EU-Duell live: Weber für Klarnamen im Internet, Timmermans dagegen

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Nach der Brüsseler Elefantenrunde und der Austro-Konfrontation am Mittwoch erreichte der EU-Wahlkampf am Donnerstagabend seinen Höhepunkt


Mit Pauken und Trompeten zog der zunehmend personalisierte EU-Wahlkampf am Donnerstagabend auf der ganz großen TV-Bühne ein. Zum zweiten und letzten Mal haben der Christlichsoziale Manfred Weber und der Sozialdemokrat Frans Timmermans einander die Stirn geboten – live übertragen via ORF 3 und ZDF in die Wohnzimmer von Millionen von Wahlberechtigten zwischen Flens- und Bleiburg.

Unter anderem sprachen sich beide in der ersten Hälfte der Diskussion für eine Ende von kurzen Flügen in der EU – etwa zwischen Stuttgart und Frankfurt und Salzburg und Wien – aus. Timmermans sagte, man solle diese abschaffen. Allerdings brauche es dann gute Zugverbindungen als Ersatz. Weber sprach sich auch gegen die Flüge aus, äußerte sich aber etwas vorsichtiger. Er wolle zwar die Abschaffung, aber kein Gesetz dazu.

Manfred Weber hat sich zudem für eine Klarnamen-Pflicht in sozialen Netzwerken ausgesprochen. Das bedeutet, dass im Internet keine Spitz- oder Tarnnamen mehr verwendet werden dürften. Der CSU-Politiker unterstützte diese Forderung am Donnerstagabend im TV-Duell mit seinem sozialdemokratischen Kontrahenten Frans Timmermans im ZDF. Timmermans lehnte eine solche Klarnamen-Pflicht dagegen ab. Das sei übertrieben, sagte der Niederländer.

DER STANDARD berichtete, so wie auch schon am Mittwoch, live in Form dieses Tickers für Sie. (flon, 16.5.2019)



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