Chat mit Hans Rauscher: Was ist heute eigentlich rechts(extrem)?

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Diskussion mit der Community zur Frage, wie es um den Rechtspopulismus und den Rechtsextremismus in Europa und Österreich steht. Wo verlaufen die Grenzen, und was ist demokratisch nicht mehr akzeptabel?


"Etliche Parteien und Politiker, die die Grenze von rechtspopulistisch zu rechtsextrem überschritten haben, sind in Europa bereits an der Regierung", so Hans Rauscher in seiner Bestandsaufnahme zu "Was ist heute eigentlich rechts(extrem)?".

Anlässlich des Akademikerballs am 25. Jänner in der Wiener Hofburg beschäftigt sich der Essay mit folgenden Fragen: Was bedeutet rechts (oder rechtsextrem) eigentlich heute? Ist die FPÖ eine sehr rechte, rechtspopulistische oder rechtsextreme Partei? Soll/muss man zwischen den verschiedenen Spielarten sehr rechter Politik unterscheiden? Wo ist die Grenze zwischen demokratisch akzeptabel und nicht akzeptabel? Darf man den Fehler machen, jede rechte Politik gleich mit der Punze "Nazi" zu versehen?

Hans Rauscher stellt fest, dass innerhalb der EU bereits in drei Ländern rechtsextreme Parteien beziehungsweise Personen an den jeweiligen Regierungen beteiligt sind: in Ungarn ist das Viktor Orbán "mit seiner Ideologie eines 'reinen', christlichen ungarischen Volkes", in Polen die Regierungspartei PiS, die das Verfassungsgericht aushebelt, und in Italien der Innenminister Matteo Salvini, der "Migranten in öffentlichen Verkehrsmitteln separieren, Sinti und Roma 'zählen' will und die 'guten Dinge' an Mussolini preist".

Was ist heute rechts(extrem)?

Teilen Sie die Einschätzung von Anton Pelinka, dass in der FPÖ von heute sowohl Rechtspopulismus als auch Rechtsextremismus anzutreffen ist? Ist es für Sie klar, wo die Grenzen zwischen rechtskonservativ, rechtspopulistisch und rechtsextrem verlaufen? Wo verorten Sie persönlich Parteien und Politiker? Ab 14.30 Uhr diskutiert Hans Rauscher mit Ihnen über diese Themen. (cmb, 24.1.2019)

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