Life Ball 2019 laut Gery Keszler tatsächlich der letzte

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Im Geiste des Zauberer von Oz wurde der Ball zugunsten der Aids Hilfe in Wien gefeiert


Manege frei für das letztes Fest des Lebens: Am Samstagabend haben Paradiesvögel, Promis und Selbstdarsteller noch einmal am Wiener Life Ball eine große Bühne gehabt. Dass es die finale Show war, trübte die Stimmung natürlich ein wenig – doch viele Besucher waren sich sicher, dass der Life Ball weitergehen wird.

Organisator Gery Keszler ließ sich bei der Gestaltung des letzten Life Balls vom Thema "Zirkus" inspirieren. Viele Besucher taten dies ebenso: Der Rote Teppich hin zum Rathaus war bald von Horrorclowns, sexy Artisten, strengen Direktoren und aufreizenden Tierchen – mitunter auch an der Leine – bevölkert. "Es ist eine Schande, dass es zu Ende geht", brachte es Roncalli-Chef Bernhard Paul auf den Punkt. Seine Tochter Vivi, die am Abend noch am Trapez schwingen sollte, beteuerte auch: "Wenn es wieder einen gibt, bin ich die erste, die dabei ist".

Conchita übernimmt nicht

Über den Roten Teppich stolzierte auch Conchita Wurst, die später als Zirkusdirektor durch den Abend führte. Sie räumte mit dem Gerücht auf, dass sie vielleicht den Life Ball übernehmen würde. "Wir haben im Spaß darüber geredet, aber Nein, ich mache es nicht", sagte sie. Aber natürlich bedauerte sie, dass zahlreiche Aids-Organisationen nun weniger Mittel zu Verfügung haben.

Vor dem Einlass fand wie üblich die "Life Solidarity Gala" statt, bei der wertvolle Objekte rund um den Life Ball versteigert werden. Während Stargast Katie Holmes nicht daran teilnahm, kam dafür die Schauspielerin Nastassja Kinski.

Neben den Superstars wie auch Dita von Teese kamen vor allem viele Stammgäste wie Uwe Kröger, Chris Lohner oder Dagmar Koller, um dem Ball Adieu zu sagen. Schlechte Neuigkeiten hatte Astrologin Gerda Rogers parat: "Die Sterne sagen, es ist der letzte Life Ball. Gery Keszler ist ein Löwenmann und wenn der etwas sagt, dann bleibt das auch so".

Und tatsächlich sprach Keszler in seiner Rede am Ende der Eröffnungszeremonie davon, dass es der letzte Ball war. Es sei nicht seine eigene Entscheidung, sondern die des gesamten Vorstands gewesen. Man werde in den kommenden Monaten sehen, was auf dem Erbe des Balls aufbauen und entstehen kann. (red, APA, 8.6.2019)