Altkanzler Kurz im BVT-U-Ausschuss: "Kickl hat Medienberichten meistens widersprochen"

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Der Ex-Kanzler überraschte im U-Ausschuss zur BVT-Affäre mit einigen Wissenslücken – der STANDARD tickerte live


Am Mittwoch war Prominenz angesagt im BVT-Untersuchungsausschuss: Ex-Kanzler, früherer Außenminister und nunmehr nur noch ÖVP-Parteichef Sebastian Kurz trat am Nachmittag auf, Hans Peter Doskozil, ehemaliger Verteidigungsminister der rot-schwarzen Koalition, wurde am Vormittag befragt.

Doskozil, der von der ÖVP geladen worden war, konnte zur Aufklärung der BVT-Affäre nichts beitragen. Die Opposition warf der ÖVP vor, den roten Ex-Minister nur deshalb geladen zu haben, weil auch Ex-Kanzler Sebastian Kurz heute aussagen muss.

Nach der Sitzung sagte Doskozil, er halte die Absetzung von Ex-Innenminister Herbert Kickl für überzogen und für "politisch motiviert" – zumal bis zur nächsten Wahl ohnehin nur noch ein paar Monate bleiben. Der nächste Innenminister solle aber jemand sein, der das Amt mit Sorgfalt führt.

Kurz überraschte bei seiner Aussage mit deutlichen Wissenslücken zur BVT-Affäre. Er betonte aber, als Kanzler nicht direkt zuständig gewesen zu sein.

DER STANDARD tickerte live. (red, 28.5.2019)

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