auch der Datenschutzbestimmungen notwendig machen. Es seien aber auch "Optimierungen" ohne Gesetzesänderung möglich. Im Innenministerium denkt man aber nicht nur an die Ortung von Vermissten, sondern auch an die Kriminalitätsbekämpfung.

Kritik

Laut Waltraud Kotschy von der Österreichischen Datenschutzkommission (DSK) gibt es bereits im Sicherheitspolizeigesetz Möglichkeiten zur Peilung. Voraussetzung sei jedoch, dass Gefahr für Leib und Leben bestehe. Fekter gehe es darum, "mit dem Instrument der Handypeilung die totale Überwachung der Österreicher voranzutreiben", so FPÖ-Generalsekretär Vilimsky. Der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz sprach von einer "unsinnigen Aktion" und einem "Ablenkungsmanöver vom ÖVP-Sicherheitsdesaster". Beide verwiesen darauf, dass die Handyortung in den Bergen in der Regel gar nicht funktioniere. SPÖ- Datenschutzsprecher Maier erklärte, er stehe dieser Idee "sehr zurückhaltend" gegenüber. Eine Warnung vor "Big Sister Maria" formulierte BZÖ-Sicherheitssprecher Westenthaler: "Die Pläne von Fekter sind nur ein weiterer Schritt zum totalen schwarzen Überwachungsstaat und deshalb massiv abzulehnen". (APA)

Kommentar: Klingelingeling!

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Posting 1 bis 25 von 108
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Chaton bleu
 
06.11.2009 12:51
seit wann sind BZÖFPÖ gegen den überwachungsstaat?

ich kann mich noch erinnern, wie seinerzeit die FPÖ (in der regierung) für eine zentrale fingerprint-datenbank eingetreten ist; dabei haben S. Riess-Passer und P. Westenthaler in einer medialen inszenierung im fernsehen ihre fingerabdrücke auf eine weiße tafel gepatscht.

littletinyflibbertigibbet
05.11.2009 11:47
DIE SPINNEN ALLE! ALLE!!

Don Quixote
 
16.09.2009 12:57
Ministerin Fekter hat ihr fürsorgliches Ich für

Handybesitzer entdeckt, die Leute aber, deren Aufenthaltsort sie genau kennt, wie Schubhäftlinge, verdienen ihre Fürsorge irgendwie weniger.
Früher mussten Geheimdienstler auf erfindungsreichste Weise Wanzen und Peilsender installieren, jetzt trägt jeder diese bei sich und zahlt auch noch dafür.

littletinyflibbertigibbet
05.11.2009 11:47

klar, weil die schubhäftlinge sind ja schon eingesperrt...

subtextauto
15.09.2009 19:24
Zitat Jean-Claude JUNCKER (aus "Der Spiegel" 1999)


"Wir beschließen etwas, stellen es in den Raum und warten dann einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, WEIL DIE MEISTEN GARNICHT BEGREIFEN, WAS DA BESCHLOSSEN WURDE, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

0Stoney0
14.09.2009 23:39
Piratenpartei

als Protest wählen. Einen fetten Denkzettel verpassen.

0Stoney0
14.09.2009 23:41
und sehr empfehlenswert

Kein Handy mitnehmen. verspricht unglaubliche Erholung.

Heimwerkerkönig
 
13.09.2009 09:47
Schon wieder eine Änderung desw Sicherheitspolizeigesetzes!?

Also eine Fortsetzung der üblichen Salamitaktik.

Man darf nun gespannt sein, ob die Roten, die sich unverschämter Weise noch immer als linke
Partei betrachten, da wieder mit der ÖVP im Gleichschritt marschieren werden.

PS: Mit dem Alibi-Argument der "Bergnot" den Überwachungsstaat massiv auszubauen, ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Alleine dafür, gehören die Verantwortlichen mit einem nassen Fetzen...

Bexda
12.09.2009 18:36
Privatsphäre

... wird's bald nicht mehr geben.
Bald haben wir keine Rechte mehr im Netz.

Eris30041945
 
13.09.2009 00:04

Fast schon ironisch -
Dank einem Netz von Rechten haben wir nun im Netz keine Rechte

cHL
13.09.2009 00:28

wäre ja ein fades internet wenns in österreich ein netz von linken gäbe...

