Höflicher erster Tag bei Treffen Trumps mit Kim in Hanoi

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Der US-Präsident und Nordkoreas Staatschef verhandeln in Vietnam über eine nukleare Abrüstung


Acht Monate nach dem Gipfel in Singapur, bei dem viele gute Absichten verkündet, aber keine konkreten Schritte vereinbart wurden, treffen einander heute US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. Am Vormittag sind bilaterale Treffen mit Vertretern Vietnams geplant, zudem wollen die Delegationen miteinander beraten. Am Abend (Ortszeit, also in Europa am Mittag) sind die beiden zu einem Treffen zusammengekommen.

Auf die Frage, ob bei den Gesprächen das Ende des Korea-Kriegs verkündet werde, sagte Trump am Mittwoch: "Wir werden sehen." Kim zeigte sich bei der Begrüßung zuversichtlich, dass beide Staatsmänner zu einem guten Ergebnis kommen könnten. "Ich werde mein Bestes geben." Trump und Kim kamen zunächst zu einem 20-minütigen Gespräch unter vier Augen zusammen, anschließend war ein Abendessen in größeren Kreis mit Beratern und Ministern geplant.

Die beiden Staatsmänner verstehen einander offenbar bestens: Während der US-Präsident Nordkoreas Staatschef 2017 noch als "kleinen Raketenmann" verspottete und dieser ihn im Gegenzug einen "geisteskranken, dementen US-Greis" nannte, erklärt Trump mittlerweile, er habe ein sehr gutes Verhältnis zu Kim. Bei einer Ansprache im September vergangenen Jahres ging er noch weiter, als er die Beziehung beschrieb: "Wir haben uns verliebt." (red, 27.2.2019)

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