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Long Hui, 16-jährig verstorben.

Foto: REUTERS/Leonhard Foeger

Wien – Das Schönbrunner Panda-Männchen Long Hui ist am Freitagvormittag während einer Untersuchung in Wien verstorben. Bei dem 16 Jahre alten Panda wurde am Dienstag ein zehn Zentimeter großer Tumor im Bauchraum gefunden. "Wir können es noch gar nicht glauben", sagte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter in einer Mitteilung auf der Zoo-Webseite am Freitag. "Long Hui wird uns allen fehlen."

Bereits seit Mitte November stand Long Hui unter intensiver medizinischer Behandlung. Er fraß wenig, war matt und baute rapide ab, teilte der Tiergarten mit. "Da sich sein Zustand weiter massiv verschlechtert hat, entschieden wir uns in Absprache mit den Experten in China, mittels CT abzuklären, ob eine Operation möglich ist. Leider hat sein Herz in der Narkose aufgehört zu schlagen. Der Tumor wäre nicht operabel gewesen, die Lunge zeigte bereits massivste Veränderungen, die auf Metastasen hinweisen", erklärte Zootierarzt Thomas Voracek.

Das Panda-Männchen hatte viermal für Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn gesorgt. Erst im August kamen seine jüngsten Pandabären Fu Feng und Fu Ban auf die Welt. Die ersten drei Jungtiere Fu Long (2007), Fu Hu (2010) und Fu Bao (2013) leben mittlerweile in China.

Long Hui wurde am 26. September 2000 in der Pandastation Wolong in China geboren. Gemeinsam mit seiner Partnerin Yang Yang übersiedelte er am 14. März 2003 als Leihgabe der Volksrepublik in den Tiergarten Schönbrunn. Das Panda-Pärchen ist das einzige, das sich in einem Zoo in Europa auf natürlichem Weg fortpflanzte. Der Vater war bei der Aufzucht nicht beteiligt, das ist bei Großen Pandas auch in freier Natur so. Yang Yang und Long Hui lebten in den vergangenen Jahren in getrennten Gehegen und kamen nur zur Paarungszeit zusammen. (APA, red, 9.12.2016)