;)

Nick Knattertoni
12.09.2009 16:10

und bitte auch nicht die vielen kinder vergessen die vom sandkasten verschluckt werden!

serotonin
12.09.2009 16:04
Vermisste und Kriminelle

Ob die Kriminellen schon wissen, dass es in Ö unregistrierte Wertkartenhandys gibt? Die Frau F. offenbar nicht...

Mike Webman
12.09.2009 15:56
Dieser blauäugigen Blondine....

...schau ma zua, wie sie in den Alpen die Handies der Lawinenopfer peilt. ;<D
Fekter und Schmid versuchen ihr Unvermögen durch Aktionismus zu tarnen und sind längst rücktrittsreif !

nofretete69
 
12.09.2009 15:42
liebe frau fekter

ein tipp, um das ganze zu optimieren : unbedingt in den usa beim innenminsterium und dem min. für heimatschutz informieren ! die geben ihnen sicher noch ein paar gute tipps ! denn wie wir alle wissen, ist ja amerika der sicherste und best überwachte staat der erde , es gibt dort ja keine verbrechen oder terroranschläge ! da können sie noch was lernen !

aners
 
12.09.2009 15:36
wer jetzt noch glaubt die övp ist wählbar

dem ist nicht mehr zu helfen,
überwachungsstaat, fingerprints, abhören ohne richter, imsi-catcher, gentests, 13 jährige einsperren, minderjährige abschieben, usw usw....

terrorland österreich - blog > http://www.starchl.com/blog/terr... esterreich

NO : ID
 
12.09.2009 13:45
schnell fekter, schnell musst du´s umsetzten!

wir können es gar nicht mehr erwarten bis die ganze "salami" aufgeschnitten ist. ja, die gute alte salamitaktik. ein bissl da ein bissl dort, scheibchen für scheibchen. england macht´s ja so schön vor. wir müssen eben dafür sorge tragen, dass es schneller voran geht mit dem "schutz des bürgers"!

NONE
12.09.2009 15:29

Ich bin in ihren Nick verliebt ...

Die Salamitaktik ist aber uralt, zumindest in den USA schickte man schon vor Jahrzehnten Leute vor die die öffentliche Meinung "proben" sollte, wo man dann Stück für Stück ein bestimmtes Ziel verwirklicht und eben bei "zu" extremen Meinungen zurückruderte (oder massiv Propaganda rausschleuderte)

Langfristig wird diese Taktik nur Erfolg haben solange sich dies "normale" Leute gefallen lassen.

Wennso Weitergeht...
12.09.2009 13:43
muss ausnahmsweise der FPÖ Recht geben

Wie bereits bemerkt funktioniert die Handymast-Triangulation in den Bergen oft nicht.
Toll ist auch, dass die Gesetze ja z.B. nicht erlauben, ein gestohlenes Handy zu orten; dafür wurden im letzten Jahr hunderttausende Handyüberwachungen durchgeführt (wenn die alle sinnvoll waren, dann sind 1% der Österreicher schlimmere Verbrecher als Handydiebe).
Blödes Nachgehupfe von GB-Gesetzgebung.

charly K.
12.09.2009 13:35
alle so negativ

stellt euch nur vor, wieviele gestohlene Handtaschen man wiederfinden könnte, wenn das Handy drin ist und lokalisiert werden kann.

marksu
12.09.2009 13:10
überwacht die überwache

jeder soll das handy der ministerin abhören können, was sie für einen blödsinn von sich gibt und von wem ihr eingeflüstert wird

Kaiser Schmarren
12.09.2009 10:37
warum fragt niemand das naheliegende?

wenn das hauptargument der fr. innenministerin in bergnot geratene wanderer sind, dann kann sie doch sicherlich beziffern wieviele leben der direktzugriff - sagen wir in den letzten 10 jahren - gerettet hätte.

Leonardo Basil
12.09.2009 10:08

Schade, dass man MinisterInnen nicht wählen kann.

heri byrd
12.09.2009 12:57

sie meinen hoffentlich abwählen.

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