Voggenhuber: "Viele fühlen sich bedroht und suchen Protest"

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Der Spitzenkandidat der Liste 1 Europa stand im STANDARD-Chat Rede und Antwort


Johannes Voggenhuber, Spitzenkandidat von Initiative 1 Europa und der Liste Jetzt, stellte sich im STANDARD-Chat den Fragen der Userinnen und User.

Für Voggenhuber ist das EU-Parlament nicht neu, er saß bereits von 1995 bis 2009 für die Grünen in Brüssel und Straßburg. Nun will er es noch einmal wissen und tritt mit eigener Liste an, die von Jetzt unterstützt wird.

Im STANDARD-Chat stellte er sich bis 14 Uhr den Fragen der User. Auf die Frage, wie er sich den Rechtsruck in Europa erklärt, sagte Voggenhuber, dass Sparpolitik und Neoliberalismus die Menschen verunsichert hätten. "Viele Menschen fühlen sich bedroht und suchen Protest", so der Kandidat. Rechte Parteien könnten diese Proteststimmen gut einsammeln.

Auf die Frage, welcher Fraktion sich Voggenhuber im EP anschließen würde, sollte er den Einzug schaffen, sagte der Ex-Grüne, dass er sich ein Mitarbeiten in der Grünen-Fraktion vorstellen könnte.

Außerdem fordert Voggenhuber die Beendigung der massiven Steuerflucht der Konzerne und eine Harmonisierung von Unternehmenssteuern. Das sei dringend notwendig, um gleichzeitig den Faktor Arbeit entlasten zu können. Weiters wünscht er sich eine neuerliche Diskussion über eine Wertschöpfungsabgabe. Auch eine gemeinsame Außenpolitik befürwortet der Politiker im STANDARD-Chat: Das solle eine weitere Militarisierung der Sicherheitspolitik verhindern. Auch eine europäische Interventionsarmee lehnt Voggenhuber ab. (red, 13.5.2019)

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