Trump: Handelsdeal unabhängig von Brexit-Variante, "Sun"-Interview "Fake-News"

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Trump spielt Interview mit britischer "Sun" herunter – Proteste gegen Besuch in London


US-Präsident Donald Trump besucht Großbritannien. Am Freitag zu Mittag traf er – die von ihm jüngst unter Beschuss genommene – Premierministerin Theresa May, danach Königin Elizabeth II.

Bei einer Pressekonferenz am Nachmittag sagte May nach einer Unterredung mit Trump, beide seien sich einig geworden, dass nach einem Brexit ein Handelsdeal zwischen London und Washington möglich sei. Sie betonte die Gemeinsamkeiten beider Staaten, auch angesichts der zahlreichen Gefahren in der Welt – ob sie nun von Nordkorea oder dem Iran ausgingen. Trump dankte zunächst für die Einladung und betonte mit Blick auf den jüngsten Nato-Gipfel die Beiträge Großbritanniens für die gemeinsame Verteidigung.

Trump unterstrich die Einigkeit gegenüber dem Iran und das gemeinsame Herangehen an den Konflikt mit Nordkorea. Er sagte, "was auch immer Großbritannien zum Brexit entscheidet", sei für die USA in Ordnung. Das Interview mit der "Sun", in dem er Mays Konkurrenten zustimmte, die einen "harten Brexit" fordern, nannte Trump "Fake-News".

Umrahmt wird die Visite von großangelegten Protesten.

May hatte angekündigt, Trump nach dessen heftiger Kritik ihre Brexit-Pläne näher erläutern zu wollen. "Sie freut sich darauf, sich mit dem Präsidenten zusammenzusetzen und mit ihm das Weißbuch durchzugehen", sagte ein Sprecher der Regierungschefin am Freitag. Trump hatte sich unmittelbar vor dem Staatsbesuch für Boris Johnson als britischen Regierungschef starkgemacht.

DER STANDARD begleitet Sie in Form dieses Livetickers durch den Tag. (red, 13.7.2018)