Das war die Elefantenrunde der EU-weiten Spitzenkandidaten mit Weber und Co

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Drei Frauen und drei Männer debattierten stellvertretend für ihre Fraktionen über ihre Ziele und Wünsche für die Zukunft der EU


Drei Frauen, drei Männer; ein Niederländer, ein Bayer, eine Deutsche, eine Dänin, eine Slowenin, ein Tscheche. Bloß ein Elefant, der fehlt. Sechs Personen aus den unterschiedlichsten Teilen der EU sind dessen ungeachtet im EU-Parlament in Brüssel zur sogenannten Elefantenrunde anlässlich der EU-Wahl auflaufen.

Neben den Spitzenkandidaten der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, und der Sozialdemokraten, Frans Timmermans, versprach der Abend auch deshalb Kurzweil, weil die gemeinhin weit weniger beachteten Spitzenkandidaten einiger kleinerer Fraktionen zu Wort kamen.

Die da waren: Ska Keller (Bild), Deutsche, 37, studierte Islamwissenschafterin, seit zehn Jahren Mitglied des Europäischen Parlaments, seit 2017 Ko-Vorsitzende der Fraktion der Grünen dort.

Der pensionierte Stahlarbeiter und Gewerkschafter Nico Cué, ein Spanier, der sein Leben in Belgien verbracht hat, 62, tritt für die Europäische Linke als einer von zwei Spitzenkandidaten an.

Der tschechische Chemiker Jan Zahradil (56) sprach als Spitzenkandidat – und Kandidat für das Amt des Kommissionspräsidenten – der nationalkonservativen Partei Akre, der, pikanterweise, bisher jedenfalls auch die britischen Tories angehören. Ihre Fraktion im EU-Parlament ist die EKR.

Mit Margrethe Vestager (51) von der liberalen Alde komplettierte eine langjährige dänische Ministerin und – seit 2014 – EU-Kommissarin für Wettbewerb das muntere Sextett. Auch sie ist Teil eines Teams an der Spitze.

Der deutsche Sender Phoenix sowie – zeitversetzt – ORF 3 übertrug die Debatte der Spitzenkandidaten live. DER STANDARD führte Sie in Form dieses Livetickers auf Händen durch einen spannenden Diskussionsabend. (Florian Niederndorfer, 15.5.2019)